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07:34 28.04.2021
Sicher unterwegs: Steffen Clasen nutzt selbst den unscheinbaren Airbag-Fahrradhelm. Für E-Bikes empfiehlt er GPS-Tracker als Diebstahlsicherung. Foto: Nadine Pensold

Königs Wusterhausen. Das Dahmeland ist auch Radfahrerland – das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Schließlich kann man über zahlreiche Radwanderwege Seen, Naturparks und schöne Orte erreichen und entdecken. Trotzdem bekam das Thema Fahrrad im vergangenen Jahr noch einmal einen Schub. Der Grund: Corona. Aufgrund der Pandemie steigen noch mehr Menschen aufs Rad – in der Freizeit, für den Sport und als Alternative zu anderen Verkehrsmitteln.

„Das Fahrrad hat einen neuen Stellenwert in der Freizeitgestaltung bekommen“, sagt Sebastian König, Geschäftsführer des Fachhandels Fahrrad König in Königs Wusterhausen. Auch das Homeoffice fördere das Radfahren. Für viele sei es ein Mittel einmal raus zu kommen, um Zeit für sich allein zu haben.

Mit der nun startenden Fahrradsaison sollte auch ein prüfender Blick auf das Zweirad einher gehen. Bei den Reifen sollten Druck, Gummi und Profil gecheckt werden, ebenso Brems- und Schaltzüge richtig funktionierten. Wer sein Rad nicht selbst frühlingsfit bekommt, der sollte den Dienste vom Fachmann in Anspruch nehmen.

Derzeit sind aber nicht nur die Werkstattleistungen der Radhändler in Königs Wusterhausen gefragt. Für die neue Saison ist auch neue Ausrüstung oder gar ein ganz neuer fahrbarer Untersatz gefragt, verrät Steffen Clasen, Inhaber von Fahrrad Ranzinger. Neben klassischen Ausflugsrädern bietet er auch Lasten- und Klappräder an – mit und ohne elektrische Unterstützung. Die Lastenräder ergänzen neuerdings das Vermietangebot.

Seinen Kunden bietet er aber auch unscheinbares Equipment an, das für mehr Sicherheit sorgen soll. Zum einen ist das der „Hövding“ – ein Helm der nach dem Airbag-System funktioniert. Zum anderen ein GPS-Tracker für E-Bikes, der auch als Diebstahlsicherung dient. „Bewegt sich das Rad, gibt es eine Meldung aufs Handy“, erklärt der Fahrrad-Fachmann.

Sebastian König, Geschäftsführer Fahrrad König in Königs Wusterhausen. Er zeigt Fahrradkörbe, die derzeit sehr gefragt bei der Kundschaft sind. Foto: Nadine Pensold
Sebastian König, Geschäftsführer Fahrrad König in Königs Wusterhausen. Er zeigt Fahrradkörbe, die derzeit sehr gefragt bei der Kundschaft sind. Foto: Nadine Pensold

Ein wenig überraschend: Auch die Fahrradklingel ist ein gefragtes Thema – die gibt es in unterschiedlichsten Klangfarben vom freundlichen Klingeling bis zum warnenden Dingdong „Da macht der Ton die Musik“, sagt Steffen Clasen.

Bei Fahrrad König decken sich viele Radler für ihre Touren mit Transportmöglichkeiten ein – da reicht das Spektrum vom normalen Metall bis zu unterschiedlichsten Sattel- und Radtaschen aus hochwertigen Textil. „Essen und Trinken muss man ja gerade mitnehmen, da die Gastronomie geschlossen hat“, sagt Sebastian König. Und da vielfach der Hund mit auf Tour gehen soll, gibt es auch Körbe und Taschen, in denen die Vierbeiner Platz nehmen können.

Trotz vieler digitaler Möglichkeiten bemerkt Sebastian König ein reges Interesse seiner Kundschaft an Kartenmaterial. Er selbst plant seine Touren ebenfalls am liebsten über der klassischen Faltkarte. „Da hat man einen guten Gesamtüberblick“, findet er.

Fragt man Steffen Clasen, was er am liebsten mit auf eine Radtour nimmt, antwortet er mit einem Schmunzeln: „Ich empfehle die Familie dabei zu haben.“ Aufgrund der vielen Arbeit im Laden hat er allerdings kaum Zeit selbst im Sattel zu sitzen. Zumindest eine Tour gemeinsam mit Frau und Schwiegereltern konnte er dieser Tage schon unternehmen – geführt hat sie diese von Königs Wusterhausen nach Mittenwalde und entlang des Nottekanals zurück.

Steffen Clasen ist sicher, dass dieses Jahr wegen Corona viele Menschen in der Region ihre Ferien verbringen werden. „Für Familienurlaub mit dem Fahrrad haben wir natürlich einen Riesenvorteil. In unserer Ecke gibt es so tolle Sachen. Und beim Radfahren ist schließlich auch der Weg das Ziel.“ Von Nadine Pensold


Freizeit-Tipps: Romane, Radeln und Reiselust

Königs Wusterhausen. Der Mai steht ins Haus. Drei Tipps für Veranstaltungen im Wonnemonat:

Ab aufs Rad: Das Anradeln des Tourismusverbands fällt Corona-bedingt in diesem Jahr zwar aus – trotzdem gibt es im Mai Gelegenheit gemeinschaftlich durch die Region zu strampeln. Am Sonnabend, 29. Mai, findet der Entdeckertag auf dem Radring „Rund um Berlin“ statt. Das 330 Kilometer lange Radwegenetz kann in elf Etappen erkundet werden. Königs Wusterhausen ist dabei gleich zweimal vertreten: Von Erkner aus führt eine Tour über Wernsdorf, Eichwalde, Zeuthen und Wildau in die Rundfunkstadt. Zudem gibt es eine geführte Radtour, die in Königs Wusterhausen startet und in Großbeeren endet. Genaue Zeiten und Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es ab dem 3. Mai unter www.radring-rundumberlin.de

Fernweh stillen: In den Räumen des Tourismusverbands Dahme-Seenland im Bahnhofsgebäude von Königs Wusterhausen kann man noch bis zum 28. Mai die Ausstellung „So bunt wie mein Leben“ von Monika Senftleben besuchen. Die Zernsdorferin stellt einige ihrer Bilder aus, die Landschaften und Szenen vom Darß und von Mallorca zeigen. Wer mit dem Betrachten dieser Zeichnungen zumindest gedanklich in die Ferne schweifen möchte, kann das nach Terminvereinbarung unter 03375/25200 oder info@dahme-seenland.de.

Literatur lauschen: Wer lieber wieder etwas Literatur erleben möchte, der sollte sich auf die Homepage des Kulturbunds Dahme-Spreewald begeben. Unter dem Motto „Mein Leben für die Kunst“ haben die Vereinsmitglieder und Freunde des Kulturbunds aus Romanen gelesen, die aus dem Leben von Künstlerinnen, Schauspielerinnen und Malerinnen erzählen Dank Videoaufzeichnung kann man die Beiträge über Werke wie „Verzauberter April“ von Elizabeth von Arnim oder „Rebel Artists“ von Kari Herbert vom heimischen Sofa aus verfolgen: www.kulturbunddahme-spreewald.de

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