Menü
Anmelden
Wetter sonnig
26°/10°sonnig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg

Home
06:59 01.12.2020
Einer der diesmal verliehenen Innovationspreise ging auch an Volucap. foto: KOERNER Eventkommunikation GmbH

Innovationen von heute sind Arbeitsplätze von morgen. Das ist der Kerngedanke des Innovationspreises Berlin Brandenburg, der seit 1992 gemeinsam vom Brandenburger Wirtschaftsministerium und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft vergeben wird. Ursprünglich ist der Preis schon 1984 erstmals vom damaligen West-Berliner Senat vergeben worden und damit der älteste seiner Art in der Region.

Anfang der 1990er Jahre war der Innovationspreis ein wichtiges Instrument zur Vernetzung zwischen Berlin und seinem Brandenburger Umland. Auch für die in die Organisation eingebundene Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) und ihre Vorläufer war und ist der Preis ein bedeutendes Element der Vermarktung des Landes als Innovationsstandort. Prämiert werden Unternehmen, die mit wichtigen Neuerungen hervortreten. Insgesamt wurden seit 1984 mehr als 4000 Bewerbungen eingereicht und über 160 Preisträger gekürt.

Zu den ersten Brandenburger Preisträgern gehörte 1992 die Senso Motoric Instruments GmbH in Teltow (Potsdam- Mittelmark) für die Entwicklung eines elektronischen Warmwasserzählers. 1994 wurde die Progeo GmbH in Großbeeren (Teltow-Fläming) für ein Leckortungssystem prämiert, 1999 die Christoph Miethke GmbH & Co. KG für Implantate zur Behandlung des Wasserkopfes. Zu den weiteren Preisträgern gehört auch die Alexander Schuke Orgelbau GmbH in Werder (Potsdam-Mittelmark), die 2009 für eine neue Methode zur Steuerung des sogenannten Orgelwindes ausgezeichnet wurde. Das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut erhielt 2012 gemeinsam mit der Charité den Innovationspreis für die App „Hana Onkolyzer“ zur Analyse von Patientendaten in der Krebsdiagnose. 2018 ging der Preis wiederum an das Institut für die HPI-Schul-Cloud, deren Idee es ist, Lehrinhalte von jedem Ort aus zugänglich zu machen – ein Ansatz, dessen Bedeutung sich mit der Corona-Krise deutlich zeigte. Ebenfalls 2018 wurde der Schienenfahrzeughersteller Bombardier in Hennigsdorf (Oberhavel) für den Batteriezug Talent 3 prämiert, der die Abkehr vom Diesel erleichtern soll.

Der Innovationspreis Berlin Brandenburg, zu dessen Partnern auch die MAZ seit langem zählt, versteht sich als Austauschplattform für innovative Unternehmen sowie öffentliche Entscheidungsträger und ist Teil der gemeinsamen Innovationsstrategie der beiden Länder „inno BB 2025“. Die soll die Hauptstadtregion zu einem innovativen Standort entwickeln, in der dynamische Unternehmen sowie Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen eng miteinander kooperieren, im Sinne der Ziele der Europäischen Union für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

Die Preisträger sollen beispielhaft die Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit der beiden Bundesländer abbilden. Wie stark der Wettbewerb in der Region verankert ist, zeigt das breite und wachsende Feld der Bewerber. net

3
/
4