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Home Sonderthemen Oberhavel Heizung effizienter machen
11:42 06.10.2020
Der Fachhandwerker hilft bei der geplanten Heizungsmodernisierung.
fotos: Dmitry Kalinovsky/caifas/shutterstock/VZB/akz-o; fotolia

Schon mit kleinen Investitionen ist es möglich, die Lebensdauer der Heizung zu verlängern und den Wohnkomfort zu verbessern sowie vor allem Energie und Kosten zu sparen. Etwa 85 Prozent des Energieverbrauchs im Haus werden im Durchschnitt fürs Heizen und die Warmwassererzeugung verwendet. Daraus ergibt sich ein großes Sparpotenzial. Die heimische Heizung ist neben der Wärmedämmung der Bereich, mit dem sich im Rahmen einer energetischen Modernisierung am schnellsten die meiste Energie sparen lässt. 

Dabei muss nicht immer ein neues Heizsystem installiert werden. Schlecht eingestellte und installierte Heizungen kosten Energie und Geld. Experten schätzen, dass bis zu drei Viertel der Heizungsanlagen in Deutschland falsch eingestellt sind. Häufig lässt sich die Energie schon viel effizienter nutzen, wenn alle Komponenten der Heizung besser aufeinander abgestimmt wären oder einzelne Elemente der Heizung ausgetauscht würden, wie etwa die Heizungspumpe. Auch eine gute Rohrdämmung, Nachtabsenkung oder ein hydraulischer Abgleich vollbringen wahre Energiesparwunder.

Bei der Heizungsanlage kommt es auf ein gutes Zusammenspiel von Heizkessel, Pumpe, Rohrleitungen und Heizkörper an. In Abhängigkeit zur Außentemperatur benötigt die Anlage die passende Vorlauftemperatur. Außerdem ist es wichtig, dass die verschiedenen Heizkörper im Haus so angesteuert werden, dass in jedem Raum die dort jeweils gerade benötigte Wärme ankommt. Ist die Heizung dabei optimal eingestellt, geben alle Heizkörper gleichmäßig Wärme ab und verursachen auch keine störenden Geräusche mehr.

Hydraulischer Abgleich für gleichmäßige Wärme

Auch neue Heizungsanlagen entfalten ihr volles Effizienzpotenzial erst, wenn alle Komponenten des Systems aufeinander und vor allem auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sind. Die vorinstallierten Werkseinstellungen können das in vielen Fällen nicht leisten.

Ein sogenannter hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass alle Heizkörper gleichmäßig warm werden. Wichtig ist es zudem, die Heizung nachts abzusenken. Wer in einem gut gedämmten Haus wohnt, kann sie nachts sogar ganz abschalten.

Info
Bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt es weitere Hinweise: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Ausweis sorgt für Transparenz

Bescheinigung zeigt Sanierungsbedarf

Wer eine ältere Immobilie kauft, schaut sich den Energieausweis am besten genau an. Denn die Bescheinigung macht den aktuellen Sanierungsbedarf für den Käufer transparent.

„Gebäude aus der Zeit vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1995 kann man als ,energetische Altbauten‘ bezeichnen“, erklärt Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. „Der Energieausweis ist daher ein gutes Planungsinstrument für die erforderlichen Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs.“

Dabei gibt der „Energieverbrauchskennwert“ im Ausweis an, wie hoch der Verbrauch in der Immobilie in kWh/m²a ist. Eine farbige Skala zeigt darüber hinaus die Vergleichswerte für ein durchschnittliches Einfamilienhaus auf. Transparenz liefert auch die aufgenommene Verbrauchserfassung für die letzten drei Abrechnungsperioden.
                                 

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