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09:28 19.12.2021
Weniger eingesetzt: künstliche Kniegelenke. Foto: F. Schuh/dpa

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf planbare Operationen in deutschen Krankenhäusern. So wurden im Januar und Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahr rund 40 Prozent weniger Knieund Hüft-Operationen durchgeführt. Das ist das Ergebnis einer Sonderanalyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit zu den Klinikdaten 2019, 2020 und 2021.

Schon im Corona-Jahr 2020 wurden demnach weniger Knie-OPs (minus 17 Prozent) und Hüft-Operationen (minus zwölf Prozent) realisiert. Auch das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) hat kürzlich in seinem publizierten Jahresreport von einem Rückgang endoprothetischer Eingriffe an Hüften und Knien auf 290 000 im vergangenen Jahr gegenüber 318 000 noch 2019 berichtet.

Besonders deutlich zeigte sich laut DAK das Sinken der Behandlungszahlen im ersten Frühjahrs-Lockdown Mitte März bis Mitte April 2020: So fielen im Zeitfenster der 12. bis zur 17. Kalenderwoche drei Viertel der Operationen aus.. Auch der zweite sogenannte Lockdown light im November und Dezember schlug sich in den Krankenhauszahlen nieder: Hier wurden rund 18 Prozent weniger Knie- und 13 Prozent weniger Hüft-Eingriffe vorgenommen. Der Rückgang planbarer Operationen in der Corona-Pandemie liege vor allem an der Zurückhaltung der Patienten, in solchen Zeiten nicht dringend notwendige Operationen im Krankenhaus durchführen zu lassen, sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Die Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 sei ein wichtiger Faktor. „Gleichzeitig sehen wir, dass viele Krankenhäuser Kapazitäten frei halten, um die Betten auf den Intensivstationen für Corona-Infizierte nutzen zu können“, so Storm weiter.

Ein Nachholeffekt solcher Operationen sei aktuell noch nicht zu beobachten. Das werfe die Frage auf, ob viele angesetzte elektive (also nicht notfallmäßige) Operationen „überhaupt notwendig gewesen wären“, so Storm. gd

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