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Helfer in schweren Stunden

Emotionale Belastung

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Für Menschen, die um Angehörige trauern, können Feiertage emotional belastend sein. FOTOS: PEXELS/AKZ-O; BDB

Für Trauernde sind Feiertage oft eine Herausforderung

Im Herbst steht wieder die Zeit der sogenannten stillen Feiertage bevor. Sie beginnen im Land Brandenburg mit dem Reformationstag am 31. Oktober und reichen bis zum Totensonntag am 20. November. Gleich anschließend starten Advents- und Weihnachtszeit.

Feiertage sind für die meisten Menschen eine wohltuende Unterbrechung des Alltags. Wir nutzen die Zeit, um zur Ruhe zu kommen, treffen uns mit Familie und Freunden und nehmen eine gedankliche Auszeit von den Fragen, die uns in Beruf und Alltag beschäftigen.

Für Trauernde sind Feiertage dagegen seit jeher eine Herausforderung. Wer den Verlust eines geliebten Menschen verarbeitet, der fühlt sich gerade in der Vorweihnachtszeit im üblichen Rummel und angesichts der allgemeinen Vorfreude oft fehl am Platz. Insbesondere das erste Fest ohne einen nahen, vielleicht sogar ohne den nächsten Menschen ist für viele Trauernde eine emotionale Belastung.

,,Insbesondere während der Feiertage sollten Familie und Freunde sich die Zeit nehmen, Trauernden in ihrem Schmerz ganz individuell beizustehen", sagt Stephan Neuser vom Bundesverband Deutscher Bestatter. Wichtig sei es, offen darüber zu sprechen, was dem Einzelnen helfe, und Räume zu schaffen, in denen Trauer auch als tröstend und heilsam empfunden werden könne.

Für Simon Walter, den Kulturbeauftragten der Stiftung Deutsche Bestattungskultur, sind die individuellen Formen und Wege der Trauer entscheidend: Die Trauer jedes Einzelnen sieht anders aus, braucht ihre eigene Zeit und ihren eigenen Raum." Gerade in der derzeitigen gesellschaftlichen Ausnahmesituation böten Feier- und Urlaubstage die Möglichkeit, gedanklich einen Schritt zurückzutreten und innezuhalten. Was tut mir gut in meiner Trauer? Wie kann ich anderen in ihrer Trauer beistehen? Die Antworten auf diese Fragen könne jeder nur selbst geben, so Simon Walter. Dass diese Feststellung uns heute selbstverständlich scheint, dokumentiere ein Stück weit den Wandel unserer Bestattungs- und Trauerkultur. net