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Home Sonderthemen Havelland „Das Fest wird größer und kulinarisch breit gefächert“
09:35 22.08.2019
Bernhard von Schröder mit seiner Frau Kati, die ebenfalls der Interessengemeinschaft Falkensee (IGF) angehört. FOTO: PRIVAT

Die Interessengemeinschaft Falkensee (IGF) ist sowohl Veranstalter als auch Organisator des Stadtfestes. Seit Februar dieses Jahres hat der 45 Mitglieder zählende Verein einen neuen Vorsitzenden: Bernhard von Schröder, als Verleger und Redakteur des „Falkenseer Stadt-Journals“ bestens in der Region vernetzt. Der 62-Jährige erzählt, wie der Verein das große Stadtfest stemmt. 

Erstmals findet das Falkenseer Stadtfest an drei Tagen statt. Warum genügen Ihnen nicht mehr zwei Tage zum Feiern? 

Wir wollten einfach neuen Schwung reinbringen, das Fest war nicht mehr zeitgemäß. So gab es von mehreren Seiten die Anfragen, ob es nicht einen Frühschoppen und ein Kinderfest geben könnte. Kann es. Wir haben ein Konzept erarbeitet, das drei Tage und neue Programmpunkte umfasst.
  

Was ist denn alles neu beim diesjährigen Fest?

Das ist eine ganze Menge. Das Höhenfeuerwerk steigt erstmals schon am Freitagabend. Zum ersten Mal können sich die Besucher wie gewünscht auf einen Frühschoppen und ein Kinderfest am Sonntag freuen. Und das Fest wird größer. Während in den vergangenen Jahren nur der Campus-Platz bespielt wurde, ist jetzt auch wieder der Marktplatz in das Stadtfest integriert. Auf jedem Platz wird es eine Bühne geben. Neu ist auch der Rummel. Dafür sorgt IGF-Mitglied Thilo-Harry Wollenschlaeger mit Autoscooter, Entenangeln, Trampolin und vielem mehr. Das kulinarische Angebot ist in diesem Jahr besonders breit gefächert: bretonische, griechische, italienische Küche, vegetarisches Essen, Cocktails und und und...

Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?

Das kann ich Ihnen überhaupt nicht sagen. Früher waren zeitgleich etwa 1000 Besucher auf dem Festplatz. Wir hoffen natürlich, dass es in diesem Jahr etwas mehr Gäste werden. Wir haben ein bisschen Werbung in Berlin gemacht und werden sehen, ob der eine oder andere Spandauer den Weg nach Falkensee findet.
   

Die IGF Falkensee ist sowohl Veranstalter als auch Organisator. Auf wie vielen Schultern und wie ist die Organisation verteilt?

Es sind fünf bis zehn Leute, die die Hauptarbeit leisten, alles ehrenamtlich. Dabei haben wir uns aufgeteilt. Einer kümmert sich um das Kinderfest, eine um die Kunstmeile, einer gestaltet die Plakate und so weiter. Ich habe das Konzept erstellt und bin an den Sponsoren dran. Der große Hauptorganisator ist Heiko Richter, mein Stellvertreter. Er macht das jetzt schon im 26. Jahr. Auch meine Frau Kati macht mit. Wir sind ein eingespieltes Team, doch an die Dimension und den Zeitaufwand für das diesjährige Fest mussten wir alle uns erst gewöhnen.

Wie werden Sie von städtischer Seite unterstützt?

Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist ganz wunderbar. Wir erfahren großen Zuspruch und Unterstützung und finden immer ein offenes Ohr. Vor allem beim Thema Sicherheit haben wir viel zusammengesessen und jetzt ein tragfähiges Konzept mit Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr erarbeitet.

Künstler und Technik wollen bezahlt sein. Wer trägt die Kosten für das Fest?

Auch das Finanzielle liegt bei der Interessengemeinschaft Falkensee. Das Budget fürs Stadtfest beträgt 30 000 Euro, 10 000 Euro kommen von der Stadt. Insgesamt macht der Verein eher ein kleines Minus.

