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Home Sonderthemen Oberhavel Windsichere Beschattung
06:48 04.06.2019
Fallarmmarkisen halten die Sonne fern, lassen aber noch Licht in den Raum. FOTOS: DJD/KLAIBER, FOTOLIA

Von Ulrich Nettelstroth 

Sonne satt gehört zum Sommer dazu. Doch bewegt sich das Thermometer beständig um die 30 Grad, wird es einem schnell zu heiß – nicht nur im Freien, sondern auch in den eigenen vier Wänden. Ist die Hitze erst einmal ins Innere des Gebäudes gelangt, lässt sich die Raumtemperatur nur schwer wieder senken. Stoßlüften in den kühlen Morgenstunden oder nachts sorgt zwar für etwas Abkühlung, doch sinnvoller ist es, die Hitze erst gar nicht ins Haus zu lassen. Neben einer guten Dämmung gelingt dies vor allem mit einem außenliegenden Sonnenschutz, etwa einer Markise. Einzelne Modelle fahren sich sogar selbst bei Sonnenschein aus und bei einem plötzlich aufkommenden Regenguss oder stärkerem Wind auch wieder automatisch ein. So ist der Sonnenschutz auch dann nicht in Gefahr, wenn niemand zu Hause ist.

Gute Sonnenwächter für Fenster sind Fallarm- sowie Senkrecht-Fassadenmarkisen. Sie halten die Sonne fern, ohne die Räume komplett abzudunkeln und zaubern ein schönes Licht. Die Senkrechtmarkise kann direkt an die Fassade oder in die Fensterlaibung montiert werden. Eine seitliche Führung des Tuchs in Schienen nach dem Reißverschlusssystem macht die textile Bespannung windsicher. Wählt man für die Fassaden- und Terrassenmarkisen das gleiche Tuchdesign, erscheint das Gesamtbild der Hausfassade sehr harmonisch. Wegen ihrer soliden Konstruktionsart mit zwei stabilen Pfosten am vorderen Ende sind Pergolamarkisen ein idealer Sonnenschutz für große Flächen und können auch bei kräftigem Wind noch offen bleiben.

Ein wirksamer Sonnenschutz, ausreichende Belüftung und der Verzicht auf überflüssige Wärmequellen können dabei helfen, das Haus an heißen Tagen kühl zu halten. Sinnvoll ist es außerdem, Elektrogeräte wie Computer, Fernseher oder Spülmaschine nur dann anzumachen, wenn sie wirklich gebraucht werden, denn sie produzieren nebenbei Wärme. Eine Klimaanlage hält die Räume zwar kühl, frisst aber auch viel Strom und sorgt daher nicht nur in der Anschaffung für hohe Kosten. Zudem entziehen Klimaanlagen der Raumluft Feuchtigkeit – die trockene Luft kann die Schleimhäute angreifen. Ein guter außenliegender Sonnenschutz, etwa in Form von Markisen, ist daher sinnvoller.

In Frankreich hatte der Adelstitel Marquis einen leicht ironischen Klang. In der Armee wurde das Offizierszelt nach der Marquise benannt, der Frau des adeligen Offiziers, später auch andere Sonnendächer.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Markise als Sonnenschutz in Frankreich zunehmend populär. Auch heute sind die textilen Schattenspender dort besonders verbreitet.

Seit Jahren steigen die Immobilienpreise in den meisten Regionen Deutschlands kräftig und kontinuierlich. Diese Entwicklung muss allerdings nicht von Dauer sein. Tatsächlich melden Marktbeobachter inzwischen Anzeichen einer Trendumkehr. Der Wohn-Index des Immobilienberaters F + B zeigte im ersten Quartal 2019 einen Rückgang der Mieten um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Der Immobilienindex IMX des Portals Immobilien- Scout 24 meldet erstmals seit 2007 leicht rückläufige Preise für Eigentumswohnungen. „Möglicherweise sehen wir hier die ersten Anzeichen auf das Auslaufen des seit zwölf Jahren anhaltenden Immobilienbooms“, vermutet Geschäftsführer Ralf Weitz. Analysten von Price Waterhouse Coopers warnen vor einer Überteuerung der Immobilienpreise in einigen deutschen Großstädten.

Ähnliche Beobachtungen haben Experten des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) gemacht, die für den Postbank-Wohnatlas jährlich den Investitionschancenindex berechnen. In der aktuellen Auswertung stellen sie fest, dass sich Wohneigentum nur noch in wenigen Regionen zu moderaten Preisen und mit Aussicht auf Wertsteigerung erwerben lässt. Nur für 16 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten weist der Index gute Bedingungen für einen Immobilienkauf aus. Im Vorjahr waren es 36 Regionen.

In Berlin-Brandenburg sind der Untersuchung zufolge nirgendwo gute Investitionsbedingungen anzutreffen. In Potsdam, Barnim, Oberhavel, Havelland, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming ist das Preisniveau entweder bereits hoch, vor allem in Relation zu den Mieten, oder die Entwicklung der Preise ist gering. In allen übrigen Gebieten des Landes erwarten die Wirtschaftsforscher langfristig sinkende Immobilienpreise, die Investitionen zu einem Verlustgeschäft machen würden. Allerdings: So lange die Europäische Zentralbank ihre Nullzinspolitik fortsetzt, dürfte kein allgemeiner Preiseinbruch zu erwarten sein. net

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