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Home Sonderthemen Fläming Fläming: Licht für Leckeres
23:20 08.12.2020
Mit gemütlichem Küchenlicht schmeckt es besser. Fotos: Licht.de/signify/fotolia

Die Küche ist meist der Lebensmittelpunkt der Wohnung. Hier wird gekocht, gegessen und gelegentlich auch gefeiert. Bei Partys gilt die Küche als Geheimtipp für interessante Gespräche in lockerer Atmosphäre. Angenehmes Ambiente ist auch eine Frage des richtigen Lichts: gemütlich gedimmt beim gemeinsamen Essen, hell beim Arbeiten. Die Beleuchtung muss alle funktionalen Anforderungen erfüllen, damit es beim Hantieren mit scharfen Messern und heißen Töpfen nicht zum Unfall kommt, erklärt die Brancheninitiative Licht.de.

Für Orientierung und eine gute Grundbeleuchtung der Laufwege ist in der Regel das Deckenlicht verantwortlich. Es sollte in der Küche eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux haben. Doch Vorsicht: Die wandnahen Arbeitsflächen brauchen auf jeden Fall zusätzliche Ausleuchtung, wenn sich der Küchenchef oder die Küchenchefin nicht selbst im Licht stehen wollen. Dafür eignen sich Wandlampen oder mit LED-Streifen unterleuchtete Hängeschränke.

Alternativen zum zentralen Deckenlicht sind mehrere Leuchten, Einbaustrahler oder Spots an einem Seil- oder Schienensystem. Beste Zutaten für ein gelungenes Lichtkonzept sind also unterschiedliche Leuchtengruppen für die verschiedenen Zwecke: Allgemeinbeleuchtung, Tisch, Arbeitsflächen, Schränke und Regale. Keinesfalls zum Rezept gehören falsch ausgerichtete Lichtquellen oder Reflexe, die blenden. Eine Lichtquelle mit geringer Farbwiedergabe lässt auch die schönste Tomate unappetitlich aussehen. Damit Lebensmittel natürlich erscheinen und Garzustände korrekt beurteilt werden können, kommen Leuchtmittel mit guter Farbwiedergabe zum Einsatz, die in Ra angegeben wird. Hier sollten es mindestens 80, besser 90 oder mehr Ra sein.

Jetzt kommt das Essen auf den Tisch. Pendelleuchten setzen den Essplatz in Wohnküchen und Esszimmern in Szene. Es gibt sie in vielen Designs und Formen für jeden Geschmack. Ihre Wirkung über die gesamte Fläche entfaltet die Beleuchtung, wenn die Lichtquellen in Größe und Form dem Tisch entsprechen. Mehrere Leuchten mit kleinen Schirmen wirken auflockernd. Sie können in einer Reihe oder kreisförmig über dem Esstisch angeordnet werden. Der optimale Abstand für einen unverstellten Blick zur gegenübersitzenden Person ist 60 Zentimeter zwischen Tischplatte und Leuchte. Wird der Küchentisch zum Homeoffice, sollten Pendelleuchten allerdings tiefer hängen. Ideal sind höhenverstellbare und dimmbare Lichter.

Moderne LED-Leuchten spielen gerade in der Küche ihre Stärken aus. Mit nassen oder klebrigen Händen den Schalter bedienen, muss nicht mehr sein. Heute kann das Licht bereits auf Gesten und Sprache reagieren. Mit einem Fingertipp wechselt die Pendelleuchte über dem Esstisch beispielsweise von kühler Helligkeit zu gedimmtem Warmweiß für einen entspannten Ausklang des Tages. Das passende Ambiente für jede Gelegenheit schaffen smarte Lichtquellen mit hinterlegten Lichtszenen: ob für ein Candle-Light-Dinner, eine Party oder Licht zum Arbeiten. Von Ulrich Nettelstroth


Heizen mit passender Technik

Viele Menschen verbringen aufgrund der Corona-Krise in diesem Herbst und Winter noch mehr Zeit zu Hause als in früheren Jahren. Umso wichtiger ist im Eigenheim die möglichst günstige Wärme aus der eigenen Heizungsanlage. Die ab Januar 2021 auf Gas und Heizöl fällige CO2-Abgabe ist zudem ein guter Anlass, langfristig klimafreundlichere Alternativen zu prüfen.

Der Ratgeber „Heizung“ der Verbraucherzentrale stellt unterschiedliche Techniken mit ihren Stärken und Knackpunkten vor und hilft bei der Entscheidung für ein zukunftsfestes, passendes System. Mit einem Blockheizkraftwerk im Keller zum Beispiel können Eigenheimbesitzer Wärme und Strom zugleich produzieren. Oder sie nutzen die Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser – mit einer Wärmepumpe. Auch der Anschluss an ein Fernwärmenetz kann sinnvoll sein oder eine Zentralheizung mit Holzpelletkessel. Immer gut zur umweltfreundlichen Unterstützung aller Systeme ist zudem die Energie der Sonne.

Was aber im Einzelfall am besten ist, hängt vor allem vom jeweiligen Haus und seinen Bewohnern ab. Das gilt für den Neubau ebenso wie für die Sanierung. Mithilfe von Checklisten können Leserinnen und Leser Schritt für Schritt individuelle Möglichkeiten prüfen und die Umsetzung planen.

Info Der Ratgeber „Heizung. Wärme und Warmwasser für mein Haus“ hat 224 Seiten und kostet 19,53 Euro. Erhältlich ist er im Buchhandel oder unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de.
   

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