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13:05 29.04.2020
Jetzt öffnen die Einkaufszentren und Geschäfte nach und nach wieder. In den vergangenen Wochen haben sich Händler einiges einfallen lassen, um ihre Kunden zu erreichen. FOTO: ADOBE STOCK/ROMAN MILERT

Wir sind überwältigt von Ihrer Unterstützung und möchten Ihnen gerne ’DANKE’ sagen!“ Diese an ihre treuen Kunden gerichtete Botschaft ist auf der Internetseite der Buchhandlung Internationales Buch zu lesen, die ebenso wie der Literaturladen Wist und viele andere Geschäfte in Potsdam seit dem 22. April wieder geöffnet hat.

Die Solidarität ist groß, damit der Laden um die Ecke durch die Corona-Krise kommt. Die Menschen haben also ihre Lieblingsläden während der verordneten Schließzeit nicht vergessen – und umgekehrt.

Die Geschäftsinhaber haben sich einiges einfallen lassen, um den Kontakt zu ihren Kunden zu halten: Blumenläden, die farbenfrohe Frühlingsgrüße bis an die Haustür liefern oder aber zur Abholung vorbereiten. Fitnesscoachs, die das Training zu Hause durch Anleitungen per Video unterstützen. Modeboutiquen, die zum Shoppen auf der eigenen Website einladen. Buchhändler, die ihre Kunden telefonisch beraten und dann beliefern. Cafés und Restaurants, die leckere Gerichte für den Verkauf außer Haus anbieten oder sogar liefern.

Der Warenkorb wird direkt an die Haustür geliefert, Gutscheine und Kulturerlebnisse gibt es im Netz. FOTO: ADOBE STOCK/VCHALUP
Der Warenkorb wird direkt an die Haustür geliefert, Gutscheine und Kulturerlebnisse gibt es im Netz. FOTO: ADOBE STOCK/VCHALUP

Kades zum Beispiel, das Ausflugslokal auf dem Pfingstberg, kocht von Freitag bis Sonntag, die Speisen sind zur verabredeten Zeit abzuholen. Der Spargelhof Klaistow gar hat einen „Spargel Drive-In“ in Klaistow eingerichtet: Man fährt mit dem Auto vor, gibt die Bestellung auf und erhält die Speisen direkt am Auto – und zwar täglich. Genaue Informationen darüber, was die Restaurants und Geschäfte während der Krise bieten sowie ob und wie sie geöffnet haben, erhält man auf den jeweiligen Internetseiten.

Geöffnet hat wieder das Stern-Center, Potsdams größtes Einkaufszentrum mit über 120 Shops und Lokalen. Wer zunächst online stöbern mag, besucht die „Digital Mall“ auf der Internetseite des Centers und lässt sich die Artikel zur Abholung hinterlegen.

Wer einkaufen geht, muss jedoch seit dieser Woche eine Maske tragen – nicht nur in Geschäften, auch in Bussen und Bahnen im gesamten Land Brandenburg. Es ist jedoch nicht Pflicht, eine industriell gefertigte, medizinische Schutzmaske zu nutzen, eine genähte oder ein Schal genügen. Da der Bedarf an Mund-Nase-Bedeckungen aufgrund dieser Verordnung sehr hoch ist, konzentrieren sich Nähstuben und Änderungsschneidereien im Moment auf die Produktion solcher Masken.

Die Kunst- und Kultureinrichtungen stehen den Geschäftsleuten mit ansprechenden Angeboten in nichts nach. Museen wie das Barberini und das Potsdam Museum führen digital durch Ausstellungen und lassen Experten Werke erklären. Das Hans Otto Theater lockt gleich mit mehreren guten Formaten ins Internet. Unter „Backstage Hans Otto“ gibt es Lesungen für Groß und Klein. Schauspieler senden „Grüße aus dem Home Office“. Im „Kleinen philosophischen Küchentheater“ servieren Arne Lenk und René Schwittay in kurzen Clips nahrhafte Kost. Und am kommenden Sonnabend kann man sogar die Online-Premiere von „Die Mitwisser“ erleben. so/cb/mk
  

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