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Home Sonderthemen Fläming Kundengespräche per WhatsApp
12:37 29.04.2020
FOTO: PIXABAY

WhatsApp dient vielen Menschen schon lange als hilfreiches Mittel zur Kommunikation mit Freunden oder der Familie. In der Zeit der geschlossenen Ladentüren begannen auch viele Brandenburger Händler, den Instant-Messaging-Dienst einzusetzen, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. So manch ein Ladeninhaber hängte einen Zettel mit der eigenen Handynummer an die Eingangstür.

Kunden, die sich für ein Produkt interessieren, können per Nachricht Fragen stellen, Warenbilder werden über den Messaging-Dienst ausgetauscht, und auch die eine oder andere Preisverhandlung findet per Handy statt. Gerade für kleinere Läden, die über keinen Online-Shop verfügen, stellt diese Art der Kommunikation eine gute Möglichkeit dar, sich über ihre Waren auszutauschen.

Auch die Restaurants in der Region, die nach wie vor geschlossen bleiben müssen, nutzen WhatsApp und Co. häufig, um Bestellungen entgegenzunehmen – und teilweise auch für innovative Konzepte.

So bietet das eine oder andere Restaurant oder Café nicht nur die Lieferung von Gerichten an. Kunden erhalten mit ihrer Bestellung auch einen Link zu einer privaten Facebook-Gruppe. In dieser werden Live-Konzerte gestreamt, übertragen aus den derzeit leer bleibenden Caféräumen. Wenn auch der Restaurantbesuch noch nicht möglich ist, können die Brandenburger also dennoch einen unterhaltsamen Abend auf der eigenen Couch erleben – und gleichzeitig ihr Lieblingsrestaurant unterstützen.


Erlebnisse per Live-Stream zu den Zuhausebleibenden bringen – auch so manch derzeit geschlossene Brandenburger Club verfolgt dieses Konzept. DJs, die sonst vor einem feierfreudigen Publikum auflegen, tun dies nun vor leeren Tanzflächen. Gesehen und gehört werden sie trotzdem – etwa auf YouTube. Die Sets werden live übertragen. Getanzt wird im eigenen Wohnzimmer. Um die Getränkekeller leer zu bekommen und zumindest einen Teil der weggebrochenen Einnahmen zu kompensieren, wird zeitgleich zum Musikstreaming die Lieferung von gekühlten Getränken angeboten.

Aber nicht nur die digitalen Ideen sprießen. Um zumindest ein wenig weiterarbeiten zu können, wechseln Brandenburgs Händler auch mal das von ihnen angebotene Produkt. Wo sonst Urlaubsreisen gebucht werden, können Kunden im Fläming zum Beispiel nun frischen Spargel kaufen. Not macht erfinderisch – ob analog oder digital. Jessica Kliem
  

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