Menü
Anmelden
Wetter wolkig
12°/3°wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg

Home
06:56 01.12.2020

Eine verbesserte Wirkstoffforschung in der Medizin, auf künstliche Intelligenz gestützte Analyse ökonomischer Prozesse, Stromspeicher oder die Produktion digitaler Doubles – die Spannweite zukunftsweisender Projekte der Träger des Innovationspreises Berlin Brandenburg 2020 ist groß. Neuartig war auch die Preisverleihung gestern Abend, bei der die Auszeichnung unter anderem an die brandenburgischen Unternehmen ME Energy in Wildau und Volucap GmbH in Potsdam ging. Statt im Rahmen eines Empfangs, wie in der langen Geschichte der Ehrung üblich, ging es nur virtuell zu. Digital wurden die mit jeweils 10 000 Euro dotierten Auszeichnungen wegen der Pandemie an die sechs Preisträger vergeben.

Vier Berliner Unternehmen und zwei aus Brandenburg machten unter den elf Nominierten das Rennen – fünf klassische Ehrungen und erstmals ein Sonderpreis für eine Unterstützungsplattform regionaler Firmen. Die Jury unter Vorsitz des Präsidenten der Uni Potsdam, Oliver Günther, hatte für die Vergabe des seit 28 Jahren von beiden Ländern vergebenen Preises große Auswahl: 221 Bewerber – oft Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft – so viele wie nie zuvor.




„Wer denkt, dass die Corona-Krise dämpfend auf die Innovationsfreude wirken würde, irrt“

Jörg Steinbach, Wirtschaftsminister Brandenburg

Sie zeigen, wie viel Flexibilität während der Krise in unseren Innovatorinnen steckt. 

Ramona Pop, Wirtschaftssenatorin Berlin


„Wer denkt, dass die Corona-Krise dämpfend auf die Innovationsfreude unserer Unternehmen wirken würde, der irrt“, sagte der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Die Rekordbeteiligung zeige, dass „die Unternehmen höchst innovationsfreudig sind“. Der Preis mache in diesem außergewöhnlichen Jahr deutlich, „wie sehr wir auf mutige Menschen angewiesen sind, die nicht nur einen wirtschaftlichen, sondern auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten“, so Steinbach weiter.

Die beeindruckenden Erfindungen, nachhaltigen Lösungen und auch durch die Pandemie angestoßenen Unterstützungen deckten „das gesamte Spektrum der quer durch Berlin und Brandenburg spürbaren Innovationskraft ab“, so Jury-Vorsitzender Günther. Auch die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) lobte, „wie viel Flexibilität während der Krise in unseren Innovatorinnen und Innovatoren steckt“. Die besondere Situation schaffe Innovationen. Von Gerald Dietz

Klassische Preise und Sonderehrung

Sechs Projekte wurden geehrt – drei klassische Preise und eine Sonderauszeichnung gingen an Berliner Nominierte.

Belyntic GmbH: Die Firma hat eine ökologisch und ökonomisch attraktive Technologie entwickelt, die höhere Verlässlichkeit in der Wirkstoffforschung etwa zur Bekämpfung von Krebserkrankungen schafft.

Lana Labs GmbH: Das Team internationaler Prozess- und IT-Experten ist spezialisiert auf die durch künstliche Intelligenz gestützte Analyse von Geschäftsprozessen, um Unternehmen effizienter zu machen.

Lumenion GmbH: Um nachhaltig erneuerbare Energien zu erzeugen, entwickelte das Unternehmen den Lumenion-Speicher, der Strom als Wärme bei extrem hohen Temperaturen speichert und unterschiedlich eingesetzt werden kann.

Regional Hero GmbH: Das aus der Non-Profit-Plattform Helfen. Berlin hervorgegangene Unternehmen erhielt den Sonderpreis. Die Plattform hatte im ersten Corona-Lockdown Gutscheine für Restaurants und kleine Geschäfte verkauft, um deren Liquidität zu erhalten. Nun berät Regional Hero kleine Firmen bei digitalen Lösungen.

2
/
4