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Home Sonderthemen Jüterbog & Luckenwalde Nachgerüstet weiter in Betrieb
16:58 03.03.2020

AlfaCell
Architekturbüro Carmen Fassauer

Von Ulrich Nettelstroth

Mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft betriebene Öfen sind prinzipiell klimafreundlich, weil sie nur so viel Kohlendioxid freisetzen, wie auch wieder in neu wachsenden Bäumen gebunden wird. Für die Umgebungsluft können Öfen dennoch eine Belastung sein, weil sie Schadstoffe und Feinstaub freisetzen.

Moderne Geräte verfügen über gute Filter, aber bei solchen mit älteren Baujahren sieht das oft anders aus. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung schreibt einen schrittweisen Austausch von Altgeräten vor. Öfen, die vor dem 1. Januar 1994 in Betrieb genommen wurden, müssen bis Ende dieses Jahres modernisiert, ausgetauscht oder stillgelegt werden. Zum Stichtag, dem 31. Dezember 2020, sind sie älter als 27 Jahre. Das betrifft auch Kachelöfen. Für den Austausch braucht der Fachmann des Vertrauens nur wenige Stunden. Da die alten Heizeinsätze vielfach mit Standardmaßen hergestellt wurden, bieten neue Modelle und Frontblenden von Herstellern wie Spatherm für fast jeden Kachelofen das passende Herz. Sichtscheiben aus Glaskeramik gewähren Einsicht ins Innere und lassen das Flammenspiel zur Geltung kommen. Wer Kontraste wünscht, wählt den Feuerraum mit dunkler Schamotte.

Hergestellt aus hitzebeständigem Stahl weisen heutige Brennzellen eine hohe Langlebigkeit auf. Mit der Energieeffizienzklasse A+ zeigen sie, was in ihnen steckt. Innovative und moderne Technik, die höchste Ansprüche erfüllt. Die ausgeklügelte Luftführung im Feuerraum sorgt sowohl für einen umweltschonenden Abbrand als auch ein wirtschaftliches Heizen. Da die gleiche Leistung mit weniger Brennstoff erzielt wird, senkt das auch die Energiekosten. Und in der wasserführenden Variante wird sogar gleichzeitig heißes Wasser für Bad und Küche erzeugt.


Strom und Wärme

Ein Blockheizkraftwerk funktioniert auch im kleinen Maßstab

Wohlig warm: Ein Blockheizkraftwerk spart rund ein Drittel an Energie.
Wohlig warm: Ein Blockheizkraftwerk spart rund ein Drittel an Energie.
FOTO: BHW BAUSPARKASSE

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland gerade einmal 3025 Blockheizkraftwerke (BHKW) mit jeweils bis zu 50 Kilowatt Leistung installiert. Und das trotz Pluspunkten: Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme, sind energieeffizient und werden finanziell gefördert.

Ein BHKW spart gegenüber der konventionellen, voneinander getrennten Strom- und Wärmeerzeugung rund ein Drittel an Energie. Das Prinzip nennt sich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Es nutzt die Abwärme der Stromerzeugung direkt für die Heizung. Das Verfahren schont die Umwelt und wird von Bund und Ländern sowie von Energieversorgern bezuschusst. Bis zu 4375 Euro schüttet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für die Installation einer Anlage von 20 Kilowatt Leistung aus. Zudem erhalten die Betreiber die Energiesteuer zurück und bekommen einen Zuschlag auf selbst produzierten Strom.

Kaum bekannt ist, dass die Technik auch für Einfamilienhäuser nutzbar ist. Bei Anlagen bis zehn Kilowatt spricht man von Mikro-BHKW. Die Anschaffung kostet ungefähr 25 000 Euro. Ob sich diese Lösung rentiert, kann ein Energieberater berechnen. „Als Faustformel gilt: Je höher der eigene Energieverbrauch, desto eher lohnt sich ein Blockheizkraftwerk“, sagt Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. „Gerade Gebäude mit einem hohen Heizbedarf profitieren von dieser umweltfreundlichen Technologie.“

Wer eine Anlage für ein Mehrfamilienhaus plant, sollte beachten, dass BHKW über zehn Kilowatt Leistung nicht mehr von der EEG-Umlage ausgenommen sind. Das heißt, dass man auf den selbst verbrauchten Strom eine Abgabe zahlt, aktuell 2,6 Cent pro Kilowattstunde. net

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