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Home Sonderthemen Oberhavel Innenausbau auf Altglas-Basis
10:04 05.02.2019
Blähglas-Platten. FOTOS: VEROTEC/AKZ-O, DJD/PAULMANN LICHT, FOTOLIA

Von Ulrich Nettelstroth    

Wenn Altglas dem Recycling zugeführt wird, dann werden die eingesammelten Reststoffe nicht komplett zu neuen Glasbehältern verarbeitet. Bei Bruchstücken, die kleiner als acht Millimeter sind, lohnt sich das Wiederaufschmelzen energetisch nicht. Deshalb werden sie in einer Mühle weiter zu Glasmehl zerkleinert, anschließend mit Binde- und Blähmittel vermengt und im weiteren Verlauf granuliert.

Granulat lässt sich zur Dämmung verwenden

Das Granulat ist sehr leicht und dennoch druckfest, hoch belastbar und nicht brennbar. Durch den Lufteinschluss wirkt es wärme- und schalldämmend. Das Material kann als Wärmedämmschüttung oder als Leichtzuschlag für Mörtel und Putz verwendet oder weiterverarbeitet werden, etwa zu vorgehängten Fassadensystemen oder Trockenbauplatten für den Innenausbau.

Leichtbauplatten aus Blähglas, wie sie der Hersteller Verotec produziert, sind sehr stabil und universell einsetzbar. Die Platten, die zu 96 Prozent aus Blähglas-Granulat bestehen, lassen sich ähnlich wie Holz einfach schneiden und bearbeiten. Zudem sind sie biegefähig und ausgesprochen tragfähig, so dass sogar schwere Küchenschränke an Wänden aus Blähglas-Platten befestigt werden können.

Zudem bieten die Platten einen Behaglichkeits-Gewinn: Als zusätzliche Innenverkleidung sorgen sie dafür, dass die Oberflächentemperatur von Wänden schneller ansteigt. Das lohnt sich vor allem auf kalt abstrahlenden Außenwänden, die Räume sind in der Folge schneller warm und gemütlich. Den Innenausbau können Heimwerker problemlos selbst durchführen, denn die leichten Bauplatten sind so einfach zu verarbeiten, dass sie sogar von einer einzelnen Person angebracht werden können. Praktisch für den Heimwerker: Sie sind etwa 30 Prozent leichter als Platten auf Gips-Basis und wiegen sogar bis zu 70 Prozent weniger gegenüber zementgebundenen Platten.

Das Material eignet sich gut für Küche und Bad

Da Blähglas zudem mineralisch und somit feuchteunempfindlich und schimmelresistent ist, sind sie sogar für Küche und Bad ideal, wo der Behaglichkeitsgewinn besonders spürbar wird: Die Platte puffert hier Luftfeuchtespitzen, die beispielsweise durch Kochen oder Duschen auftreten. Zudem sind die Blähglasplatten frostsicher und lassen sich sogar im Außenbereich einsetzen. Gartenhäuser, Tiny Houses (fahrbare Minihäuser) und Carports lassen sich damit leicht selbst bauen und mit Putzbeschichtung optimal an die Optik des Wohnhauses anpassen.

Licht macht den Garten schön.
Licht macht den Garten schön.

Licht im Garten kann gerade in der dunklen Jahreszeit eine Bereicherung sein. Außenleuchten sorgen für Sicherheit und setzen den Garten in Szene. Viele Gartenbesitzer nutzen die Außenfläche selbst bei Schnee für einen Aufenthalt im Freien, etwa zum Wintergrillen mit Glühwein.

Bei der Planung der Lichtquellen im Garten ist geschicktes Kombinieren gefragt: Während beleuchtete Wege bei Dunkelheit, Eis und Glätte für sichere Schritte sorgen, verleihen Lichtinseln und einzeln eingesetzte Leuchten der Grünfläche Tiefe und kreieren ein schönes Bild, das man bei kalten Temperaturen sogar von drinnen erleben kann. Gerade bei ungemütlichem Wetter und Minusgraden genießt man die stimmungsvolle Beleuchtung gerne vom kuscheligen Sofa aus. Winterliche Gartenbeleuchtung kann zudem Einbrecher abschrecken.

Moderne Beleuchtungssysteme können auf unterschiedliche Art eingestellt werden: entweder ganz klassisch per Lichtschalter sowie Fernbedienung oder smart per App oder Sprachsteuerung. Besonders praktisch: Die Gartenbeleuchtung lässt sich ganz einfach saisonal anpassen. Im Sommer sorgen beleuchtete Pflanzenkübel für eine strahlende Blütenpracht, während im Winter dekorative Leuchtobjekte in Stern- oder Tannenbaumform beeindrucken.

Allerdings ist in der kalten Jahreszeit darauf zu achten, dass winterfeste Technik verwendet wird. Die meisten Solarlampen, die im Handel angeboten werden, sind für Frostperioden nicht geeignet. Das liegt am Akku, der sehr empfindlich auf Frosttemperaturen reagiert. Zudem reicht das wenige Tageslicht nicht mehr aus. Die wenige Energie, die der Stromspeicher tagsüber aufnimmt, gibt er schon in der Dämmerung ab. Durch die nächtliche Tiefentladung wird der Akku in seiner Speicherfähigkeit stark geschädigt.

Auch Plastikverkleidungen und Kabel reagieren empfindlich auf Frost und Eis. Bei der Verlegung von Stromleitungen ist darauf zu achten, ausschließlich geprüfte Waren mit dem „GS“-Zeichen (für geprüfte Sicherheit) zu verwenden. Außerdem gilt: Der Garten sollte nicht komplett und nicht die ganze Nacht über in Licht getaucht werden. Schließlich leben dort auch Tiere, die für ihren Biorhythmus die Dunkelheit benötigen. net

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