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Home Sonderthemen Neuruppin Therapiezentrum Fehrbellin: Alles für die Gesundheit
07:31 01.09.2020
So sieht das neue Therapiezentrum in Fehrbellin aus. FOTOS: Stefan Blumberg  

Fehrbellin. Der weiße, zweigeschossige Neubau an der Ecke Bahnhofstraße/Berliner Straße ist unübersehbar. Genau dort, wo in den vergangenen Monaten gemauert, gehämmert, gesägt, gemalert, gemessen, gepflastert und geputzt wurde, wird am Sonnabend, 5. September 2020, gefeiert: die Einweihung des neuen Therapiezentrums Fehrbellin. Das Team von Chefin Nina Kawaletz-Gläntz zieht um. Die alte Adresse war An der Plantage 2, die neue lautet Bahnhofstraße 18.

„Ich freue mich einfach riesig darauf, in das neue Gebäude zu ziehen“, sagt Nina Kawaletz-Gläntz. Der Standort direkt am Einkaufszentrum sei besser, es stünde eine wesentlich größere Fläche zur Verfügung (etwa 450 Quadratmeter), die Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen hätten einen höheren Komfort.

Das inhaltliche Angebot der neun Kolleginnen (eine befindet sich in Elternzeit) bleibt gleich: Physiotherapie, Ergotherapie und Wellness. Zur Verfügung stehen nun drei kleinere und zwei größere Räume für physiotherapeutische Anwendungen. In den größeren werden Patienten mit der Schlingentischtherapie oder auf der Bobathliege behandelt.

Für die Ergotherapie gibt es jetzt einen eigenen Bereich. Dort bestehen kreative Gestaltungsmöglichkeiten, es können auch Tücher bemalt werden. Eine Therapieküche ist in dem Neubau integriert. Das alles, um zum Beispiel die Fingerfertigkeiten zu trainieren. Ein großzügiger Empfangsbereich mit Tresen, ein Fangoraum für das Aufbereiten der Wärmeträger, Umkleideraum fürs Personal, Büro, Abstellkammer – das findet sich alles unterm Dach des neuen Therapiezentrums wieder.

Doch das ist noch nicht alles. „Unser Schmuckstück sind die Spiegelwände für die Zumba- und Pilateskurse.“ In dem größten Raum des Hauses befindet sich auch – völlig neu – eine Therapieschaukel für Kinder. „Auf diese Sachen sind wir schon stolz“, fügt Nina Kawaletz-Gläntz hinzu.

Strahlende Augen hat auch Jacqueline Schauland, zuständig für den Wellnessbereich. Sie arbeitet jetzt in einem separaten Raum, der zudem komplett ruhig ist. „Dafür kommen die Gäste ja zu uns, um Ruhe zu haben und entspannen zu können“, sagt die 39-Jährige. Diese Leistungen sind zu bekommen: Shiatsu-, Ayurveda- und Hot-Stone-Massagen sowie Pilates. „Der Bereich ist von der Physiotherapie abgegrenzt und erhielt wie das gesamte Gebäude eine solide Dämmung.“

Mit einziehen in das neue Gebäude wird auch die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Kerstin Hartmann. Sie ergänzte das Angebot im Therapiezentrum bereits in den bisherigen Praxisräumen und mietet sich erneut ein.

Das Unternehmen von Nina Kawaletz-Gläntz ist seit der Gründung am 1. Juli 2017 stetig gewachsen. „Wir fingen zu viert an“, sagt die 43-Jährige: zwei Physiotherapeuten, eine Ergotherapeutin und die Chefin. Bereits ein Jahr später reifte der Gedanke für eine räumliche Veränderung: „Wir wollten uns vergrößern.“ Die 320 Quadratmeter wurden für das Team zu klein. „Und wir können noch Verstärkung gebrauchen, eine Physiotherapeutin und eine Ergotherapeutin.“

Der erste Spatenstich für den neuen Bau – Physiotherapie und Ergotherapie sind barrierefrei erreichbar – wurde im November 2019 gesetzt, Richtfest feierten alle Beteiligten am 31. Januar dieses Jahres. In dieser Woche ist der alte Standort wegen des Umzugs bereits geschlossen. Ziemlich viel vom bisherigen Inventar wandert mit in die Bahnhofstraße 18. „Aber wir haben auch eine ganze Menge neue Dinge angeschafft wie Liegen oder Therapiematerial“, so Nina Kawaletz-Gläntz. Bis Samstag soll alles an seinem Platz stehen.

Ab 10 Uhr werden zur Eröffnung die ersten Gäste begrüßt (bis 16 Uhr). Am Montag, 7. September, geht dann der Alltag im neuen Therapiezentrum los. Spätestens dann wird von der Chefin eine große Last abfallen. Sie weiß, dass sie ein großes Team von Helfern hinter sich hat. „Freunde, Familie, Mitarbeiter – sie unterstützten uns alle tatkräftig. Dafür möchte ich allen ganz herzlich danken!“ Sie hätten ihr immer zur Seite gestanden. „Ich weiß, dass ich es ohne sie nicht geschafft hätte.“ Daniel Schauland koordinierte den gesamten Innenausbau (außer Klempner- und Elektrik-Arbeiten). „Ihre Mädels“ bereiteten ihr eine große Freude, indem sie von dem riesigen Ostseestrandposter, das in der alten Praxis hing, eine etwas kleinere Kopie (etwa zweimal zweieinhalb Meter) anfertigen ließen. Sie hängt im Empfangsbereich gegenüber dem Tresen. Ab Montag wird man beim Betreten des neuen Therapiezentrums immer mit dieser beruhigenden Ansicht begrüßt. Von Stefan Blumberg

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