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Home Sonderthemen Rathenow 220 Jahre Optikgeschichte und ein scharfer Blick nach vorn
13:18 06.01.2020
„Rathenow – Wiege der optischen Industrie“. Das Buch ist ein Muss für jeden Fachinteressierten.

Was lange währt, wird endlich gut. Von der Idee bis zur Verwirklichung vergingen einige Jahre. Das ist verständlich, denn ein so groß angelegtes Projekt will gut geplant und realisiert werden: Ein Team, bestehend aus 13 Autorinnen und Autoren, hat unter der Herausgeberschaft von Bettina Götze und Joachim Mertens mit „Rathenow – Wiege der optischen Industrie“ ein umfassendes populärwissenschaftliches Werk geschaffen, das in dieser Form wohl einmalig zu nennen ist.

Das Werk widmet sich auf insgesamt 248 Seiten der gut 200-jährigen Entwicklung sowohl der Rathenower optischen Industrie und des optischen Handwerks als auch der damit zusammenhängenden Institutionen von ihren Anfängen im Ausgang des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts bis hinein in die Gegenwart.
   

Mit rund 270 meist farbigen Abbildungen ist das Buch ein wahrer Augenschmaus und steckt voller interessanter und spannender Informationen zu den verschiedenen Themengebieten. Damit ist es ein Muss im Bücherschrank eines jeden Geschichts- und Fachinteressierten. Für das Buch haben erstmals Praktiker aus der optischen Industrie und Historiker, Wissenschaftler, Unternehmer sowie am Thema Interessierte Texte für einen umfassenden Band brandenburgischer Industriegeschichte erarbeitet. Reich bebildert, geben die populär gehaltenen Beiträge Einblick in die verschiedenen Facetten optischer Industrieproduktion: vom Brillenglas bis zum Fernrohr, vom Mikroskop zur Brillenfassung, vom Ladenbau zum Werkzeug- und Maschinenbau. Auch die Themenbereiche Bildung, Ausbildung und Studium kommen umfassend zum Tragen. Das Buch liefert einen Brückenschlag zwischen Retrospektive, dem Jetzt und dem Blick in die Zukunft des bedeutenden Industrie- und Wirtschaftsstandortes.
   

Am Freitag, 10. Januar, wird das im Verlag Berlin Brandenburg (vbb) erschienene Werk im Rahmen der internationalen Messe für Optik und Design Opti auf dem Stand der OABB Optic Alliance Brandenburg Berlin präsentiert. Das Gespräch mit der Herausgeberin, Bettina Götze, Historikerin, Museologin und Geschäftsführerin des Kulturzentrum Rathenow GmbH, beginnt um 14 Uhr in Halle C 4, Stand 501, OABB. Einige Mitglieder des Autorenteams sind ebenfalls anwesend.
   

Info
Das als Hardcover erschienene Buch „Rathenow – Wiege der optischen Industrie“ ist im Buchhandel und im Museumsshop des Optik Industrie Museums Rathenow erhältlich.


Schülerinnen und Schüler besuchen im Rahmen des Physikunterrichts das Museum. FOTO: SYLVIA WETZEL
Schülerinnen und Schüler besuchen im Rahmen des Physikunterrichts das Museum. FOTO: SYLVIA WETZEL

Was gehört an einen Ort, der den Namen „Stadt der Optik“ trägt? Ein Museum, das die Geschichte der optischen Industrie dieser Kommune und in Deutschland erlebbar macht. Im Märkischen steht die Wiege der deutschen optischen Industrie.

Johann Heinrich August Duncker, Erfinder der sogenannten Vielschleifmaschine, gilt noch heute als der Begründer des Industriezweiges, durch den sich Rathenow den Namen „Stadt der Optik“ erworben hat – und über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurde. Das Optik Industrie Museum Rathenow (OIMR) ermöglicht allen Besuchern ganzjährig eine Zeitreise von den Anfängen der optischen Industrie bis in die Neuzeit und vermittelt in zehn Themenbereichen viel Wissenswertes.

Ausstellung mit mehr als 1200 optischen Exponaten

In der Dauerausstellung sind auf rund 400 Quadratmetern über 1200 optische Exponate zu sehen. Einige besonders interessante stammen dabei aus der Rathenower Produktion, zum Beispiel das weltweit erste Auflichtmikroskop für Normalfilm von 1951. Auch eine besondere Kostbarkeit wird im Optik Industrie Museum Rathenow gezeigt: eine Dunckerbrille, gefertigt in der Königlich privilegierten optischen Industrieanstalt Johann Heinrich August Dunckers. Der originalgetreue Nachbau der patentierten Vielschleifmaschine, mit der gleichzeitig elf Linsen geschliffen werden konnten, ist einer der wichtigsten Anziehungspunkte im Museum.
   

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