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Home Sonderthemen Neuruppin Licht als Falterfalle
10:24 02.06.2020
Sparsame und gezielte Beleuchtung stört die Insekten kaum.
FOTOS: DJD/PAULMANN LICHT, FOTOLIA

Das Insektensterben beunruhigt viele Menschen in Brandenburg. Studien zufolge nehmen die Populationen fast aller Insektenarten ab. Als Hauptursache wird die Intensivierung der Landwirtschaft vermutet, mit wachsenden Feldgrößen und starkem Einsatz von Insektiziden.

Ein weiterer Faktor, der vor allem nachtaktiven Insekten zu schaffen macht, sind künstliche Lichtquellen. Die Tiere orientieren sich normalerweise am Licht von Mond und Sternen. Die massive künstliche Aufhellung ihres Lebensraums stört ihre Orientierung. Viele werden von oft heißen Lampen angelockt und verenden dort. Der Naturschutzbund (Nabu) schätzt, dass jährlich mindestens einige hundert Milliarden Insekten an Straßenlaternen verenden.

Immobilienbesitzer sollten daher Haus und Garten möglichst sparsam und gezielt beleuchten. Für Wege und Eingangsbereiche eignen sich automatische Beleuchtungssysteme, die mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sind. Die Lichtkegel von Lampen sollten immer nach unten gerichtet sein, wo die Beleuchtung gebraucht wird, um Stürze in der Dunkelheit zu verhindern. Eine Beleuchtung von Terrasse und Rasenflächen sollte nur ausnahmsweise bei Gartenfesten stattfinden und auf das Anstrahlen von Hauswänden, Objekten oder einzelnen Pflanzen wird möglichst ganz verzichtet. Nach oben hin sollten die eingesetzten Lampen möglichst abgeschirmt sein.  Von Ulrich Nettelstroth

Bis 7. Juni sowie vom 31. Juli bis 9. August läuft die Mitmachaktion Nabu-Insektensommer.

Die Regeln: Beobachter wählen einen Platz im Garten, Wald oder am Feld und zählen eine Stunde lang alles, was sechs Beine hat.

Info www.insektensommer.de

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