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Home Sonderthemen Brandenburg/Havel Justizirrtum oder Mobbing?
18:03 19.08.2019
War Grete Minde (Clara Schoeller) wirklich eine Brandstifterin? Effektvolles Sommertheater mit Tiefgang am 6. September beim „Marienberg open air“. FOTOS: ANNA POPOVIC, ÄNNE FITZNER

Dieser Fall schrieb Literatur-Geschichte: Vor 400 Jahren, am 22. März 1619, wird Grete Minde auf dem Scheiterhaufen in Tangermünde verbrannt. Zuvor hatte ein katastrophales Feuer die halbe Stadt in Schutt und Asche gelegt. Grete wird als Brandstifterin angeklagt, nachdem ihr eigener Mann Tönnies Meilahn sie unter der Folter beschuldigt hat. Grete leugnet die Brandstiftung zunächst, legt dann aber unter der Folter ein Geständnis ab und wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Doch bis heute gibt es Zweifel daran, dass sie die Täterin war. 

Dieser Fall eines möglichen Justizirrtums hat Theodor Fontane tief bewegt. So schrieb er 1879 seine Novelle „Grete Minde“ und geht der Frage nach, ob die junge Frau das Opfer einer Intrige und einer eilfertigen Justiz wurde.

Nun, im Fontane-Jahr, hat sich das Brandenburger Theater des Themas angenommen und eine große spektakuläre Neuinszenierung dieser tragischen Geschichte aus der Altmark auf die Beine gestellt.

Das Schauspiel von Kai Schubert unter der Regie von Frank Martin Widmaier wird am Freitag, dem 6. September, um 19.30 Uhr auf der Freilichtbühne Marienberg uraufgeführt. Die Zuschauer können sich auf ein großes effektvolles Sommertheater mit Unterhaltungswert und Tiefgang freuen.

das Brandenburger Theater freut sich, Ihnen für die kommende Spielzeit ein umfangreiches und vielseitiges Angebot an Darstellender Kunst anzubieten. Warum spreche ich von Darstellender Kunst? Die klassische Einteilung in die Sparten ist fast überwunden, das Musiktheater vom Schauspiel geprägt, das Schauspiel voller Musik, und der Tanz durchdringt alles...

So präsentieren wir 14 eigene Premieren quer durch alle Sparten: „Grete Minde“ im Fontanejahr, Tanztheater, Musical, eine Opernaufführung von David Coleman, Dokumentartheater zur Brandenburger Industriegeschichte, Goethes Faust, BT Bürgerbühne mit zwei Neuproduktionen, BT Jugendtheater mit dem erstmals in Brandenburg aufgeführten Autor Falk Richter, eine große Kinderoper von Peter Maxwell Davies und viele Highlights mehr.

Im April wurde der Theaterchor gegründet, um auch die Sparte Musiktheater in „Mein Freund Bunbury“ aus unseren Reihen zu besetzen. Zur Spielzeiteröffnung mit „Grete Minde“ auf dem Marienberg werden Profis zusammen mit lokalen Kräften auf der Bühne stehen. Viele dieser Engagements werden wie ein roter Faden als „festes-freies Ensemble“ immer wieder am BT arbeiten. Dieses Konzept von hochklassigen überregionalen Künstlern unter Mitwirkung lokaler Kräfte ist das Geheimnis des „Stadttheaters der Zukunft“ am BT! Dazu gehört auch die gute Vernetzung mit allen Akteuren und Institutionen der Stadt, über die ich mich sehr freue.

Theater bietet aber auch Reibungsfläche in einer offenen Gesellschaft an. Deshalb sind in diesem Herbst Themen um die friedliche Revolution zentral, die vor 30 Jahren stattfand. Dies besonders vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung.

Zu all dem brauchen wir Sie, liebes Publikum – Ihr Interesse, Ihre Neugier, Ihre Offenheit für Neues und Altes!

