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Home Sonderthemen Fläming Vielfalt in der Ofenwelt
15:32 10.12.2019
Ein Ofen im Wohnzimmer verbreitet angenehme und gesunde Strahlungswärme. F0T0S: DROOF KAMINÖFEN, FOTOLIA

Von Ulrich Nettelstroth 

Wer über die Anschaffung eines Ofens nachdenkt, kann das aus den verschiedensten Gründen tun. Der eine liebt das romantische Flammenspiel, der andere will Holz als zusätzliche Wärmequelle nutzen, ein dritter wiederum hat besonders die Heizkosten im Blick. Für jeden Nutzertyp gibt es passende Angebote.

Grundsätzlich zu unterscheiden sind Öfen, die einen einzelnen Raum erwärmen, und solchen, die für mehrere Zimmer oder das ganze Haus zuständig sind. Außerdem unterscheiden sich Öfen aufgrund des Materials, aus dem sie bestehen. Das kann Gusseisen sein, Stahl, Keramik oder Lehm. Öfen können mit Scheitholz betrieben werden, mit Holzhackschnitzeln oder Pellets, mit Kohle, Öl, Benzin oder Gas.
   

Eine Besonderheit des Ofens ist es, dass er den Raum unter anderem durch Strahlungswärme erhitzt. In Form elektromagnetischer Wellen trifft die Wärmestrahlung direkt auf Festkörper und erwärmt sie. Das wird als angenehm empfunden und unterstützt ein natürliches Raumklima. Herkömmliche Heizkörper arbeiten dagegen mit Konvektionswärme, bei der die vorbeiströmende Luft erhitzt wird und sich im Raum verteilt. Dabei kann zum einen ein unangenehmes Gefühl von Zugluft entstehen, zum anderen sammelt sich die warme Luft oben, während kühle Luftströmungen am Boden für kalte Füße sorgen. Schließlich wird auch Staub verwirbelt, was besonders für Allergiker unangenehm ist.

Bei Kaminöfen steht häufig das direkte Erleben des Flammenspiels im Vordergrund, das durch große Scheiben genau zu beobachten ist. Der Kaminofen ist oft kompakt und platzsparend und liefert schnell Wärme und Romantik. Deutlich mehr Zeit muss einplanen, wer einen Kachelofen benutzt. Diese speichern durch die Keramik die Wärme und geben sie über viele Stunden langsam an den Wohnraum ab.

Ganz auf den praktischen Nutzeffekt sind die sogenannten Werkstattöfen ausgerichtet, meist in reiner Metallausführung und mal mit mal ohne Sichtfenster. Sie werden schnell warm und können auch sehr gut mit Holzresten gefüttert werden, wie sie in einer Werkstatt anfallen. Voraussetzung ist natürlich, dass das Holz nicht behandelt oder lackiert ist.


Lüften ist auch im Winter wichtig – und zwar als kurzes, aber wirkungsvolles Stoßlüften. FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA-TMN
Lüften ist auch im Winter wichtig – und zwar als kurzes, aber wirkungsvolles Stoßlüften. FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA-TMN

Wer im Winter sein Haus oder seine Wohnung lüften möchte, sollte auf einige Dinge achten, die im Sommer eher keine Rolle spielen. Der Verband Fenster und Fassade (VFF) gibt Tipps für das richtige Lüften in der kalten Jahreszeit.

Die Fenster auf möglichst gegenüber liegenden Seiten weit öffnen sowie kräftig und unter persönlicher Aufsicht durchlüften, lautet die Devise. Jedoch gilt es besonders in der jetzt hereinbrechenden kalten Jahreszeit einige Dinge zu beachten. Dazu zählt: Das Stoßlüften darf im Einzelfall gerne auch etwas kürzer ausfallen, denn sonst kühlen die Räume zu sehr aus.

Das weit verbreitete, oft stundenlange und manchmal noch dazu unbeaufsichtigte „Fenster auf Kipp stellen“ ist indes eine ganz schlechte Idee: Auch hier kühlen die Räume extrem aus und zusätzlich werden Einbrecher von den kinderleicht von außen zu öffnenden Fenstern angezogen.

