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12:57 10.09.2021
Die Polizei ist ein fester Partner der Zehdenicker Lehrstellenbörse. Motto: Polizei „zum Anfassen". FOTOS: Enrico Kugler (4), dpa (1)

Freie Ausbildungsplätze in mehr als 60 Berufen werden zur 18. Lehrstellenbörse am Donnerstag, dem 16. September, in Zehdenick präsentiert. Darüber hinaus bieten öffentliche Unternehmen und Bildungsstätten verschiedene Studiengänge an. 150 Schülerinnen und Schüler aus den weiterführenden Schulen in Oberhavel-Nord haben sich für Bewerbungs- und Informationsgespräche bei den 54 Ausstellern angemeldet. Sie können außerdem das Angebot der Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK) nutzen und kostenlos Bewerbungsfotos anfertigen lassen. Das sind die nackten Zahlen, die der Veranstalter der Lehrstellenbörse – Regio-Nord – über die 18. Auflage der Messe mitgeteilt hat.

„Im Mai haben wir noch überlegt, ob und wie wir die Börse in diesem Jahr veranstalten“, sagt Martina Burghardt von der Regio-Nord, die das Projekt organisiert. Sie selbst votierte dafür, nach der Onlinevariante im vergangenen Jahr in jedem Fall eine Präsenzveranstaltung auf die Beine zu stellen. „Die Kinder und Jugendlichen hatten in der Corona-Zeit größtenteils nichts von dem, was mit Berufsorientierung zu tun hat, nicht einmal Praktika. Dabei zeigt die Erfahrung, dass sich bei Praxistagen und Praktika recht schnell herausstellt, ob ein bestimmter Beruf den Vorstellungen entspricht. Mit dem Angebot wollen wir wieder ein Stück Alltag zurückholen und den Jugendlichen die Chance geben, sich zu informieren. Es ist die erste Gelegenheit, den verschiedensten Ausbildern wieder persönlich zu begegnen.“

Die Liste der Aussteller ist lang. Dabei sind Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, wie zum Beispiel die Stadtverwaltungen Zehdenick und auch Oranienburg, das Amt Gransee und Gemeinden, der Landkreis Oberhavel, die Bundespolizeiakademie oder die OVG Oberhavel Verkehrsgesellschaft. Mit Sicherheitstechnik und Metallbau Jan Nagel aus Fürstenberg/Havel und der Cemex Deutschland AG (Kies und Split) aus Buberow-Kraatz sind auch Newcomer auf der Messe dabei. Die Vertreter der Einrichtungen und Unternehmen haben eine Vielzahl von Ausbildungsberufen in petto. Über Landwirte, Verwaltungsfachangestellte, Pflegefachkräfte, Notfallsanitäter, Hotel- und Restaurantfachkräfte, Hebammen, Aufbereitungsmechaniker und viele andere Berufe mehr werden fachkundige Ansprechpartner in der OSZ-Halle bereitstehen und Fragen beantworten. Auch Studiengänge (Psychologie, Arbeitsmarktmanagement, Polizeikommissar) können erfragt werden.

Die Erfolgsgeschichte der Lehrstellenbörse begann 2004. Lehrer, Eltern und Schüler mussten wegen des damaligen Ausbildungsplatzmangels aus einem ganz anderen Grund um die Zukunft ihrer Schützlinge fürchten, als sie es heutzutage tun. Dem früheren Realschullehrer Karl-Ernst Brehmer und dem Unternehmer Ingo Waffler war diese unbefriedigende Situation aufgefallen. Sie waren maßgeblich daran beteiligt, dass die Lehrstellenbörse gegründet wurde und bis heute ihre Fortsetzung findet.

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt hat sich komplett gewandelt. Gab es 2004 noch viel zu wenige Lehrstellen, suchen die Unternehmen mittlerweile händeringend Auszubildende. Sie lassen sich dafür viel einfallen, gehen regelrecht auf Werbetour. Die potenziellen Auszubildenden werden geradezu umgarnt.

Eines ist beinahe 20 Jahre nach der Auftaktveranstaltung noch genau so: Handwerker und Industriebetriebe, öffentliche Einrichtungen und Krankenhäuser müssen sich um den Berufsnachwuchs kümmern. Und die künftigen Schulabgänger sollen die Vielfalt der Berufe und damit Perspektiven ihrer beruflichen Zukunft in der Heimatregion kennenlernen. sb/rn

Info www.regio-nord.com

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