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Home Sonderthemen Jüterbog & Luckenwalde Puste für mehr Sicherheit im Sommer
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14:21 19.05.2020
Nicht nur im Sommer wichtig: der richtige Reifendruck. FOTOS: KLOSE/DPA; DPA

Für Automobile und deren Fahrer bergen Frühjahr und Sommer eigene Herausforderungen. Steigende Temperaturen im Auto beeinträchtigen nicht nur Kreislauf und Herz, sondern führen auch dazu, dass die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nachlässt. Zudem erfordert auch das Fahrzeug einige Maßnahmen. Das beginnt schon beim Tanken.

Da Sprit in Tankstellen unterirdisch bei etwa zehn Grad gelagert wird, dehnt er sich bei hohen Temperaturen aus. Daher warnt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz davor, im Sommer den Wagen randvoll zu tanken, da ein Entweichen von Benzin und Diesel Lack sowie Unterbodenschutz schädigen könnte und eine Brandgefahr darstellt.

Da die Reifen die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn darstellen, gilt es hier bei längeren Touren im Sommer etwa in den Urlaub genauer hinzuschauen. Aufgezogen sein sollten inzwischen natürlich die passenden Pneus. Von (frühestens) Ostern bis Oktober, so die Empfehlung, sollten Autos mit Sommerreifen bestückt sein. Reifendruck-Kontrollsysteme müssen nach dem Wechsel neu eingestellt werden.

Reifen zählten zu den häufigsten Pannenursachen im Sommer, heißt es seitens des Automobilclubs Mobil in Deutschland. Ursache ist das Zusammenspiel höherer Asphalttemperaturen und der größeren Auflagefläche der Pneus bei zu geringem Luftdruck. Hier sollte man sich am von Fahrzeug- und Reifenherstellern gemeinsam vorgegebenen Druck orientieren, rät die Prüfgesellschaft Dekra.

Achtsamkeit erfordert auch die Scheibenwaschanlage. In den Behälter gehört nach dem Start des Frühjahrs eine spezielle Sommerflüssigkeit, die aber laut Dekra problemlos nachgefüllt werden kann, auch wenn im Behälter noch ein Rest vom Winter ist.

Auch für den Fahrer bringt der Sommer eigene Anforderungen mit sich. Höhere Temperaturen im Auto haben nicht nur Auswirkung auf den Kreislauf, sondern führen dazu, dass die Konzentration nachlässt. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen: Mitreisende Kinder können unruhig werden, Mitfahrer lassen sich davon anstecken und auch den Fahrern geht es nicht besser. Gereiztheit und Fehleinschätzungen in schwierigen Verkehrssituationen können die Folge sein. Statistiken zeigen, das mit zunehmenden Temperaturen auch die Unfallzahlen steigen – innerhalb geschlossener Ortschaften bis zu einem Drittel bei Außentemperaturen über 35 Grad.

Auch beim Parken ist Vorsicht geboten. Denn in einem geschlossenen Pkw werden bei starker Sonneneinstrahlung in kürzester Zeit 70 Grad und mehr erreicht. Von Autoportalen publizierte Faustregeln besagen: Pro Minute steigt die Temperatur im Fahrzeug um ein Grad. Daher sollten bei Hitze auch bei mehr oder minder kurzen Einkaufsgängen nie Kinder oder Tiere im Auto gelassen werden. Im Schatten parken, ist angesagt. Darüber hinaus kann ein vor der Windschutzscheibe angebrachter Sonnenschutz vor zu großer Hitze schützen. Von Gerald Dietz

Batterie überprüfen lassen

Auch die Fahrzeugelektronik leidet mitunter unter höheren Temperaturen im Sommerhalbjahr. Betroffen sind davon vorrangig ältere Fahrzeuge.

So könnten die Motorsteuerung, Servolenkungen und Antiblockiersysteme (ABS) in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch die Bremsanlage an sich kann betroffen sein – durch angesammeltes Wasser in der Bremsflüssigkeit, das zu Dampfbildung führt.

Darüber hinaus wird die Autobatterie im Sommer besonders gefordert. Hohe Temperaturen können zu einer schnelleren Entladung beitragen. Der hohe Strombedarf durch eine eventuelle Klimaanlage führt zu zusätzlicher Belastung. Daher empfiehlt es sich, etwa vor einer Urlaubsreise, die Batterie überprüfen zu lassen.

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