Auch ist es wichtig, den Energieverbrauch im Auge zu behalten. „Während des Lüftens sollte die Heizungsanlage heruntergeregelt werden. Macht man das nicht, ist damit erhöhte Energieverbrauch zum einen teuer und er belastet zum anderen die Umwelt durch den Ausstoß von CO2“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Frank Lange. Wer das händische Öffnen und Schließen der Fenster vermeiden möchte, für den kommen auch automatisierte Konstruktionen in Betracht. Zur Verfügung stehen unter anderem motorisierte Fensterantriebe und automatisierte Lüfter, die sich im Fenster oder im Sonnenschutzkasten befinden. Diese können beispielsweise per Knopfdruck oder „smart“ bedient werden. Kombiniert mit einer Wärmerückgewinnung ist das besonders wirtschaftlich. „Bei der Auswahl der richtigen, zukunftssicheren und einbruchsicheren Systeme helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fenster- und Fassadenfachbetrieb gerne“, so Lange. net


Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, sind immer problematisch. Die meisten Baustoffe dürfen nämlich nur bis zu bestimmten Temperaturen eingesetzt werden, darunter nicht mehr. Das klappt nicht auf allen Baustellen, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Sachverständige des Verbands beobachteten häufig frostbedingte Schäden, weil Putze und Estriche falsch verarbeitet wurden und nicht ausreichend Zeit zum Aushärten hatten. Bauherren, die ihren Hausbau in einem Bautagebuch dokumentieren, sollten gerade in der Übergangszeit stets auch die Außen- und die Raumlufttemperaturen sowie die relative Luftfeuchte innen mit dokumentieren. Preiswerte Datenlogger, einer innen, einer außen, sammeln die nötigen Kenngrößen und erlauben im Ernstfall, die Ursache für etwaige Mängel zu rekonstruieren. Hat die Firma die Baustoffe nämlich falsch eingesetzt, muss sie die Schäden auch in Ordnung bringen.


Die meisten Menschen nutzen die Weihnachtstage, um sich mit Verwandten und Freunden zu treffen oder in den Urlaub zu fahren. Oft steht das Eigenheim oder die Wohnung zu diesen Zeiten deshalb leer. „Während der Abwesenheit der Bewohner versuchen Einbrecher häufig, in Häuser und Wohnungen einzudringen“, warnt Dirk Bienert, Geschäftsführer des Sicherheitsdienstleisters Blockalarm. In der Weihnachtszeit sind in den Wohnungen oft Wertsachen zu finden, die als Geschenke besorgt wurden. Ob Bargeld, Schmuck, Gutscheine oder ein neues Smartphone: Die beliebten Präsente locken Einbrecher an. Zu den grundlegenden Vorkehrungen gehört das Abriegeln von Fenster, Türen sowie Toren. Zusätzliche Schlösser an Einstiegspunkten bieten weiteren Einbruchschutz und lassen sich ohne großen Aufwand nachrüsten.


Eigentümer müssen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht dafür sorgen, dass die zum Grundstück gehörenden Wege sicher zu benutzen sind. Allerdings ist diese Räum- und Streupflicht begrenzt, wie der Bundesgerichtshof (BGH) kürzlich feststellte (AZ: VIII ZR 255/16). „Um der Verkehrssicherungspflicht zu entsprechen, reicht es aus, wenn zwischen einem Meter und 1,20 Meter des Weges und der Treppen gestreut wird“, erläutert Philipp Takjas vom Immobiliendienstleister McMackler das Urteil. Entstehen Lücken zwischen geräumten Privatwegen und öffentlichen Wegen, sind die Nutzer an diesen Stellen für eventuelle Stürze selbst verantwortlich. Es sei zuzumuten, die wenigen Schritte zwischen den Wegen vorsichtig zu überqueren, so Takjas. Die Richter des BGH erinnerten an ein Urteil des gleichen Gerichts aus dem Jahr 2003: Obwohl Fußgänger im Winter erwarten können, dass sorgfältig geräumt und gestreut wurde, müssen sie Gehwege vorsichtiger nutzen als sonst. Für die Streu- und Räumpflicht im Winter bedeute das, dass Wege im angemessenen Maß und nicht vollständig gefahrlos nutzbar seien.
  

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