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11:04 01.03.2021
Frank Strecker hatte in den Tagen vor dem morgigen Pokalfinale in Mannheim in seinem Büro in der Bahnhofstraße alle Hände voll zu tun. oliver Schwand

Bestensee. Seit Juni 2019 ist Frank Strecker (55) für den Vertrieb und die Sponsorensuche bei den Netzhoppers KW-Bestensee tätig. Im MAZ-Interview erzählt der leidenschaftliche Golfspieler unter anderem, ob die Mannschaft eine Siegprämie für einen eventuellen Pokalsieg erhält und wie hoch der Verlust der fehlenden Zuschauereinnahmen bei den Heimspielen in der Landkost-Arena ist.

Herr Frank Strecker, wie sehr ist der Einzug des Teams ins Pokalendspiel aus finanzieller Sicht einzuschätzen?

Frank Strecker: Nachdem wir vor einen Jahr unsere neue Imagekampagne „Go Wild“ ins Leben gerufen haben, ist dieser Erfolg des Teams als ganz besonders wertvoll einzuschätzen. Gerade im Hinblick neue Sponsoren für die Netzhoppers zu finden, die sehr wichtig sind, um den Bundesligastandort hier zu erhalten. Auf alle Fälle kennt man jetzt unseren Namen deutschlandweit.

Sie sprechen die Sponsoren an. Haben diese denn den Netzhoppers die Treue gehalten und sind welche in der schwierigen Corona-Zeit abgesprungen?

Mich hat sehr gefreut, dass einige regionale Sponsoren noch einmal nachgelegt haben, um uns beim Pokalfinale in Mannheim finanziell zu unterstützen. So war es zum Beispiel möglich, die zusätzlichen Kosten wie zum Beispiel die Hotelübernachtung im Endspielort zu stemmen. Auch war es dadurch möglich geworden, für die Mannschaft extra ein Endspieltrikot herstellen zu lassen, in dem sie den Titel holen möchten. Wir haben aber auch aus unterschiedlichen Gründen einige wichtige Unterstützer verloren.

Falls die Mannschaft den Pokalsieg schaffen sollte, dann müssten Ihnen doch die Sponsoren die Bude einrennen.

Ich gehe stark davon aus, dass wir morgen den Pott holen werden. Aber leider ist Volleyball in Deutschland eine Randsportart, sodass wir weiterhin hart daran arbeiten müssen, neue Sponsoren für die Netzhoppers zu gewinnen.

Bekommt denn die Mannschaft bei einem eventuellen Pokalsieg auch eine Siegprämie, wie es auch in anderen Sportarten der Fall ist?

Selbstverständlich werden die Jungs für einen eventuellen Erfolg gegen die United Volleys belohnt. Diese Würdigung gab es ja bereits auch schon in den vorherigen Pokalrunden für die Spieler.

Coronabedingt fehlen ja in dieser Saison die Zuschauer in der Landkost-Arena. Wie schwer ist es deshalb, die Serie ohne die so wichtigen Eintrittsgelder zu bestreiten?

Wir haben eine Corona-Sporthilfe erhalten. Mit dieser wird ein Anteil von 50 Prozent der fehlenden Zuschauer-Einnahmen gedeckelt. Uns fehlt aber zum Beispiel das Sponsorengeld für die Spieltagspräsentation, das einen sehr großen Anteil ausmacht.

Kommen denn die Netzhoppers trotzdem am Ende der Saison mit einer schwarzen Null aus der Spielzeit 2020/21 heraus?

Aktuell steht es wirklich noch in den Sternen, ob wir das Wirtschaftsjahr am 30. Juni mit einer schwarzen Null am Ende abschließen können. Wir brauchen deshalb jeden Monat noch die Unterstützung unserer Sponsoren, um dieses Ziel zu schaffen. Im März können wir zum Glück noch einmal beim Bundesverwaltungsamt eine Corona-Hilfe beantragen.

Ist denn die kommende Spielzeit finanziell gesichert?

Ja, wir arbeiten aktiv daran. Ich gehe auch davon aus, dass wir ab Oktober wieder vor Zuschauern in der Landkost-Arena spielen können. Interview: Oliver Schwandt
     

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