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Home Sonderthemen Oberhavel Ohne Dach durch die Sommersonne
21:05 16.07.2019
Cabrio-Fahren ist im Sommer eine schöne Sache. FOTOS: DPA

Im Sommer hat das Fahren im Cabrio Hochsaison. Ein Pkw, dessen Dach durch Zurückklappen geöffnet werden kann, hat allerdings auch seine Tücken. Worauf Oben-Ohne-Fans achten sollten, sagen Arag-Experten.

Der unstete deutsche Sommer ist leider oft unberechenbar. Eben scheint die Sonne, dann regnet es wieder. Schlecht, wenn das elektrische Verdeck in diesem Augenblick seinen Dienst verweigert. Wer erst jetzt in der Bedienungsanleitung sucht, wie es ohne Motor klappt, macht sein Cabrio unter Umständen zur Badewanne. Deshalb vorher üben, wie das Verdeck mechanisch funktioniert! Auch eine Notplane im Kofferraum kann das Schlimmste verhindern.

Cabrio fahren macht Spaß. Ganz besonders natürlich, wenn das Wetter mitspielt. Wer mit dem offenen Pkw allerdings in Urlaub fahren möchte, sollte sich das vorher gut überlegen. Cabrios sind in aller Regel keine geräumigen Fahrzeuge. Oft verschwindet das geöffnete Verdeck im Kofferraum. Muss dort aber das Gepäck untergebracht werden, bleibt das Dach notgedrungen verschlossen. Mit einem Kofferträger außen an der Karosserie befestigt, schafft man zwar zusätzlichen Platz. Vorsicht aber: Bestimmte Cabrios haben nur sehr geringe Nutzlast. Bei älteren Roadstern sind das oft weniger als 250 Kilogramm. Und wer mit Wertsachen unterwegs ist, sollte besonders vorsichtig sein und sie nicht im offenen Wagen liegen lassen. Wer ein Cabrio mit offenem Verdeck lange alleine lässt, handelt nach Angaben des Bundes der Versicherten grob fahrlässig.

Doch auch ein geschlossenes Verdeck bietet oft wenig Schutz vor Langfingern. Ein schneller Schnitt mit dem Messer oder Cutter, und schon ist das Cabrio offen. Die Versuchung ist für Diebe groß. Mit einer Teilkaskoversicherung sind unmittelbare Einbruchschäden versichert und alle zum Auto gehörenden Teile wie Warndreieck, Verbandskasten und CD-Radio. Auf dem Sitz zurückgelassene Einkaufstüten, Kleidungsstücke oder das transportable Navi zählen allerdings nicht dazu. Randalieren die Gauner zu allem Übel auch noch, bleibt der Fahrzeughalter unter Umständen auch auf diesen Schäden sitzen.

Ob Einbruchspuren oder Verschleiß – wird ein Verdeck beschädigt, ist der Austausch oft recht teuer. Gerade bei älteren Cabrios hilft eine Reparatur. Das Verdeck sollte, um Scheuerstellen zu vermeiden, nie im stark verschmutzten Zustand zusammengefaltet werden. Besonders aggressive Verunreinigungen sind Vogelkot, Baumharze und Ausscheidungen von Insekten. Sie hinterlassen nur dann keine dauerhaften Spuren, wenn man sie möglichst rasch mit einem feuchten Schwamm entfernt. Das Verdeck sollte immer erst trocknen, bevor es zusammengefaltet wird. Sonst drohen nicht nur Stockflecken, sondern auch nachhaltige Faltenbildung, die unter Umständen sogar den Blick durch das Rückfenster beeinträchtigen. Alte Stoff- und Kunststoffverdecke neigen außerdem zum Ausbleichen. Cabrio-Käufer müssen es übrigens nicht hinnehmen, wenn das Verdeck des neuen Wagens undicht ist. Sie haben ein Recht auf Nachbesserung und gegebenenfalls auf Minderung des Kaufpreises oder Rücktritt vom Kaufvertrag.

Hardtops klappen das Dach meist in mehreren Segmenten in den Kofferraum. Sie haben gegenüber Roadstern mit flexiblem Verdeck einen Vorteil: Man fährt dank des Blechdachs auch bei Eis und Schnee komfortabel. Ein festes Hardtop kann man zu fast allen Modellen auch nachträglich als Zubehör kaufen. Rechtzeitig zum Herbst umgebaut, wird das Cabrio so winterfest. go


Beladen mit System

Sommer, Sonne, Ferienzeit: Tausende packen jetzt die Koffer, beladen ihr Auto und starten in den Urlaub. Wer sicher ankommen will, sollte beim Verstauen des Gepäcks ein paar Dinge beherzigen. Klar, dass schwere und sperrige Gegenstände im Kofferraum verstaut werden: Am besten vor oder direkt auf der Hinterachse. In Kombis dürfen Gepäckstücke zudem nicht über die Höhe der Rückbank hinaus gestapelt werden. Nur mit einem Trenngitter oder Trennnetz im Auto ist höheres Beladen kein Problem.

Geregelt ist die Ladungssicherheit, wie die Huk Coburg mitteilt, in der Straßenverkehrsordnung, Paragraph. Hier heißt es, „die Ladung (. . . ) ist so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin und her rollen“ kann. Das betrifft nicht nur große Gepäckstücke, auch lose Kleinigkeiten – zum Beispiel Handtaschen oder Handys – können sich bei Vollbremsungen auf der Autobahn in Wurfgeschosse verwandeln, die die Insassen verletzen. Darum verstaut man selbst Kleinteile am besten im Handschuhfach oder in den Seitentüren.

Vielen Urlaubern genügt der Stauraum ihres Pkw nicht. Sie montieren deshalb zusätzlich eine Box auf ihr Autodach. Hier sollte man die zulässige Dachlast ebenso wie die Höchstgeschwindigkeit stets im Blick haben – das gilt natürlich auch für den Fahrradträger am Heck. In der Bedienungsanleitung ist nachzulesen, wie schwer der Wagen nach dem Beladen sein darf und welche Höchstgeschwindigkeit gilt. go

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