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09:29 19.12.2021
Kinderkrankengeld steht nicht nur im Krankheitsfall zur Verfügung. Foto: A. Warnecke/dpa

Eltern in Brandenburg haben allein bis Herbst 2021 deutlich häufiger Kinderkrankengeld in Anspruch genommen als im gesamten Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Barmer hervor. So bewilligte die Krankenkasse in Brandenburg bis September dieses Jahres fast 94 000 Kinderkrankengeldtage im Wert von insgesamt fast sechs Millionen Euro. Im gesamten Vorjahr waren es 83 000 Kinderkrankengeldtage.

Bundesweit wurden demnach im Jahr 2021 Versicherten der Krankenkasse bis September bereits fast 892 000 Kinderkrankengeldtage in einem Wert von 56,7 Millionen Euro bewilligt. Das umfasst sowohl die Pandemie-bedingte Betreuung als auch die Tage, an denen ein Kind krank ist. Im gesamten Vorjahr waren es nur 566 000 Tage.

Die Barmer führt den Anstieg auf die Einführung des Pandemie-bedingten Kinderkrankengeldes zurück. „Der Gesetzgeber hat Eltern die Möglichkeit eingeräumt, Kindergeld auch dann zu beantragen, wenn das Kind aufgrund Pandemie-bedingter Schul- und Kitaschließungen zu Hause bleiben muss. Das Kinderkrankengeld hat sich so als wichtige Unterstützung für die Eltern erwiesen“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg.

Beim Kinderkrankengeld zeigt sich nach Analyse der Barmer zugleich ein Ungleichgewicht in den Familien: Rund 71 Prozent der Kinderkrankengeldtage entfielen bisher in diesem Jahr auf Frauen. Hauptgrund für einen Antrag ist mit 78 Prozent der Kinderkrankengeldanträge nach wie vor die Erkrankung des Kindes und nicht die Pandemiebedingte Betreuung. gd

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