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Home Sonderthemen Potsdam Luft für den Sommer
22:06 27.05.2020
Nicht nur im Sommer wichtig: der Reifendruck. Fotos: Klose/dpa, dpa

Für Automobile und deren Fahrer bergen Frühjahr und Sommer eigene Herausforderungen. Steigende Temperaturen im Auto beeinträchtigen nicht nur Kreislauf und Herz, sondern führen auch dazu, dass die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nachlässt. Zudem erfordert auch das Fahrzeug einige Maßnahmen. Das beginnt schon beim Tanken.

Da Sprit in Tankstellen unterirdisch bei etwa zehn Grad gelagert wird, dehnt er sich bei hohen Temperaturen aus. Daher warnt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz davor, im Sommer den Wagen randvoll zu tanken, da ein Entweichen von Benzin und Diesel Lack sowie Unterbodenschutz schädigen könnte und eine Brandgefahr darstellt.

Da die Reifen die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn darstellen, gilt es hier bei längeren Touren im Sommer etwa in den Urlaub genauer hinzuschauen. Aufgezogen sein sollten inzwischen natürlich die passenden Pneus. Von (frühestens) Ostern bis Oktober, so die Empfehlung, sollten Autos mit Sommerreifen bestückt sein. Reifendruck-Kontrollsysteme müssen nach dem Wechsel neu eingestellt werden.

Reifen zählten zu den häufigsten Pannenursachen im Sommer, heißt es seitens des Automobilclubs Mobil in Deutschland. Ursache ist das Zusammenspiel höherer Asphalttemperaturen und der größeren Auflagefläche der Pneus bei zu geringem Luftdruck. Hier sollte man sich am von Fahrzeug- und Reifenherstellern gemeinsam vorgegebenen Druck orientieren, rät die Prüfgesellschaft Dekra.

Achtsamkeit erfordert auch die Scheibenwaschanlage. In den Behälter gehört nach dem Start des Frühjahrs eine spezielle Sommerflüssigkeit, die aber laut Dekra problemlos nachgefüllt werden kann, auch wenn im Behälter noch ein Rest vom Winter ist.

Auch für den Fahrer bringt der Sommer eigene Anforderungen mit sich. Höhere Temperaturen im Auto führen dazu, dass die Konzentration nachlässt. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen: Mitreisende Kinder werden unruhig, Mitfahrer lassen sich anstecken und auch den Fahrern geht es nicht besser. Gereiztheit und Fehleinschätzungen können folgen. Statistiken zeigen, das mit zunehmenden Temperaturen auch die Unfallzahlen steigen – innerhalb geschlossener Ortschaften bis zu einem Drittel bei Außentemperaturen über 35 Grad.

Auch beim Parken ist Vorsicht geboten. Denn in einem geschlossenen Pkw werden bei starker Sonneneinstrahlung in kürzester Zeit 70 Grad und mehr erreicht. Von Autoportalen publizierte Faustregeln sagen: Pro Minute steigt die Temperatur im Fahrzeug um ein Grad. Daher sollten bei Hitze auch bei mehr oder minder kurzen Einkaufsgängen nie Kinder oder Tiere im Auto gelassen werden. Von Gerald Dietz


Lenkung braucht Ölwechsel

Dass das Motoröl in bestimmten Intervallen gewechselt werden sollte, ist den meisten Autofahrern bewusst. Doch auch die Lenkhilfe funktioniert hydraulisch – und das Öl in diesem System muss ebenso hin und wieder ausgetauscht werden, obgleich es längst nicht so rasch altert wie Motoröl, berichtet eine Auto-Fachzeitschrift. Alle 100 000 Kilometer oder alle zehn Jahre sollte man den Schmierstoff für die Servolenkung wechseln.

Reibung sowie Motorwärme führen demnach im Laufe der Zeit zur Oxidation. Schlammbildung kann die Folge sein. Eindringender Schmutz ist ein weiteres Problem, vor allem bei filterlosen Systemen, da sich die Kleinstpartikel an der Pumpe absetzen und reiben. Das führt unter Umständen zu Lagerschäden, was sich nicht nur durch Schleifgeräusche äußert. Die hydraulische Lenkhilfe kann in der Folge auch aussetzen.
  

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