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18:12 10.08.2020
Modern und in frischen Farben: Die neuen Behandlungsräume von Alexandra Büchner.

Premnitz. Zum Zahnarzt gehen viele Menschen mit einem eher mulmigen Gefühl im Bauch. Das nagelneue Praxishaus von Zahnärztin Alexandra Büchner in der Clara-Zetkin-Straße 23 ist jedoch so freundlich gestaltet, dass dieses Gefühl nicht lange anhalten sollte. Gleich im Eingangsbereich begrüßt ein fröhliches Wandbild die Patienten. Der Empfangsbereich ist in frischem Grün gehalten und die insgesamt neun Sitzmöglichkeiten im hellen Wartezimmer sind angenehm gemütlich. Erste Gespräche finden dann auch nicht auf dem Behandlungsstuhl statt, sondern im modern eingerichteten Besprechungszimmer. Und auch die derzeit drei vollständig ausgestatten Behandlungsräume wirken – in Grün und Orange gehalten – sehr frisch. „Wir sind ein fröhliches Team und das haben wir auch versucht, mit Farben auszudrücken“, so Alexandra Büchner, die hinter ihrem neuen Praxisgebäude eine bunte Streuobstwiese angelegt hat. Hier kann das Praxisteam in den Pausen das gute Wetter genießen.

Den insgesamt 220 Quadratmeter umfassenden Praxisneubau hat Alexandra Büchner, die seit über 20 Jahren in Premnitz praktiziert, mit ihrem fünfköpfigen Team am 1. Juli bezogen. Die Raumaufteilung und Gestaltung hat sie dabei gemeinsam mit ihrem Mann Lars Büchner, Geschäftsführer des auf Heizungs-, Sanitär- und Elektrotechnik spezialisierten Unternehmens Haustechnik Premnitz, in den vergangenen Monaten genau durchdacht. Zwei getrennte Eingangsbereiche für Praxisteam und Patienten sollen zum Beispiel dafür sorgen, dass die Mitarbeiter beim frühmorgendlichen Gang durch die Praxis alle notwendigen Handgriffe in einem Lauf erledigen können. Die Behandlungszimmer in der vollständig barrierefrei geplanten Praxis sind allesamt identisch ausgestattet, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen.

Im Sterilisationsraum, in dem die Reinigung und Aufbereitung der medizinischen Instrumente stattfindet, signalisieren jeweils hellbraune und weiße Wandfarben, welche Arbeitsschritte anstehen. „Wir haben uns abends hingesetzt, unsere Ideen auf Papier gezeichnet und diese dann von unserer Architektin Elke Dähne entsprechend umsetzen lassen“, so Lars Büchner. „Gemeinsam konnten wir die Praxis so entwerfen, wie wir denken, dass sich Patienten und Personal wohlfühlen.“  

Zwar sei die ehemalige Zahnarztpraxis in der Mozartstraße ebenfalls schön gewesen, wie Alexandra Büchner betont. Die Anforderungen an das Qualitätsmanagement wären in den letzten Jahren allerdings gewachsen. Die neuen Praxisräume würden dem nun deutlich besser gerecht.

Das Praxislogo gestaltete der Mögeliner Fassadenkünstler Marco Brzozowski für Alexandra und Lars Büchner. Fotos: Jessica Kliem
Das Praxislogo gestaltete der Mögeliner Fassadenkünstler Marco Brzozowski für Alexandra und Lars Büchner. Fotos: Jessica Kliem

Zudem wollte Alexandra Büchner mehr Raum für neue Patienten gewinnen. Denn an Zahnärzten mangele es in der Stadt. Seien früher neun Zahnmediziner in Premnitz ansässig gewesen, so würden heute nur noch drei in der Stadt praktizieren. Büchners Vormerkliste mit Patienten, die gerne von ihr behandelt werden möchten, sei dementsprechend lang. Statt zuvor zwei ermöglichen daher nun drei große Behandlungsräume die zeitgleiche Behandlung mehrerer Patienten. Zudem kann sich Büchner auch vorstellen, den vierten, bislang nicht eingerichteten Behandlungsraum an einen neuen Kollegen zu vergeben, um so dem Zahnarztmangel etwas entgegenzusetzen.

Aber nicht nur die Gestaltung, auch die Haustechnik der neuen Praxis ist durchdacht: Lars Büchner hat sie mit seinem Unternehmen selbst geplant und eingebaut.„Wir haben uns bewusst für den Einsatz einer Sole-/Wasser-Wärmepumpe entschieden. Hierfür wurden drei Bohrungen auf 80 Meter Tiefe vorgenommen“, so der Premnitzer Unternehmer. „Die Wärmepumpe mit einer Leistung von 7,5 Kilowatt versorgt das Gebäude im Winter mit Wärme, während es diese dem Gebäude im Sommer entzieht.“ Das Stichwort: passive Kühlung. Dabei wird Wasser aus dem erdgekoppelten Wärmepumpensystem zum Abkühlen durch das Erdreich geleitet und reguliert anschließend die Temperatur. Auch ein spezieller Estrich mit hoher Wärmeleitfähigkeit wirkt in diese Richtung. Generell ist Lars Büchner mit dem Praxisneubau zufrieden: „Das Bauen hier hat mit allen Beteiligten einfach Spaß gemacht.“ Obwohl die Bauphase direkt in die Zeit der Corona-Krise fiel, habe es keine Verzögerungen gegeben. „Wir haben hier eine ganz tolle Qualität erreicht, die Leute haben miteinander gearbeitet und sich gegenseitig geholfen. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken.“ Von Jessica Kliem
  

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