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Home Sonderthemen Oberhavel Zum siebten Mal in Hohen Neuendorf zu Gast: Ray Wilson
17:27 02.09.2020
Er war einst Frontmann von Genesis: Ray Wilson. FOTOS: Richard Beukelaar, Christoph SPENGLER

Hohen Neuendorf. Der geplante siebte Auftritt von Ray Wilson in Hohen Neuendorf ist ganz offensichtlich in Gefahr. Der veranstaltende Kulturverein Hyperion hat von der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf vorerst keine Genehmigung für die Austragung bekommen. Das teilte Mario Jahn vom Kulturverein am Dienstagnachmittag auf Nachfrage mit. Das vorgelegte Hygienekonzept des Vereins sei unzureichend, so der Vereinsvertreter über die Begründung der Stadt.

Ariane Fäscher, Fachbereichsleiterin Marketing der Stadt Hohen Neuendorf, bestätigt den aktuellen Stand, ergänzt aber zugleich: „Wir sind noch im Gespräch.“ Die erste Entscheidung begründet sie mit den Corona-Gegebenheiten, „bei denen wir uns in der Verantwortung sehen, die Besucher zu schützen“. Es gehe dabei um Abstände, die nicht gehalten werden könnten.

„Wir werden nicht aufgeben und suchen das Gespräch mit der Stadt“, kündigt Mario Jahn an. Andererseits schaue der Verein parallel nach einer alternativen Austragungsstätte, auch wenn das Stadtgebiet Hohen Neuendorf Priorität habe. Die MBS-Arena in Oranienburg, die den Vereinsvertretern sofort einfiel, sei an jenem 3. Oktober, an dem das Konzert stattfinden soll, bereits anderweitig vergeben. Wenn in der Region gar nichts geht, wurde schon über eine Verlegung nachgedacht.

Der frühere Genesis-Sänger Ray Wilson möchte mit seiner Band so oder so in der Stadt auftreten. Es wäre seit 2010 das siebte Mal. Der Kulturverein Hyperion hat wegen Corona – trotz aller Erfahrung beim Organisieren von Events – keine Routine walten lassen können. Das begann schon beim Veranstaltungsort. Es sollte ursprünglich der Landgasthof „Weißer Hirsch“ in Borgsdorf sein. Der ist aber zu klein, wenn das Hygienekonzept samt Abstandsregeln greifen soll. Also beabsichtigte der Veranstalter, in die Stadthalle Hohen Neuendorf umzuziehen und hatte Glück. Der ursprüngliche Hallenmieter an jenem Tag machte Platz.

Der favorisierte Plan der Organisatoren ist, für das Konzert am 3. Oktober um 20 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) 300 Zuschauer in die Stadthalle zu lassen. Organisatorisch sei das Event für den Kulturverein Hyperion mit einem Mehraufwand verbunden. „Wir haben berechnet, dass wir aufgrund der Corona-Regeln pro zehn Besucher einen Kontrolleur einsetzen. Das geht nur mit ehrenamtlichen Helfern, kommerziell wäre das nicht machbar. Die schwierigsten Momente sind die Phasen, in denen die Besucher in die Halle kommen und sie nach dem Konzert wieder verlassen“, so Mario Jahn.

„Irgendwie empfinde ich Dankbarkeit, dass wir mit dem Hyperion-Kulturverein diese Musiker, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, in der aktuellen Situation unterstützen können und dass wir mutig genug sind, so ein Rockkonzert in der immer noch unsicheren Zeit anzupacken“, sagt Mario Jahn in Hinblick auf das, was ihn bei dem Jubiläumskonzert bewegt. Ariane Fäscher sagt aus Sicht der Stadt: „Wir haben kein Interesse, eine schöne Veranstaltung nicht stattfinden zu lassen.“ Von Stefan Blumberg

Info Karten unter www.wer-besiegt-paul.de/hyperion, in der Buchhandlung Behm (Schönfließer Straße 9) und in anderen Vorverkaufsstellen. Info-Telefon: 03303/8 17 34 89
  

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