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16:26 08.10.2021
DVV-Pokalfinale letzte Saison, Netzhoppers gegen United Volleys Frankfurt: Mario Schmidgall (r.) wechselt nun zu den Netzhoppers. Foto: Oliver Schwandt

Königs Wusterhausen. Mit einem neuen Namenssponsor startet Volleyball-Bundesligist Netzhoppers in die neue Saison 2021/2022, die am Mittwoch, dem 6. Oktober, beginnt. Um 19.30 Uhr empfangen die Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee in der Bestenseer Landkost-Arena die United Volleys aus Frankfurt am Main. „Wir sind sehr froh, mit Energiequelle einen starken Sponsor gefunden zu haben, der uns die kommenden drei Jahre mit einer sechsstelligen Summe unterstützen wird“, freut sich Präsident Edmund Ahlers.
  

Energiequelle

Energiequelle GmbH neuer Namenssponsor

Die Energiequelle GmbH, die ihren Sitz in Bremen und Kallinchen in der Nähe von Zossen hat, ist im Bereich der erneuerbaren Energien als Projektierer und Betriebsführer von Windenergie-, Biomasse- und Photovoltaikanlagen sowie Umspannwerken und Energiespeichern tätig. 1997 wurde das Unternehmen von Doreen und Michael Raschemann sowie Joachim Uecker gegründet. Inzwischen arbeiten im Unternehmen 200 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz betrug 2020 knapp 100 Millionen Euro. Energiequelle gehört heute zu den zehn größten deutschen Unternehmen für erneuerbare Energien.

Von links: Max Schulz, Johannes Mönnich, Stefan Kaibald, Dirk Westphal, José Jardim, Brandon Rattray Fotos: M. GOLZ (6)
Von links: Max Schulz, Johannes Mönnich, Stefan Kaibald, Dirk Westphal, José Jardim, Brandon Rattray Fotos: M. GOLZ (6)

Neben dem neuen Namenssponsor können sich die Fans auch auf etliche neue Spieler und einen Coach freuen. Der Pole Tomasz Wasilkowski hat die Nachfolge vom Belgier Christophe Achten angetreten, der mit den Netzhoppers in der vergangenen Saison das Pokalfinale in Mannheim erreichte. In einem packenden Duell unterlag das Dahmeland-Team den United Volleys, dem Auftaktgegner am Mittwoch, mit 0:3-Sätzen. „Wir hätten Christophe gerne bei uns behalten, aber die Entfernung aus seiner belgischen Heimat war einfach für ihn auf Dauer zu groß“, sagt Ahlers. Kurioserweise gibt es bereits am ersten Spieltag ein Wiedersehen mit dem sympathischen Belgier, denn er hat nach seinem Weggang einen Vertrag bei United unterschrieben. Auch die ehemaligen Netzhoppers-Akteure Karli Allik, James Weir und Zuspieler Byron Keturakis haben nach der vergangenen Spielzeit bei den Frankfurtern angeheuert.

Von links: Kamil Ratajczak, Trainer Tomasz Wasilkowski, Blake Leeson, Theo Timmermann, Mario Schmidgall, Max Chamberlain Fotos: M.GOLZ (6)
Von links: Kamil Ratajczak, Trainer Tomasz Wasilkowski, Blake Leeson, Theo Timmermann, Mario Schmidgall, Max Chamberlain Fotos: M.GOLZ (6)

Energie und Leidenschaft

Ahlers erklärt auch, warum Wasilkowski den Zuschlag von weit über 100 Bewerbern erhielt: „In den vielen Gesprächen mit Tomasz konnte ich seine Energie und seine Leidenschaft für den Volleyballsport spüren. Ich sehe viel Potenzial in ihm und damit auch für unser Team. Die Entscheidung, Tomasz Wasilkowski als neuen Headcoach für die Netzhoppers zu verpflichten, fühlt sich gut an. Seine Einstellung zur Zusammenarbeit und zu Teamspirit deckt sich mit unseren Werten.“

Für den ehemaligen Universitätsdozenten ist die deutsche Bundesliga kein unbeschriebenes Blatt. In der Saison 2018/19 feierte er als Co-Trainer mit den BR Volleys den deutschen Meistertitel und trug hierbei allein die volle Verantwortung für die gesamte Vorbereitungszeit. „Berlin ist einer der besten Clubs in Europa, mit einer tollen Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle. Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit meinem damaligen Cheftrainer Cedric Enard“, sagt Wasilkowski, der nach seiner Zeit in Deutschland zunächst als Cheftrainer beim polnischen Club KS Norwid Czestochowa tätig war. In der vergangenen Saison war der 37-Jährige Assistenzcoach beim französischen Verein Arago de Sète. „Ich bin wirklich froh, in der kommenden Serie bei den Netzhoppers arbeiten zu können. Als ich vor ein paar Jahren mit den BR Volleys in der Landkost-Arena zu Gast war, hat mich die Unterstützung von den Rängen total überrascht. Schon damals konnte ich mir gut vorstellen, einmal bei den Netzhoppers in der Verantwortung zu stehen. Jetzt bin ich hier und werde alles dafür tun, die erfolgreiche Arbeit von Christophe fortzusetzen“, so der 37-jährige Pole.

Neben dem neuen Trainer konnte das Netzhoppers-Management mit José Jardim, Blake Leeson, Mario Schmidgall, Max Chamberlain, Brandon Rattrey, Max Schulz und Stefan Kaibald sieben neue Akteure unter Vertrag nehmen.

Vom frischgebackenen österreichischen Meister UVC Holding wechselte der portugiesische Zuspieler Jardim zum letztjährigen Bundesligasechsten. Jardim wurde am 1. Februar 1996 in Lissabon geboren. Seine ersten Volleyballerfahrungen sammelte er mit zwölf Jahren beim heimischen SL Benfica. Mit 19 wechselte der 1,85 Meter große Zuspieler zum SC Caldas. Seit der Saison 2018/2019 trug er das Trikot vom UVC Holding Österreich. Als zweiter Zuspieler wurde Mario Schmidgall vom Pokalsieger United Volleys verpflichtet.

Der 23-Jährige, der sein neues Team als Kapitän aufs Feld führen wird, wurde am 2. Mai 1998 in Schwäbisch Hall geboren und machte seine ersten Spiele in Sachen Volleyball bei seinem Heimatverein SSV Geißelhardt. Mit 15 Jahren wechselte er zum Nachwuchsteam des VfB Friedrichshafen – den Volley YoungStars. 2017 gab er sein Debüt in der 1. Bundesliga bei den Volleyball Bisons Bühl. Ab der Serie 2019/2020 stand der 2,06 Meter große Zuspieler bei den Mainstädtern unter Vertrag.

Für den Mittelblock wurden Blake Leeson und Max Chamberlain verpflichtet. Von 2019 bis 2020 stand der 2,03 Meter große Amerikaner Leeson bei Club Raison Loimu Turku in Finnland unter Vertrag. Nach dieser Saison in Nordeuropa schloss er sich für eine Spielzeit dem Volleyball Club Lausanne UC aus der Schweiz an.

„Blake ist ein großer Mittelblocker, der zudem sehr gute Offensivelemente hat und noch jede Menge Entwicklungspotenzial mitbringt“, freut sich Teamkollege Dirk Westphal auf den US-Boy in der kommenden Saison im Team. Oliver Schwandt
  

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