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Home Sonderthemen Jüterbog & Luckenwalde Kraft für alte Obstbäume
14:58 26.04.2019
Alte Obstbäume: Schnitt und Spezialdünger geben neue Kraft. FOTOS: DJD/WWW.WALDLEBEN.EU, DPA

Von Ulrich Nettelstroth  

Alte Bäume begeistern die Menschen von jeher. Sie strahlen Erhabenheit aus, sind ein echter Blickfang und scheinen Geschichten aus längst vergangenen Tagen zu erzählen. Doch Umweltbelastungen und ungünstige Standorte bedeuten Stress und schwächen sie. Temperaturveränderungen durch den Klimawandel führen zu langen Trockenperioden. Hinzu kommt die Ausbreitung einheimischer Schädlinge und die Zuwanderung von Arten, die bisher nicht oder kaum anzutreffen waren. Umwelteinflüsse können auch die sogenannte Mykorrhiza schädigen, die Symbiose von Pilz-Myzelien mit den Wurzeln der Pflanzen, die eine wichtige Rolle in der Nährstoffversorgung spielt.

Wenn ein Obstbaum in die Jahre kommt, dann lässt auch der Ernteertrag nach. Durch einen Pflegeschnitt kann der Baum wieder verjüngt werden. Je älter der Baum, desto vorsichtiger sollte man dabei jedoch vorgehen. Besser ist es, in mehreren Etappen zu beschneiden, sonst leidet das Gewächs zu sehr. Manche Bäume sind schon seit Jahren nicht mehr beschnitten worden. Wird solch ein altes Exemplar rigoros zurückgestutzt, könnte es absterben. Bei einem vergreisten Obstbaum sollten zwei bis drei Jahre eingeplant werden, bis der Verjüngungsschnitt abgeschlossen ist. Dabei werden zunächst alle abgestorbenen Äste entfernt, dann senkrecht wachsende Konkurrenztriebe.


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Ein Spezialdünger kann ebenfalls helfen, den alten Obstbaum zu stärken und ihm mehr Lebenskraft zu geben. Aminosäuren, Proteine und Proteide unterstützen die Pflanzen dabei, sich von Grund auf zu erneuern und mit frischen Kräften zu wachsen. Zugleich werden die Widerstandskräfte gefördert und der Baum kann sich besser gegen Parasiten oder Schadpilze verteidigen. Für die Düngung alter Bäume im eigenen Garten sind ein paar Vorbereitungen zu treffen. Trockener Boden rund um den Baum wird zur bessern Belüftung und Wasseraufnahme gelockert. Wenn die Rinde mit Moos bewachsen oder verschmutzt ist, sollte sie mit einer Bürste vorsichtig gereinigt werden. Beim Versickern im Boden verhindern kleine Dämme rund um den Stamm das Wegfließen. Der Stamm sollte dann per Spritzgerät mit dem Präparat besprüht werden. Er nimmt es über Wurzeln, Rinde und Blattwerk auf.


Vielseitige stärkende Wirkungen helfen dem Baum und anderen Pflanzen, Vitalität zu erhalten und zu verbessern. Schwermetalle im Boden werden gebunden, gleichzeitig fördern solche Mittel das mikrobielle Bodenleben. Das Wurzel- und Sprosswachstum wird angeregt, der Baum kann mehr Wurzelwerk und kräftigere Belaubung mit höherem Chlorophyllgehalt ausbilden. Die Widerstandskraft verbessert sich, und das Gewächs sieht erkennbar gesünder aus.

Eine Vitalkur verhilft nicht nur alten Pflanzen zu einem längeren und gesünderen Leben. Auch neu eingesetzte Bäume, Sträucher, Stauden oder Zimmerpflanzen gedeihen besser, wenn sie über solche Präparate mit wichtigen Stoffen versorgt werden. Die Wurzelbildung wird angeregt, die Pflanzen wachsen schneller am neuen Standort an und entwickeln sich besser. Die Anregung der eigenen Vitalkräfte erzielt langfristig bessere Ergebnisse als zum Beispiel die Zugabe mineralischer Dünger, die bei den Pflanzen unter Umständen zu unnatürlichem Wachstum führen.


Barfußlaufen gehört für viele zu den schönsten Seiten des Sommers. FOTO: DJD/MEGAWOOD.DE/STEFAN DEUTSCH
Barfußlaufen gehört für viele zu den schönsten Seiten des Sommers. FOTO: DJD/MEGAWOOD.DE/STEFAN DEUTSCH

Eben noch spielte der Nachwuchs fröhlich miteinander, in der nächsten Sekunde schon sorgt ein Holzsplitter im zarten Fuß für eine Schrecksekunde und Tränen. Holzdielen können Kindern und Erwachsenen die Freude am Barfußgehen schnell verleiden. Wer an warmen Tagen ganz ungezwungen ohne Schuhe den Garten genießen will, sollte daher auf eine hochwertige Qualität des Belags achten.

Neuartige Terrassenmaterialien sehen aus wie Holz, sind aber pflegeleichter, langlebiger und dazu noch so gut wie splitterfrei. Hersteller wie Megawood haben Dielen im Programm, bei denen der Grundstoff Naturfaser mit Polymeren und Additiven verstärkt wird. Die positiven Eigenschaften des Holzes bleiben erhalten und werden beim sogenannten polymergebundenen Werkstoff, der als Bio-Composite-Variante bestens für den Einsatz im Außenbereich geeignet ist, um weitere Vorteile ergänzt. Somit sind solche Bodenbeläge für Terrasse oder Balkon nicht nur splitterfrei, sondern auch witterungsbeständig und pflegeleicht. Regelmäßige Pflegeanstriche und Imprägnierungen wie bei konventionellem Holz gehören dank der Veredelung der Vergangenheit an, auch Feuchtigkeit und Schimmel haben bei richtiger Verlegung keine Chance.

Selbst die natürliche Holzmaserung bleibt bei den Terrassendielen erhalten. Somit sind sie nicht nur optisch, sondern auch tastend beim Barfußgehen ein besonderes Erlebnis. Für eine individuelle Planung der Terrasse stehen verschiedene Oberflächen, Designs und Farbtöne von Braun bis Schiefergrau zur Verfügung.

Zur Gartengestaltung aus einem Guss lassen sich obendrein Zäune, Sichtschutzelemente oder eine Poolumrandung aus demselben Material herstellen. Das reicht bis hin zum Sandkasten für die Kleinen. djd/net


Viele Haushalte in Brandenburg haben sogenanntes hartes Wasser, das unter anderem zu Kalkablagerungen in Geräten führen kann. Bei sehr hartem Wasser kann es sich lohnen, eine Enthärtungsanlage einzusetzen, empfiehlt Andreas Braun vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Auf weiches Wasser schwören nicht nur Tee- und Kaffeetrinker, es reduziert auch den Wasch- und Putzmittelverbrauch. In Enthärtungsanlagen werden nach dem Prinzip des Ionentauschs Kalzium- und Magnesiumbestandteile aus dem Wasser gefiltert und durch Natrium ersetzt. Den Einbau einer Enthärtungsanlage übernimmt am besten ein Fachmann.

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