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Home Sonderthemen Potsdam Die beliebte Notlösung unter den Weihnachtsgaben
12:40 20.12.2019
Mit einer liebevoll gestalteten Verpackung und zusätzlich mit etwas Selbstgebasteltem kann man Gutscheinen eine persönliche Note verleihen. FOTO: PIX

Auch in diesem Jahr werden unter dem Weihnachtsbaum statt liebevoll ausgesuchter Geschenke sehr häufig Geld und Gutscheine liegen. Mehr als jeder zweite Verbraucher in Deutschland (56 Prozent) will auf diese Weise der Gefahr entgehen, bei der Geschenkauswahl danebenzugreifen. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten repräsentativen Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) hervor.

Wer sich für einen Gutschein als Geschenk entscheidet, sollte unbedingt auf die Zeitspanne achten, innerhalb derer der Gutschein einzulösen ist. Diese Frist ist auf dem Schein angegeben, etwa „einzulösen bis …“ oder „gültig zwei Jahre“. Sie gilt ab Kaufdatum, das ebenfalls vermerkt ist. Eine Frist von einem Jahr bei einem Wertgutschein etwa für einen Wareneinkauf bei einem Internethändler gilt rechtlich als zu knapp bemessen. Bei Gutscheinen für eine bestimmte Leistung kann es aber zulässig sein. Generell sollte man also schon beim Kauf darauf achten, dass der Gutschein möglichst lange gültig ist.

Wenn keine Befristung auf dem Gutschein vermerkt ist, diese zu kurz bemessen ist und auch der Gutschein nicht zum Beispiel für eine bestimmte Theateraufführung ausgestellt ist, kommt die allgemeine Verjährungsfrist von drei Jahren zum Tragen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Brandenburg hin. „Diese Frist beginnt aber immer erst am Schluss des Jahres, in dem der Gutschein erworben wurde“, wie Michèle Scherer von der Verbraucherzentrale Brandenburg informiert. Wer also zum Beispiel zu seinem Geburtstag im Juni 2019 einen Gutschein geschenkt bekam, kann ihn bis spätestens zum 31. Dezember 2022 einlösen.
   

Meist ist es möglich, einen Gutschein in Teilen einzulösen. Gesetzlich geregelt ist dies aber nicht, so dass am besten schon der Gutschein-Käufer diese Frage klärt. Ist eine Teileinlösung möglich, wird der Restbetrag auf dem alten Bon vermerkt oder in Form einer neuen Gutschrift ausgehändigt. Zur Auszahlung einer Restsumme ist der Händler nicht verpflichtet – ebenso wenig dazu, den Gutschein ganz und gar gegen Geld auszulösen.

Ist die auf dem Gutschein vermerkte Frist abgelaufen, kann man nicht mehr darauf pochen, den Gutschein einzulösen. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale Brandenburg muss der Anbieter aber gegen Rückgabe des Gutscheins den Geldwert erstatten, abzüglich seines Gewinnes. Ist allerdings die Verjährungsfrist von drei Jahren verstrichen, kann man auch kein Geld mehr verlangen.

Auch wenn ein gekaufter Gutschein keine sonderlich persönliche Geschenkidee ist – in einer originellen, selbst gebastelten und weihnachtlich verzierten Verpackung kann auch er sehr gut beim Beschenkten ankommen. Wenn dann noch etwas Selbstgemachtes dazukommt – wie ein Bastelstern oder eine selbst gemachte Trinkschokolade (Rezept siehe Artikel unten) – wird die ursprüngliche Notlösung zu einem liebevollen Präsent.

Wer es noch ein wenig persönlicher mag und mögliche Probleme umgehen will, verschenkt einen Gutschein, der beim Schenker selbst einzulösen ist – und am besten auch mit ihm, etwa für den gemeinsamen Besuch einer Kinovorstellung, für eine Einladung zum Essen oder einen gemeinsamen Ausflug. mk


Beim Verpacken kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und zum Beispiel ein altes Einweckglas nutzen. FOTO: DJD/VIVANI.DE
Beim Verpacken kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und zum Beispiel ein altes Einweckglas nutzen. FOTO: DJD/VIVANI.DE

Mit kleinen persönlichen Weihnachtsgeschenken kann man lieben Menschen eine große Freude bereiten. Wie wäre es einmal mit selbst gemachter Trinkschokolade? Man benötigt dazu nicht allzu viel, und der Aufwand hält sich auch in Grenzen.

Zutaten:
■ zwei Tafeln Schokolade (am besten Bio) mit höchstmöglichem Kakaogehalt
■ Schraubglas (altes Marmeladenglas oder Ähnliches)
■ kleines Stück Stoff (zum Abdecken des Glases)
■ Stoffband
■ mehrere Eiswürfelformen
■ nach Belieben: Chilifäden, Zimtpulver oder Zimtstange, Hagelzucker oder Zuckerstreusel, ein Stück Pappe für den Geschenkanhänger

So wird es gemacht:
■ Die zwei Tafeln Schokolade grob zerkleinern und in einem Wasserbad schmelzen.

■ Um die Schokolade zu temperieren und damit zu verhindern, dass das Geschenk hinterher unschöne graue Schlieren bekommt, die Schokolade erst einmal für etwa zehn Minuten bei Raumtemperatur auf etwa 28 Grad Celsius abkühlen.
■ Anschließend wird die Schokolade unter ständigem Rühren noch einmal leicht erwärmt. Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn die warme Schokolade an der Unterlippe nicht warm wirkt.
■ Von der Schokolade kommt nun je ein Esslöffel in die Mulde der Eiswürfelformen.
■ Nun kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und die fertigen Formen nach Belieben verzieren, etwa mit einer Zimtstange als Stiel oder mit Chilifäden.
■ Jetzt kommt die Eiswürfelform für 20 Minuten in den Kühlschrank. Anschließend die fertigen Würfel in das Schraub- beziehungsweise Einweckglas füllen, mit dem Stoff verschließen und nach Belieben weiter dekorieren, etwa mit einem Geschenkanhänger, einer kleinen Weihnachtskugel oder einer schönen Schleife.

Fertig ist das gleichermaßen dekorative wie genussvolle Weihnachtsgeschenk. Für einen besonders schokoladigen Geschmack nimmt man pro Tasse Kakao am besten gleich zwei Würfel. djd/mk


„Lebkuchenhaus“ war das Lösungswort, nach dem beim Preisrätsel auf der MAZ-Sonderseite „Weihnachten liegt in der Luft“ vom 13. Dezember gesucht wurde. Unter allen Anrufern, die die richtige Lösung nannten, wurden sieben Preise verlost. Die Gewinner sind: Gerda Winkler (Servicegutschein über 100 Euro für „Autopflege Michael Braun“ in Werder), Norbert Pix (Einkaufsgutschein über 30 Euro im Hofladen der Beelitzer Frischei e.G.), Ronald Herold (Buch „Nach uns die Pinguine“ von „Bornstedts kleine Bücherstube“), Irene Schmidt (zwei Freikarten für die Dinosaurier-Ausstellung vom 26. bis zum 29. Dezember im Neuen Lustgarten), Volkmar Skerra (vier Freikarten für die Dinosaurier-Ausstellung), Ingrid Kasten (zwei Karten für die Potsdamer Schlössernacht am 14. August 2020), Ingo Bomback (zwei Karten für die Ausstellung „Nelson Mandela: The Official Exhibition“ am 5. Januar im „Bikini Berlin“).
  

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