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Home Sonderthemen Neuruppin Klein, aber fein
08:29 13.12.2019
Beim Bummel über den Weihnachtsmarkt in Karwe, der jährlich bis zu 2000 Gäste anzieht. ARCHIVFOTO: PETER GEISLER

Von Dagmar Simons  

Karwe. Dass der Karwer Weihnachtsmarkt so ein durchschlagender Erfolg würde, davon hätte Initiator Krafft von dem Knesebeck vor 25 Jahren nicht zu träumen gewagt. Doch „es war von Anfang an ein Riesenerfolg. Die Besucher kamen in Scharen“, erinnert er sich. Das ist bis heute so geblieben.

Am Sonnabend nun findet der Karwer Weihnachtsmarkt rund um den alten Gutshof bereits zum 25. Mal statt. Immer am Samstag vor dem dritten Advent ist der kleine Ort ein Treffpunkt für einheimische und auswärtige Besucher. Die Dorfstraße ist dann von oben bis unten zugeparkt, die kleine mittelalterliche Dorfkirche proppenvoll. In den Anfangszeiten trat dort ein Schauspielerfreund der Familie Knesebeck auf, der zehn Jahre lang das vorweihnachtliche Programm gestaltete.

In diesem Jahr stimmt wie schon in den vergangenen Jahren Kantorin Juliane Von Dagmar Simons Felsch-Grunow die Zuhörer musikalisch auf die Weihnachtszeit ein, Schauspieler Alexander Bandilla übernimmt den Textpart. Nach einer besinnlichen Stunde in der Kirche startet um 15 Uhr der Weihnachtsmarkt. In der großen Gutsscheune sind dicht an dicht Stände aufgebaut. Händler und Vereine präsentieren Schmuck, Keramik, Gestricktes und vieles mehr. Auch wer noch keinen Weihnachtsbaum hat, kann sich eine Nordmanntanne fürs heimische Wohnzimmer aussuchen oder sich mit Wild für den Festbraten versorgen. Natürlich darf auch der begehrte Wildschweinburger nicht fehlen. Nebenan im beheizten ehemaligen Pferdestall stellen regionale Künstler wie Maler, Goldschmiedin und andere ihre Werke aus.

Auf dem Freigelände zeigen die jungen Bläser der Kreismusikschule ihr Können. Versammelt um die Feuerschale stehen die Besucher, wärmen sich an Glühwein, Waffeln oder Gegrilltem und lauschen dabei den weihnachtlichen Klängen. Es ist wie ein großes Familientreffen. Durchschnittlich 2000 Gäste kann Gastgeber Freiherr Krafft von dem Knesebeck jedes Jahr zählen, allein 150 bis 200 besuchen regelmäßig zuvor die Veranstaltung in der Kirche. Für von dem Knesebeck ist die alljährliche Veranstaltung ein „Stück weit Heimat und Vorfreude auf Weihnachten“. Und wie er sagt, nicht nur für ihn. „Viele Besucher sagen, nun erst beginnt für sie die Vorweihnachtszeit.“

Im Haus der Generationen sorgt die Karwerin Heidemarie Petruschke mit tatkräftiger Unterstützung vieler Dorfbewohnerinnen dafür, dass die Kaffeetafel reich gedeckt ist. Zwischen 17 und 20 verschiedene Kuchen stehen dort erfahrungsgemäß zur Auswahl. Und ganz wichtig: „ Es ist dort warm und kuschelig“, so Heidemarie Petruschke. Sie hat schon ihre Freude an der Vorbereitung. Das Wichtigste für sie ist, dass sich das ganze Dorf so kurz vor Weihnachten zusammenfindet.

Auch die Kleinen haben etwas zu tun: Sie können unter Aufsicht von Mitarbeitern der Neuruppiner Krümelkiste basteln und sich so die Zeit vertreiben, bis der Weihnachtsmann auf dem Gutshof eintrifft.
   

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