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Home Sonderthemen Oberhavel Turbulenter Tummelplatz
11:42 14.07.2020
Viel Freiraum erleichtert das Zusammenleben in der Familie – gerade im Bad.
fotos: kermi/akz-o, fotolia

In einer Familie geht es morgens oft hoch her. Die Eltern müssen zur Arbeit, die Kinder in die Schule oder den Kindergarten. Aus dem Haus müssen alle fast zur gleichen Zeit. Zum Nadelöhr wird da in vielen Fällen das Badezimmer. Der Familienalltag stellt deshalb besondere Anforderungen an die heimischen Sanitärräume. Ein Familienbad sollte am besten groß und geräumig sein, damit mehrere Personen es gleichzeitig benutzen können, ohne sich in die Quere zu kommen. Besonders wichtig ist deshalb eine clevere Raumaufteilung.

AWU Abfallwirtschafts-Union Oberhavel GmbH

Sichtschutz durch Sandstrahloptik

Darauf zu achten ist darüber hinaus, dass die Sanitäreinrichtung von möglichst allen Familienmitgliedern bequem genutzt werden kann. So sollte die Duschkabine beispielsweise über eine Tür verfügen, die sich leicht auch von den Kindern bedienen lässt. Auch die Höhenverstellung des Duschkopfs muss für die Kleinen leicht zu bedienen sein. Seitenwände in Sandstrahloptik sorgen für Sichtschutz und Intimsphäre. Durch eine bodenebene Gestaltung der Dusche gibt es keine Stolperfallen. Auch das ist wichtig, wenn es im Bad manchmal hektisch zugeht. Da Kinder immer in Bewegung sind, sollte gerade im Familienbad auf rutschfeste Bodenbeläge geachtet werden, etwa Antirutschfliesen. Auch Badematten oder Teppiche sollten mit einem Gleitschutz ausgestattet sein.

Es empfiehlt sich, im Familienbad Komfortelemente einzubauen, die zusätzliche Sicherheit bieten. Das sind etwa Haltegriffe an Dusche und Badewanne oder ein WC-Deckel mit Soft-Close-Automatik. Armaturen mit Verbrühschutz verhindern, dass Kinderhände mit zu heißem Wasser in Berührung kommen.

Hilfreich ist es, den Kindern eigene Bereiche im Badezimmer zuzuweisen, in denen sie ausschließlich ihre Sachen finden, etwa ein Körbchen, ein Regalfach oder eine Schublade für die eigenen Duschutensilien. Das sorgt für Ordnung und erleichtert das Miteinander. Die Handtücher sollten an Haken aufgehängt werden. Damit kommen Kinder erfahrungsgemäß besser zurecht als mit Handtuchhaltern. Und ganz wichtig: Für schmutzige Wäsche sollten großzügige Wäschekörbe bereitstehen, am besten gleich nach Waschtemperatur sortiert. Kinder können schon früh lernen, ihre getragenen Kleidungsstücke selbst in den entsprechenden Korb zu werfen, so dass die Eltern ihnen weniger hinterherräumen müssen.

WC-Sitz mit Treppe für Kleinkinder

Je nach Alter der Kinder können auch WC-Sitze mit Aufstiegstreppe, kleine Hocker und Stühlchen hilfreich sein, damit die Kleinen an die Sanitärmöbeln herankommen. Nach dem nächsten Wachstumsschub werden die Hilfsmittel wieder ausgemustert.

Wer etwa bei einem Neubau sein Bad konzipiert, sollte an diese Anforderungen denken und lieber mehr Platz einplanen. Sicher ist jeder Quadratmeter zusätzlich mit hohen Kosten verbunden, aber gerade an dieser Stelle kann Sparsamkeit schnell auf Kosten von Lebensqualität gehen. Allerdings muss auch nicht verzweifeln, wer in seiner Wohnung mit einem kleinen Badezimmer für die Familie leben muss, denn in gewissen Grenzen lässt sich dieser Mangel durch gute Planung ausgleichen. Dann kommt es ganz besonders auf passgenaue Badmöbel an – und etwas Disziplin bei allen Familienmitgliedern. Von Ulrich Nettelstroth
    

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