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Home Sonderthemen Oberhavel Widerstandsfähig und schön
07:25 05.05.2020

Gleit- und rutschfest, resistent gegen Hitze, Kälte und UV-Licht: Pflasterklinker gelten als ein hervorragender Bodenbelag für alle Arten von Plätzen und Wegen. Die gebrannten Backsteine, die sich auch an der Hausfassade gut machen, weisen einen hohen Widerstand zum Beispiel gegen Säure, Laugen und Öle auf und lassen sich daher auch auf stärker belasteten Einfahrten, Höfen oder Straßen verwenden. Aber auch für die Terrasse eignen sie sich gut.

Klinker sind nah verwandt mit Tonziegeln, es handelt sich allerdings nicht um dasselbe Material. Vereinfacht kann man sagen, dass Klinker Ziegel sind, die bei besonders hohen Temperaturen gebrannt wurden und deshalb besonders hart werden. Gibt man tonhaltigen Lehm bei Temperaturen unter 1200 Grad in den Ofen, dann entstehen normale Ziegel. Ab 1200 Grad aber beginnt die sogenannte Sinterung, das heißt, die Rohstoffmasse wird zunehmend dichter, vorhandene Luftporen schließen sich. Das Ergebnis sind sehr feste Steine, die einen hellen Klang erzeugen, wenn man sie aneinander schlägt. Daher haben sie auch ihren Namen: Klinker.

Langlebige Pflasterklinker aus natürlichen Rohstoffen gehören zudem zu den sogenannten sickerfähigen Bodenbelägen: Regen- und Oberflächenwasser kann auf den gepflasterten Flächen durch die Fugen zwischen den Steinen ausreichend versickern, der Flächenversiegelung wird auf diese Weise entgegengewirkt. Gerade auf der Terrasse können Pflasterklinker auch ein Blickfang sein. Mit den unterschiedlichsten Farben und Formen lassen sich nahezu alle Gestaltungsideen umsetzen.

Die Verlegemuster bestimmen dabei ganz entscheidend die Wirkung des Pflasters. Beim Reihenverband werden die Pflastersteine um eine halbe Steinlänge zueinander versetzt in Reihen verlegt. Der Klassiker ist das Fischgrätmuster. Ähnlich wie bei Parkett ist dieses auch in der Pflasterung ein Klassiker mit eleganter Anmutung. Es passt ebenso zur Landhausvilla wie zum modernen Stadthaus und lässt uns gleich an symmetrisch angelegte barocke Rosengärten denken. Beim Diagonalpflaster schließlich werden die Steine schräg zur Laufrichtung verlegt.

Alternativ können auch Bodenbeläge aus Naturstein oder Beton verwendet werden, die ebenfalls wie Pflasterklinker als kleinteiliger Belag verlegt werden können. Naturstein zeichnet sich durch lange Haltbarkeit, Vielgestaltigkeit und eine besondere Eleganz aus, allerdings in der Regel auch durch einen höheren Preis. Erheblich günstiger und ebenfalls stark belastbar sind Betonpflaster, die im Fachhandel als Formsteine in unterschiedlichen Designs erhältlich sind. Ein Vorteil: Für die Herstellung des Betons können in der Regel lokal verfügbare Rohstoffe verwendet werden, um die Umwelt zu schonen. Von Ulrich Nettelstroth
     

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