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Home Sonderthemen Prignitz Ausbildung in der Region
06:51 10.01.2019
Die Veranstalter von IHK, Handwerkskammer, der Stadt Pritzwalk sowie der Freiherr-von-Rochow-Schule laden zur Berufsmesse KarrierePLUS ein. FOTOS: KATHLEEN SCHULZE, BERND WÜSTNECK/DPA

Von Kathleen Schulze    

Pritzwalk. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr organisieren die Kreishandwerkerschaft Prignitz, die Industrie- und Handelskammer Potsdam und die Freiherr-von-Rochow-Schule zum zweiten Mal gemeinsam die Bildungsmesse in Pritzwalk. Im vergangenen Jahr habe man sich bewusst für die Dömnitzstadt entschieden, da die Oberschule im Bereich der Berufsvorbereitung eine Vorreiterrolle in der Region eingenommen habe, erklärt Kirsten Gmirek, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Prignitz. „Hier können sich andere Schulen noch etwas abschauen.“


Die Organisation und die Präsenz der Kreishandwerkerschaft an den Schulen hat sich ausgezahlt, denn „im Handwerksbereich wurden im Jahr 2018 zehn Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen. Über diese zusätzlichen zehn Prozent freuen wir uns. Es zeigt unseren Handwerksbetrieben, dass es richtig ist, sich an den Messen zu beteiligen“, wie Gmirek informiert. Für die Ausrichtung der Messe konnte als neue Kooperationspartnerin die Stadt Pritzwalk gewonnen werden. Auch dort setze man sich mit dem Thema „Ausbildung“ auseinander, wie Stadtoberhaupt Ronald Thiel erklärt. In diesem Jahr wolle man beginnen, einen Verwaltungsfachangestellten auszubilden.

56 Aussteller an 54 Ständen werden am Sonnabend die Vielfalt aus allen Bereichen der regionalen Wirtschaft präsentieren – mit dem Ziel, die mehr als 350 Ausbildungsstellen in 95 Berufen besetzen zu können. Den Schülern zwischen der 8. und 10. Klasse geben die Akteure auf der Messe einen Überblick über die beruflichen Möglichkeiten – angefangen vom Betriebspraktikum über den Ferienjob bis hin zur Ausbildungsstelle und den dualen Studienplatz. Für die Schüler ist die Bildungsmesse die beste Plattform, um mit den Unternehmen direkt in Kontakt zu treten. Daher bietet es sich an, die Bewerbungsunterlagen mitzubringen. Wem noch das passende Bewerbungsfoto fehlt, der kann dies kostenlos auf der Messe am Stand der Industrie- und Handelskammer anfertigen lassen.

Neben den regionalen Unternehmen zählen auch die Präsenzstelle Prignitz der Technischen Hochschule Brandenburg, die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter sowie die Bildungsgesellschaft Pritzwalk zu den Ausstellern. Zudem werden der Rettungsdienst und die Straßenmeisterei des Landkreises Prignitz vertreten sein.

Der Zusatz KarrierePLUS verrät, dass nicht nur potenzielle Auszubildende und Studenten Zielgruppe der Messe sind. Auch Eltern und Großeltern erhalten Informationen zu Weiterbildung und Karriere. „Lebenslanges Lernen ist immer ein Thema, und aus diesem Grund wird es entsprechende Angebote geben. Es ist eine Messe mit ganzheitlicher Ausrichtung zur Aus- und Weiterbildung für die ganze Familie“, informiert René Georgius, Leiter des Prignitzer Regionalcenters der Industrie- und Handelskammer Potsdam. Mehr als 100 Arbeitsplätze in Unternehmen der Prignitz und Ostprignitz warten auf Bewerber, viele davon seien ab sofort zu besetzen.

Info - Die Bildungsmesse KarrierePLUS in Pritzwalk findet am 12. Januar von 10 bis 13 Uhr in der Sporthalle der Freiherr-von-Rochow-Schule, Nordstraße 18, in Pritzwalk statt.


