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Home Sonderthemen Prignitz Zuwachs bei Lehrverträgen
13:29 08.11.2018
Ausbildungsplatzsuche leicht gemacht: die Lehrstellenbörse der IHK. FOTOS: DPA, GARTENSCHLÄGER, KÖNIG

Von Gerald Dietz

Perleberg. In Zeiten des Fachkräftemangels und wachsender Lücken bei Interessenten für den Nachwuchs geht es darum Schulabgängern besseren Zugang zu Angeboten von Ausbildungsplätzen zu verschaffen. Dieses Thema stellt die Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK) in den Fokus ihrer Präsentation auf der Berufsstartermesse Go. „Wir wollen hier vor allem unsere Lehrstellenbörse bekannter machen“, sagt der Geschäftsführer Bildung bei der IHK, Wolfgang Spieß.

Auf der Plattform der Industrie- und Handelskammern im Land können Interessenten freie Ausbildungsplätze in einer ausgewählten Region, im Wunschberuf oder in einem speziellen Unternehmens abrufen. „Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Firmen, die entsprechende Kapazitäten offerieren, dies der IHK angeben“, so Spieß.



Derzeit sind dort noch 600 freie Plätze zu finden. „Es lohnt sich also mit ein paar Klicks die eigenen Ausbildungschancen zu prüfen“, ermuntert der Bildungsgeschäftsführer. Die Online-Börse ist rund um die Uhr am Netz und verhältnismäßig leicht zu handhaben. 


"Ein gutes Jahr für Ausbildungsbetriebe."

Wolfgang Spieß
IHK Potsdam


Auf der Hitliste der meisten freien Ausbildungsplätze noch für dieses und auch schon das kommende Ausbildungsjahr stehen derzeit Tiefbaufacharbeiter, Köche, Hotel- und Sportfachleute sowie Kaufleute vor allem in der Fitnessbranche. In der Online-Börse am meisten recherchiert wurden die Berufsbilder Metallbauer, Industriekaufmann und natürlich Kraftfahrzeugmechatroniker.

Insgesamt kann Spieß „ein gutes Jahr für Ausbildungsbetriebe“ bilanzieren. Mit bislang 2721 abgeschlossenen Verträgen im von der IHK Potsdam betreuten Bereich der westlichen Hälfte Brandenburgs konnten bereits jetzt im Herbst 66 Kontrakte mehr verzeichnet werden als zum Ende des vergangenen Jahres.

Die größten Zunahmen gab es laut Spieß beim Bau, wo mit 133 Abschlüssen ein Drittel mehr als noch im vergangenen Jahr registriert wurden. Bald ebenso gut im Rennen sind Transport und Verkehr, wo mit 204 Verträgen ein Plus von bald einem Viertel erzielt werden konnte. Große Zuwächse gab es auch in den Sparten Metalltechnik und Einzelhandel. „Deutlich sichtbar wird hier, dass gerade die Konjunkturlokomotiven rechtzeitig für Nachwuchs sorgen“, sagt der Präsident der Potsdamer IHK Peter Heydenbluth.

Aus Sorge um den eigenen Fachkräftenachwuchs ergreifen immer mehr Unternehmen die Initiative und bilden auch selbst aus. Von den derzeit fast 2000 verzeichneten Ausbildungsbetrieben im IHK-Bezirk sind immerhin 167 zum ersten Mal dabei.

Perleberg. Die Schule für Gesundheitsberufe am Kreiskrankenhaus Prignitz gehört zu den Institutionen und Unternehmen, die auf der Berufsstartermesse „Go!“ in der Perleberger Rolandhalle vertreten sind. Hier gibt es viele Informationen zur Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Im Oktober hatten 21 Schülerinnen und fünf Schüler an der Schule für Gesundheitsberufe ihre Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in Perleberg begonnen. Sie erlernen in den ersten sechs Wochen die Grundlagen der professionellen Pflege, zum Beispiel die Unterstützung von Patienten bei der Körper- und Mundreinigung, die Mobilisierung der Patienten oder das Messen der Vitalzeichen von gesunden und kranken Menschen. Auch über Aspekte der individuellen und rücksichtsvollen Kommunikation mit den Patienten wird gesprochen, da sie sich ja in einer besonderen Situation befinden und auch speziell behandelt werden müssen.

Jetzt, im November, beginnt das erste Praxismodul für die Schüler – mit einer Praxiseinführungswoche im Kreiskrankenhaus. Unter intensiver Begleitung der Praxisanleiter, die selbst examinierte Pflegekräfte mit Zusatzqualifikation zur Anleitung von Auszubildenden sind, werden die ersten Pflegetätigkeiten an den Patienten vorgenommen. Anschließend werden die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet.

Ziel dieser Auswertung ist es, Fehler zu erkennen, zu beheben und die Betreuung der Patienten zu optimieren. Diese Gespräche finden in den Praxismodulen der dreijährigen Ausbildung regelmäßig statt und sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Den ersten sogenannten Teamabend mit Schülern und Lehrern hat es übrigens auch schon gegeben: Für das neue Gruppengefühl waren Ende Oktober Essen und Bowlen angesagt.

Wer sich für den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers interessiert, ist am Info-Stand der Schule auf der Berufsstartermesse „Go!“ am 10. November herzlich willkommen.

Info: Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.gesundheitsberufe-prignitz.de

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