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Home Sonderthemen Oberhavel Strom sparen beim Heizen
16:32 04.12.2018
Moderne Heizungspumpen haben einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch als ältere Modelle FOTOS: VDZ ÖLHEIZUNG, FOTOLIA

Von Ulrich Nettelstroth

Einen der größten Stromverbraucher im Haushalt haben die meisten Menschen nicht im Blick: die Heizungspumpe. Sie transportiert das warme Wasser vom Kessel zu den Heizkörpern. In vielen Haushalten arbeiten Pumpen, die seit zehn oder mehr Jahren ihren Dienst verrichten. Auch wenn sie oftmals noch gut funktionieren, gibt es viele gute Gründe für den Einbau neuer Geräte.

Alte Pumpen arbeiten nicht wie moderne Geräte nach Bedarf, sondern immer mit der gleichen Leistung. So verursachen sie bis zu 10 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt. Der Austausch einer alten 80-Watt-Umwälzpumpe gegen eine moderne 10-Watt-Hocheffizienzpumpe senkt die jährlichen Stromkosten um rund 100 Euro. Zum Vergleich: Mit dem eingesparten Strom ließen sich rund 370 Waschgänge durchführen.

Noch günstiger wird es durch staatliche Zuschüsse. Wer alte Heizungs- und Warmwasserzirkulationspumpen vom Fachmann erneuern lässt, erhält einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Nettokosten – vorausgesetzt, die Heizung ist seit mindestens zwei Jahren in Betrieb. Der Pumpentausch kostet im Schnitt rund 400 Euro brutto. Mit dem Zuschuss verringern sich die Kosten um 100 Euro. Achtung: Für die Förderung muss man sich vorab auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) registrieren. Wer erst im Nachhinein eine Rechnung einreicht, geht leer aus.

Heizungspumpen verschleißen mit der Zeit. Eine neue Pumpe senkt daher das Risiko für Störungen und Ausfälle der Heizungsanlage. Dadurch verringern sich auch die Wartungs- und Reparaturkosten. Auch wenn die alte Pumpe noch einwandfrei arbeitet, lohnt sich der Umstieg durch die Einsparungen beim Stromverbrauch. Veraltete Pumpen verbrauchen unnötig viele Kilowattstunden Strom und setzen dadurch große Mengen an klimaschädlichen CO2-Emissionen frei.

Eine moderne Heizungspumpe ist ein wichtiger Schritt zu mehr Effizienz. Um das volle Sparpotenzial auszunutzen, sollte das ganze System hydraulisch abgeglichen werden. Das sorgt dafür, dass weder zu viel noch zu wenig Heizwasser zu den Heizkörpern gelangt. Auch diese Maßnahme bezuschusst der Staat mit 30 Prozent der Nettokosten.

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