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Home Sonderthemen Oberhavel Perfektes Urlaubsauto
14:26 21.07.2020
Ein SUV kann ein idealer Urlaubsbegleiter sein, etwa in den Bergen. FOTOS: ADOBE STOCK/MIKE MAREEN; DPA

SUVs (aus dem Englischen: Sport Utility Vehicles) haben ihren Fahrern einiges zu bieten. Wer mit dem Kauf liebäugelt, sollte sich aber umfassend informieren. AutoScout24 hat die Vor- und Nachteile gegenübergestellt.

Durch ihre Optik sehen sie zwar aus wie ein Geländewagen, doch sie sind keine. Tatsächlich verfügen die wenigstens SUVs über geländetaugliche Eigenschaften. Aber spätestens beim Verstauen des Urlaubsgepäcks wird klar, dass der alte Kombi zu klein ist. Demgegenüber bietet ein SUV viele Vorteile.

Ein klarer Vorteil ist, das Fahrzeug als Zugmaschine einzusetzen. Gegenüber normalen Kombis sind sie kräftiger ausgestattet und haben ein größeres Gewicht. Wer mit einem Caravan in den Urlaub fährt, wird die zusätzliche Last nicht merken. Auch ist die Sitzposition viel höher als in einem Kleinwagen. Dadurch haben die Fahrer einen besseren Blick auf die Straße. Im Gegensatz zu herkömmlichen Autos ist dieses Fahrzeug wesentlich übersichtlicher.

Ist das Modell nicht für das Outback tauglich, bietet der Wagen durch seine massive Bauweise dennoch genügend Bodenfreiheit. Im Schnee oder Schlamm festgefahren? Mit einem SUV hat man sich auch schnell wieder herausmanövriert. Ähnlich wie in einem großen Kombi gibt es reichlich Raum für die Urlaubsfahrt. So lassen sich Fahrräder, der Familienhund und anderes Gepäck wie Zelte getrost mitnehmen. Außerdem sind SUV-Fahrer laut ADAC-Crashtest durch die deutlich größere Knautschzone der SUVs bei einem Unfall besser vor Verletzungen geschützt.

Gold wert ist die häufig angebotene dritte Sitzreihe. Wer Nachbarskinder mitnimmt, weiß das zu schätzen. Sperrige Teile lassen sich platzsparend im Unterboden transportieren und sind aus dem Blickfeld verschwunden.

Doch neben so vielen Vorteilen gibt es auch Nachteile. Mit Sicherheit ist die nachgewiesene hohe Unfallstatistik einer der größten Nachteile. Aufgrund der schlechten Übersicht kann es vermehrt zu Kleinschäden wie Parkrempler, Rangierunfällen und anderen Aneckungen kommen. Dazu kommt, dass die Reparaturkosten weit über dem Durchschnitt liegen. Da der Wagen ziemlich groß und schwer ist, verbraucht er deutlich mehr Kraftstoff als andere Autos. Dies bedeutet hohe Kosten an Benzin, wodurch er wegen der höheren Emission auch in eine höhere Schadstoffklasse kommt. Daneben benötigt das Auto spezielle Reifen – sowohl für den Sommer als auch für den Winter.

Wer sich überlegt, einen SUV anzuschaffen, sollte Vorgegen Nachteile abwägen. Für einen vollwertigen Geländewagen mit Allradantrieb wird mit einem Anschaffungspreis ab circa 30 000 Euro gerechnet. Als Familienauto kann man ab 25 000 Euro fündig werden. Von Claudia Braun

Alternative Antriebe sind die Gewinner

Starkes Marktwachstum für Elektroautos im ersten Halbjahr – Preisunterschiede bei Ladetarifen erheblich

Kürzlich veröffentlichte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) neue Zahlen der Neuzulassungen bei Personenkraftwagen und zog die Halbjahresbilanz 2020. Die Neuzulassungszahlen sinken von Januar bis Juni 2020 im Vergleich zu 2019 um 34,5 Prozent. Die Corona-Krise hat dabei einen starken Einfluss, was den Rückgang an Neuzulassungen und auch den Anstieg bei alternativen Antrieben angeht. Gewinner sind demnach im ersten Halbjahr vor allem die Neuzulassungen mit alternativen Antrieben. Im ersten Halbjahr können reine Elektromobile einen Zuwachs von 43 Prozent verzeichnen sowie Hybride von 55 Prozent. Werden nur die sich auch durch den Verbrennungsmotor aufladenden Plug-in-Hybride betrachtet, liegt der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar bei 200 Prozent.

Mit der steigenden Anzahl an Elektromobilen rücken die Ladeinfrastruktur und damit verbundene Ladekosten immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Top 3-Elektromobile im ersten Halbjahr 2020 sind der VW e-Golf, Renault ZOE und das Tesla Model 3. Wobei der VW e-Golf laut KBA die höchsten Verkaufszahlen aufweisen kann.

Der Bonner Markt- und Wirtschaftsforscher EUPD Research zeigt in der Vergleichsstudie mobiler Ladetarife erhebliche Preisunterschiede zwischen den Entgelten etwa für den VW e-Golf. Die Tarife unterscheiden sich vor allem in den sich oft auch an den Standzeiten orientierenden Ladepreisen, dem Zugang zu Ladesäulen und den Bezahlwegen. Elektromobilisten müssen sich genauestens vor der Tarifwahl mit dem Ladetarifangebot auseinandersetzen. Die Top 3-Tarife für den e-Golf bieten Envia Mitteldeutsche Energie AG, Volkswagen und der ADAC an.

Die Variation der Ladekosten hängt zusätzlich stark von den technischen Gegebenheiten des e-Golfs ab. Der e-Golf weist eine sehr geringe ACLadeleistung (Wechselstrom) auf und eine niedrigere DC-Ladeleistung (Gleichstrom) als andere Elektromobilmodelle. Die geringe AC- und DC-Ladeleistung führt dazu, dass bei manchen Tarifen zusätzliche Standkosten entstehen und die Ladekosten in die Höhe treiben, sodass sich ein Vergleich lohnt. Aktuell muss beim e-Golf mit im Schnitt 35 Cent pro Kilowattstunde gerechnet werden. Die Ladekosten können aber auch bei über einem Euro liegen, was der teuerste Tarif zeigt. Jahreskosten liegen bei dem Modell im Mittel um die 700 Euro, wobei teure Tarife dazu führen, dass sie sich auf bis zu 2500 Euro erhöhen können. Fazit: Unterwegs laden wird wichtiger, ist aber durch die Tarifdifferenzen kompliziert. cbr
  

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