Das ist es uns aber wert. Worauf freuen Sie sich beim Stadtfest am meisten?

Am meisten freue ich mich auf den Eröffnungsabend, denn dann spielt meine Falkenseer Lieblingsband Friday Night. Die gibt es schon seit 20 Jahren, und sie heißt so, weil sich die Bandmitglieder immer freitags treffen. Das wird ein schön rockiger Einstand ins Stadtfest.

Interview: Maria Kröhnke


Holzgestalterin Hannelore Thielke ist bei der Kunstmeile dabei. FOTOS: LAURA SANDER, TANJA M. MAROTZKE
Holzgestalterin Hannelore Thielke ist bei der Kunstmeile dabei. FOTOS: LAURA SANDER, TANJA M. MAROTZKE

Bereits zum siebten Mal können sich die Besucher beim Falkenseer Stadtfest auf eine Kunstmeile freuen, die Sonnabend und Sonntag jeweils ab 11 Uhr bis in den Gutspark hinein zum Schauen und Kaufen einlädt. 55 Künstler und vor allem Hobbykünstler aus der Region werden zeigen, was sie mit Fantasie und viel Geschick erschaffen haben. Das kündigte Karin Klemme an, die innerhalb der Interessengemeinschaft Falkensee für die Organisation der Kunstmeile verantwortlich ist.

Schmökern und sich inspirieren lassen: Die Kunstmeile wird wieder ein bunter Markt mit vielfältiger Handwerkskunst, Malerei, Druck, Töpferwaren, Seidenstickerei, Gehäkeltem und Gestricktem, mit Schmuck aus Kaffeekapseln oder selbst hergestellten Perlen, Accessoires, Kindersachen, Holzgegenständen... „Es ist einfach alles dabei“, sagt Karin Klemme, „und nichts gleicht dem anderen“. Günter Grigorieff zum Beispiel baut kleine Traktoren, Vogelhäuschen und andere Gegenstände aus Holz, die zum Teil beleuchtet sind. Seine Frau Gerda zeigt ihre Perlenstickerei, mit der sie Kissen, Schürzen und anderes verziert. Familie Thielke bringt selbst gedrechseltes Holzspielzeug mit. Erika Volkmann näht „ganz tolle Einkaufsbeutel“, und Monika Schmidt macht „bezaubernde Gestecke aus Kunstblumen“, wirbt die Organisatorin für ihre Aussteller.

Karin Klemme organisiert die Kunstmeile dieses Jahr zum ersten Mal und hat dabei gute Karten. Als Gründerin und Mitglied des Netzwerkes Hobbykünstler hat sie allerbeste Kontakte in diese Szene, kennt jeden persönlich. Auch ihre eigenen Kreationen stellt die Rentnerin aus: „Ich mache was aus dem, was andere wegschmeißen, zum Beispiel Taschen aus Tetrapacks.“ Auch gewerbliche Künstler zeigen ihre Kreationen, die sonst vor allem im Internet unterwegs sind. Ein „großes Dankeschön“ schickt Klemme an die bisherigen Organisatoren der Kunstmeile. „Jetzt sieht man erst, wie viel Arbeit da drinsteckt und wie viel bedacht und organisiert werden muss“, sagt Klemme voller Respekt.

Am Sonnabend gibt es auf der Kunstmeile zudem frischen schmackhaften Kuchen – „von unseren Hobbykünstlern selbst gebacken“, wirbt Klemme.

Die Kunstmeile ist an beiden Tagen bis 18 Uhr offen. „Wenn das Wetter mitspielt und die Leute uns die Bude einrennen, dann machen wir natürlich auch länger“, kündigt die Falkenseeerin an. „Für den Sonntag haben wir noch nicht so viele Anmeldungen. Es wäre schön, wenn es noch mehr werden würden.“ Wer sich kurzfristig entscheidet, mit seiner Kunst und seinem Handwerk dabei sein zu wollen, kann sich auch noch am Sonnabend direkt bei Karin Klemme unter der Telefonnummer 0173/6 08 48 66 melden. mk
  

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