Menü
Anmelden
Wetter wolkig
21°/9°wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg

Home Sonderthemen Neuruppin Mit kreativen Ideen der Pandemie trotzen
Jetzt kostenlos TestenZur Anmeldung
14:53 27.04.2020
Die Einkaufszentren wie das „Reiz“ werden sich allmählich wieder füllen. 
FOTO: CELINA ANIOLFOTO: CELINA ANIOL

Etwas Druck ist aus dem Kessel – dank der Lockerungen in der Corona-Krise. Die ersten Geschäfte haben wieder geöffnet. Ein Großteil der Läden in Ostprignitz-Ruppin fallen unter die 800-Quadratmeter-Regel, sodass sie ihre Türen öffnen können und dies auch schon getan haben.  

In den vergangenen Wochen hat sich das Geschäftsgebaren durch das Kontaktverbot mit den einhergehenden Geschäftsschließungen erheblich geändert. Die Ideen für kreative Dienstleistungen während der Corona-Pandemie wurden (und werden) immer umfangreicher: Blumenläden, die farbenfrohe Frühlingsgrüße bis an die Haustür liefern oder aber zur Abholung vorbereiten. Cafés und Restaurants, die leckere Gerichte für den Verkauf außer Haus anbieten oder liefern. Fitnesscoachs, die das Training zu Hause – beispielsweise durch Anleitungen per Video – unterstützen. Modeboutiquen, die zum Shoppen auf der Website einladen. Buchhändler, die ihre Kunden telefonisch beraten und dann mit dem Fahrrad beliefern, weil ihr Geschäft vorübergehend geschlossen wurde.

Auch wenn inzwischen Lockerungen für Ladenöffnungen umgesetzt sind, gibt es eine große Hilfsbereitschaft, damit der Lieblingsladen um die Ecke unbeschadet durch die Krise kommt und nicht schließen muss. So boten und bieten Dienstleister wie Friseure, Kosmetiksalons oder Massagepraxen Gutscheine an, die dann eingelöst werden können, wenn sich die Ladentüren wieder öffnen – oder man selbst bereit ist, sich wieder in vertraute Hände zu begeben.


Die Kunst- und Kultureinrichtungen stehen den Geschäftsleuten in nichts nach und warten ebenfalls mit jeder Menge Einfällen auf, um in Zeiten von Corona ihr Publikum und ihre Gäste zu unterhalten, zu begeistern und zu überraschen. Da gibt es Museen, die ihre Besucher digital durch Ausstellungen führen und zudem extra Clips drehen, in denen Künstler und Kunstexperten Werke erklären. Kleine Galerien trotzen der gähnenden Leere, indem sie über soziale Medien ihre Unterstützer auf dem Laufenden halten.

Von der zuletzt angewandten Praxis möchte die Mode-Boutique „Lieblings Eck“ aus Kyritz – trotz der Öffnung des Geschäftes am 22. April – nicht gänzlich loslassen: „Wir haben die Genehmigung erhalten, dass wir die Boutique wieder öffnen dürfen. Dennoch möchten wir Euch die Möglichkeit geben, auch weiterhin online zu bestellen. Ortsansässige dürfen natürlich gerne zu uns kommen. Für die Einhaltung der Schutzrichtlinien ist gesorgt“, heißt es auf der Homepage von Betreiberin Katja Lucka. Freude bei „L.Marie“, dem Dessousgeschäft aus Neuruppin: „Wir haben geöffnet! Wir freuen uns sehr, Sie wieder bei L.Marie begrüßen zu dürfen.“ So werden Kunden auf der eigenen Internetseite willkommen geheißen.

Jeder profitiert von den kreativen Dienstleistungen und Ideen – auch all jene, die von zu Hause arbeiten, in systemrelevanten Berufen die Stellung halten, Kranke und Kinder betreuen, die Supermarktkasse bedienen. Einfach einmal ausprobieren und so den lokalen Geschäftsleuten, Dienstleistern und Künstlern nachhaltig helfen: So kommen alle hoffentlich möglichst unbeschadet durch die Krise. so/cb/sb
    

1
/
2
Anzeige
Datenschutz