Automatische Holzplattenproduktion bei Swiss Krono. FOTOS: C. BARK, K.SCHULZE, B. WÜSTNECK/DPA
Automatische Holzplattenproduktion bei Swiss Krono. FOTOS: C. BARK, K.SCHULZE, B. WÜSTNECK/DPA

Von Kathleen Schulze   

Pritzwalk. Norman Lobinsky ist einer von drei Auszubildenden bei der Swiss Krono Group in Heiligengrabe, die sich im ersten Lehrjahr der Berufsausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik befinden. Sein Interesse für die Elektronik sowie sein Bruder Lucas, der ebenfalls diesen Beruf erlernte, waren ausschlaggebend für die Berufswahl. „Das Praxislernen und das Schulpraktikum, das ich im Vorfeld bei der Swiss Krono absolvierte, haben mich gut auf die Ausbildung vorbereitet“, so der Absolvent der Pritzwalker Freiherr-von-Rochow-Schule, die bereits mehrfach für ihre Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet wurde.

Beim Praktikum hatte er einen so guten Eindruck hinterlassen, dass man seitens der Swiss Krono Group auf ihn zukam und fragte, ob er dort seine Ausbildung absolvieren wolle. Es klappte mit dem Ausbildungsvertrag. Für Norman Lobinsky war es selbstverständlich, in der Region zu bleiben. Wegen der Nähe zur Familie; aber auch, weil es aus seiner Sicht in der Prignitz genügend Angebote gibt, einen Beruf zu erlernen. In dreieinhalb Jahren erlernt der 16-Jährige nun alle nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten eines Elektronikers für Betriebstechnik. Sein Job wird die Wartung und Instandhaltung, die Programmierung und auch die Reparatur von Maschinen und Anlagen sein. An der Ausbildung Interessierten rät er: „Logisches Denken, Interesse an der Programmierung und an Motoren sowie gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik und Physik sollten mitgebracht werden.“


"Eine Ausbildungsmesse ist für die Orientierung eine gute Anlaufstelle."

Norman Lobinsky
Auszubildender Elektroniker für Betriebstechnik


Wer den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik erlernen will, hat am kommenden Sonnabend Gelegenheit, sich mit Lobinsky darüber auszutauschen. Er wird – wie viele andere Auszubildende auch – am Stand seines Arbeitgebers auf der Bildungsmesse präsent sein und für Fragen zur Verfügung stehen. „Ich empfehle jedem, nach der Schule einen Beruf zu erlernen, sei es durch eine Berufsausbildung oder durch ein Studium. Eine Ausbildungsmesse ist für die Orientierung eine gute Anlaufstelle, um sich über die einzelnen Angebote und Möglichkeiten zu informieren. Im Gegensatz zum Internet kommt man mit Ausbildern und Auszubildenden persönlich ins Gespräch“, sagt Norman Lobinsky. Er selbst habe sich damals auf einer Ausbildungsmesse über seinen Wunschberuf und über den künftigen Arbeitgeber informiert.

Im vergangenen Jahr konnten in der Prignitz 198 Ausbildungsverträge geschlossen werden, davon 57 in Pritzwalk und Umgebung – zum Vorjahr sei dies eine Steigerung, wie René Georgius, Leiter des Prignitzer Regionalcenters der Industrie- und Handelskammer Potsdam, mitteilt. „Somit hat die erste Pritzwalker Berufsbildungsmesse im Januar 2018 ihren Beitrag geleistet.“


Perleberg. Gesundheits- und Krankenpfleger sind vor allem in Krankenhäusern, ambulanten und stationären Reha-Kliniken, Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, ambulanten Pflegeinstitutionen und Beratungsstellen tätig. Der Stellenwert dieser anspruchsvollen Berufsbilder wird auch in der Politik immer höher eingeschätzt.

Da der Bedarf an Pflege in der Gesellschaft steigen wird, ist eine Beschäftigung dort ein Beruf mit Zukunft, er hält viele Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung bereit. So können sich Interessierte in der Perleberger Schule für Gesundheitsberufe zum Praxisanleiter qualifizieren lassen oder die Basisqualifizierung für ungelernte Pflege- und Betreuungskräfte absolvieren. Träger der Ausbildung ist das Kreiskrankenhaus Prignitz. Die Vorteile der Ausbildung an der dortigen Schule für Gesundheitsberufe sind ein familiäres Umfeld, Theorie und Praxis am gleichen Ort sowie ein leistungsbezogenes Ausbildungsentgelt. Die Qualifizierung erfolgt nach allgemein anerkannten pädagogischen, pflegewissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen.

Der nächste Ausbildungsbeginn ist der 1. April 2019. Interessenten können sich auf der Bildungsmesse in der Freiherr-von-Rochow-Schule am Stand des Kreiskrankenhauses Prignitz sowie unter 03876/30 51 00 oder www.gesundheitsberufe-prignitz.de informieren.

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