Ihr Frank Martin Widmaier Künstlerischer Leiter BT  


Foto: Änne Fitzner
Foto: Änne Fitzner

Mädelsabend“: Wie immer treffen sich Danni, Claudi und Sanne in Simone’s Kneipe, um zu tratschen, zu trinken und viel zu lachen. Doch dieses Mal ist es anders. Denn es macht eine schockierende Info die Runde: Der bekannte Brandenburger Schauspieler Valentin Meyer sei in einem Waldstück nahe bei Wilhelmsdorf tot aufgefunden worden. Was ist da passiert, fragen sich alle – und natürlich auch Danni, Claudi und Sanne. Und fördern im Gespräch Erstaunliches zu Tage... Die Krimikomödie „Mädelsabend“ in der Regie von Ilja Hübner hat am Sonnabend, 7. September, um 22 Uhr im Foyer Großes Haus am Brandenburger Theater ihre Uraufführung. Es spielen aus dem Ensemble der BT Bürgerbühne Petra Görlich, Leona Henß, Ines Holler, Nadin Fröhnel und Ilja Hübner. Die zweite Vorstellung ist am 10. September um 20 Uhr.


Die Kasmet-Ballett-Company entführt in „Respect“ in die Welt der Musik-Ikone Aretha Franklin.       FOTO: INGA LEHR-IVANOV
Die Kasmet-Ballett-Company entführt in „Respect“ in die Welt der Musik-Ikone Aretha Franklin.       FOTO: INGA LEHR-IVANOV

Songs voller Kraft, Liebe und Zuversicht verdanken wir der großen Sängerin und Musikerin Aretha Franklin. Eines ihrer berührendsten und berühmtesten Lieder: „Respect“. Die gleichnamige Inszenierung feiert am Freitag, 20. September, um 19.30 Uhr in der Studiobühne des Brandenburger Theaters Uraufführung. Zusammen mit Sängerin Katharina Burges und Schlagzeuger Göran Schade tanzt sich die Kasmet-Ballett-Company in die Welt der Musik-Ikone und in die Herzen der Zuschauer.

Aretha Franklin sang Gospel, Jazz, Soul und Pop. Sie führte viele Tourneen durch amerikanische Bars. An diese Zeit, in der Franklin viele Menschen mit ihrer eindrucksvollen Stimme, ihren Liedern und Texten berührt und gerührt hat, knüpft die Inszenierung des Brandenburger Theaters an.

Wer die Uraufführung im September verpasst, hat erst wieder im November Gelegenheit, sich in die Welt dieser charismatischen Sängerin entführen zu lassen. Mal leise, mal laut, immer authentisch.


Einen weiten Bogen spannen die Brandenburger Symphoniker bei ihrer Konzertsaison-Eröffnung am Freitag, 13. September, um 19.30 Uhr im Großen Haus des Brandenburger Theaters. Drei Werke werden zu hören sein: das Doppelkonzert für Oboe und Violine c-Moll BWV 1060 von Johann Sebastian Bach, die Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 („Pathetique“) von Peter Tschaikowsky und „Essay III“ für Orchester von Friedrich Goldmann, das 1970 entstand. Goldmann (1941 bis 2009), dem zahlreiche Ehrungen im In- und Ausland zuteil wurden, war Mitglied beider Berliner Akademien der Künste und ist unter anderem bekannt als Komponist der Filmmusiken für die Defa-Filme „Till Eulenspiegel“ und „Das Luftschiff“.

Das Konzert wird am Sonnabend, dem 14. September, um 19.30 Uhr wiederholt. Vor jedem Konzert findet jeweils um 18.45 Uhr im Großen Haus eine 30-minütige Einführung mit Peter Gülke, dem Chefdirigenten der Brandenburger Symphoniker, statt. Der Eintritt ist frei und unabhängig vom Konzertbesuch.


Beste Unterhaltung verspricht der Auftritt von Benny Hiller am Freitag, dem 24. September, um 19.30 Uhr in der Studiobühne des Brandenburger Theaters. Mit seinem Programm „Vier Oktaven zwischen Himmel und Hölle“ bewegt sich Hiller – dem Brandenburger Theaterpublikum von seinen vielen Auftritten mit Monella Caspar als Duo SchwarzBlond bestens bekannt – zwischen Poesie und Comedy und bringt das Publikum zum Lachen, Staunen und Gänsehäuten.
  

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