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Home Sonderthemen Rathenow Neubau schließt Lücke
20:29 03.05.2019
Im Haus sind pro Etage zwei Zweiraum- und eine Dreiraumwohnung untergebracht. FOTOS: ULRICH HANSBUER

Von Ulrich Hansbuer 

Rathenow. Wenn der Bauherr Glaser ist, wird auch viel Glas verbaut. So sind die Geländer in den Treppenhäusern aus Glas, auch die Balkongeländer werden aus demselben Material angebracht. Nach nur sechs Monaten Rekord-Bauzeit ist an der Curlandlandstraße 61 in Rathenow eine Lücke geschlossen worden und ein schmuckes Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen entstanden.



Und zur Freude der Bauherren Sven und Melanie Göthe, die seit 13 Jahren in der Optikstadt leben, sind zum 1. Mai bereits alle Wohneinheiten vermietet. „Das Vermietungsschild stand nur zwei Tage“, erzählt Glaser Sven Göthe, „dann war alles weg und ich habe das Schild wieder abgebaut.“ Die Neubürger Rathenows sind in der Mehrzahl Berliner, die unter anderem vor den hohen Mieten in der Hauptstadt geflüchtet sind. „Es war erstaunlich, wie schnell wir die Wohnungen vermietet hatten“, sagt Sven Göthe, der acht Euro für den Quadratmeter nimmt.

Der Neubau schließt sich in westlicher Richtung an den historischen Altbau „Julius Laack Söhne“ an, der noch zum Kauf angeboten wird. Baubeginn war für Familie Göthe Anfang Oktober, im Mai ziehen nun schon die ersten Mieter ein, fast rekordverdächtig. „Da der Winter mild war, konnten wir den Bau zügig fertigstellen. Alle beteiligten Baufirmen haben hervorragend gearbeitet“, sagt Göthe, der auch viel selbst Hand angelegt hat. Und seine Frau Melanie ergänzt: „Wir bedanken uns bei allen beteiligten Baufirmen für die zügige und gute Zusammenarbeit, insbesondere bei allen mitwirkenden Mitarbeitern der hauptausführenden Firma Rampf Bau GmbH.“


Sven und Melanie Göthe mit ihren Kindern Philipp (10) und Leonie (6) vor dem fast fertiggestellten Gebäude.
Sven und Melanie Göthe mit ihren Kindern Philipp (10) und Leonie (6) vor dem fast fertiggestellten Gebäude.


Weitere Tätigkeitsbereiche sind Sicherheitsgläser, Boots- und Baumaschinenverglasung, Kaminglas und Dachverglasungen. Seit 2014 hat die Firma auch eine Bilderwerkstatt. Sie fertigt Bilderrahmen mit Verglasung. Die Auftragsbücher der Glaserei sind gut gefüllt. Wie Sven Göthe berichtet, sind in der Optikstadt von fünf Glasereien nur zwei übrig geblieben – „und Lehrlinge gibt es auch keine auf dem Markt.“ Seine Kundschaft kommt aus einem Raum, der von Havelberg bis an den Rand von Berlin reicht.
Jetzt sind die Bauherrn Göthe erstmal froh, dass ihr Projekt Mehrfamilienhaus, das später einmal ihr Alter absichern soll, so glatt gelaufen ist. „Wenn jetzt Ruhe eingekehrt ist, wollen wir auch wieder mal verreisen“, sagt Sven Göthe und hat die neuen Familienpläne, die auch sein Hobby sind, ausgegeben: „Reisen! Wir werden den Kindern Afrika mit Löwen und Elefanten zeigen.“

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