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19:46 30.06.2021
Auf der Dahme bei Niederlehme – von hier aus kann man nach Neue Mühle, Zernsdorf und Senzig gelangen. Fotos: Nadine Pensold (3)

Königs Wusterhausen. Bei Ausflügen auf dem Wasser sind Abenteuer und Erholung nah beieinander. Das Wasser schlägt leichte Wellen, rhythmisch taucht das Paddel immer wieder unter die Wasseroberfläche, ans Ohr dringen Vogelgezwitscher und Insektensummen, der Blick fällt auf glitzernde Seen, auf grüne Bäume oder interessante Gebäude, die am Ufer emporwachsen.

In Sachen Wassertourismus ist das Dahmeland eine der ersten Adressen in Brandenburg. 80 Kilometer Landes- und Bundeswasserstraßen können hier befahren werden. Allein Königs Wusterhausen kommt im Stadtgebiet auf rund 25 Kilometer schiffbare Gewässer – die zahlreiche Seen und Teiche, die Paddler, Tretbootfahrer, Stand-Up-Paddler und teils auch Motorbootfahrer und Segler entdecken können, sind da noch gar nicht mit einberechnet.

„Wasser ist das Hauptelement womit wir punkten können, Bootfahren und Baden ist die Attraktivität schlechthin“, sag Dana Klaus vom Tourismusverband Dahme-Seenland. Selbst Rad- und Wanderrouten führen dank des Gewässerreichtums fast immer am Wasser entlang.

Und wer auf dem Nottekanal, der Dahme oder den Seen von Königs Wusterhausen die Stadt und seine Ortsteile einmal aus einer ganz neuen Perspektive erkunden will, der hat zahlreiche Möglichkeiten. Direkt von der Innenstadt aus kann man in kurzer Zeit mit dem Tret- oder Paddelboot zum Hafen gelangen und sich die imposanten Kräne und Gebäude aus der Nähe ansehen. Vom Nottekanal geht es dann auf die Dahme flussaufwärts Richtung Schleuse Neue Mühle über den Krimnicksee und den Krüpelsee nach Zernsdorf oder Senzig. Kurz nach dem Hafen kann man sich aber auch flussabwärts halten und so nach Berlin, vorbei an Wildau, Zeuthen und Eichwalde, gelangen.

Direkt von der Schlossstraße aus kann man aber auch ins Grüne Richtung Westen paddeln und über den Nottekanal die Stadt Mittenwalde oder den Motzener See erreichen.

„Eine beliebte Strecke ist auch die ,Kleine Umfahrung’“, sagt Dana Klaus. Die 14 Kilometer lange Rundtour kann man zum Beispiel in Wernsdorf beginnen. Von dort geht es über den Krossinsee, den Großen Zug den Zeuthener See und den Seddinsee zum Oder-Spreekanal zurück zum Wernsdorfer See.

Auch lange Wasserwanderungen sind problemlos von Königs Wusterhausen aus möglich – schließlich liegt die Rundfunkstadt direkt an der Bundeswasserstraße die an den etwa 55 Kilometer entfernten Scharmützelsee führt. Auch Mellensee (ca. 22 Kilometer) Teupitz (ca. 35 Kilometer), Fürstenwalde (ca. 38 Kilometer) können direkt angepaddelt werden. Ein eigenes Boot ist gar nicht notwendig, bei mehreren Anbietern können Paddel-, Ruder- und Tretboote ausgeliehen werden. Nadine Pensold

Tourenanbieter und Bootsverleihe

Bootsverleih Wernsdorf, Jovestraße 4, Tel. 0160/92 58 26 12

Königsboot, Schlossstraße 5-6, Verleih von Tretboote, Kajaks und Kanadier, www.koenigsboot.de

Outdoor Vagabunden, Kurse und Touren mit Kajaks und Kanadiern, Schlossstraße 7, www.outdoorvagabunden.de

Strandbad Neue Mühle, Verleih von Ruderbooten, Küchenmeisterallee 33, Tel. 03375/29 01 99

Bunbo Hausboot-Charter, Undinestraße 1 in Zernsdorf, www.bunbo.de

Rundfahrten „MS Fritze“, Touren mit Wasserkremser, Werftstraße 58 in Senzig, Tel. 03375/90 14 54, 0160/2 78 12 57

Kolula, Automatische Ausleihstation für Stand-Up-Paddling, Niederlehmer Chaussee 15 in Wernsdorf, www.kolula.de

Freizeit-Tipps: Diesel, Dinos und Detektive

Königs Wusterhausen. Der Juli steckt in den Startlöchern, die Ferien haben bereits begonnen und hier gibt es Tipps für die kommenden Sommerwochen:

Die Dinos sind los: Auf dem Festplatz am Nottekanal ziehen die Dinosaurier ein: Dort findet vom 3. bis 11. Juli eine Ausstellung mit lebensgroßen und vollbeweglichen Dinosaurier-Modellen statt. Neben vielen Informationen für große und kleine Fans von T-Rex, Brontosauriern und Co. gibt es zahlreiche Hüpfburgen, die erobert werden wollen. Die Ausstellung ist Mittwoch bis Freitag von 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter Tel. 0177/6061990 oder auf Facebook unter dem Stichwort Dinosaurierland.

Musik in der Kreuzkirche: Zwei musikalische Abendandachten zum „Vaterunser“ finden in der Kreuzkirche Königs Wusterhausen statt. Am Freitag, 9. Juli, spielt Karola Elßner (Saxofon/Duduk) gemeinsam mit Ulrike Paetz (Viola), Alexander Koderisch (Violoncello) und Christiane Scheetz (Orgel) zu „Dein Wille geschehe“. Am Freitag, 23. Juli, wird das Spiel von Viola, Violoncello und Orgel durch Noelia Meliàn Cruz und ihre Barockoboe ergänzt – die Stücke stehen im Zeichen von „Unser tägliches Brot“. Die Konzerte beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Besucher müssen einen Mund-Nasenschutz tragen, Kontaktdaten müssen hinterlassen werden. Spenden werden erbeten.

Kino übers Kino: Am Mittwoch, 7. Juli, kann man mit den KW-Detektiven der Geschichte des Capitol-Kinos auf den Grund gehen. Um 18 Uhr wird in der Stadtbibliothek der Film „Das Kino Capitol in Königs Wusterhausen“ von Claus Judeich gezeigt. Danach folgt der Vortrag „Die Kinos von Königs Wusterhausen“. Im Anschluss können die Gäste eigene Kino-Erlebnisse aus Königs Wusterhausen erzählen. Der Eintritt ist frei, Reservierung unter Tel. 03375/25600 oder info@bibliothek.stadt-kw.de. Beim Verlassen der Sitzplätze muss eine Maske getragen werden.

Museumsentdecker: Zwei Wahrzeichen der Stadt können im Juli endlich wieder entdeckt werden. Das Schlossmuseum öffnet am 1. Juli seine Ausstellung nach langer Corona-Pause und präsentiert einige neue Exponate. Und auch das Sender und Funktechnikmuseum auf dem Funkerberg kann man nach Voranmeldung besuchen. Am Sonntag, 25.Juli, kann man wieder den 1000 PS Dieselmotor in Aktion erleben – die Vorführungen finden um 13 und 15 Uhr statt. Infos unter museum.funkerberg.de