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Home Sonderthemen Oberhavel Geld für Wohnungsarbeiten beim Fiskus absetzen
10:23 19.02.2021
Kurzarbeitergeld hängt von der Steuerklasse ab. foto: Pleul/dpa

Immer noch sind Millionen Menschen in Kurzarbeit. Nach Daten der tatsächlichen Inanspruchnahme der Bundesarbeitsagentur waren es Ende des vergangenen Jahres noch mehr als 2,2 Millionen Beschäftigte. Zahlreiche Unternehmen haben auch seither Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Die erleichterten Voraussetzungen zum Bezug wurden bis Ende 2021, die maximale Bezugsdauer auf 24 Monate verlängert.

Wichtig für Betroffene ist nach Angaben von Steuerfachleuten auch die Wahl der Steuerklasse. Denn die Höhe des Nettolohns ist von der Lohnsteuerklasse abhängig. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können durch einen Klassenwechsel die Höhe des Kurzarbeitergeldes beeinflussen. Das Kurzarbeitergeld wird gestaffelt gezahlt. Es beträgt für die ersten drei Monate 60, vom 4. bis 6. Monat 70 und ab dem 7. Monat 80 Prozent des letzten Nettogehalts. Beschäftigte mit Kind erhalten sieben Prozent mehr.

Seit 2020 ist mehrmals im Jahr ein Steuerklassenwechsel möglich. Der Antrag kann beim Wohnsitzfinanzamt gestellt werden. Wechselt der Ehegatte oder Lebenspartner seine Steuerklasse, gilt die neue Kombination mit Beginn des folgenden Monats der Antragstellung, sagt Jana Bauer, Referentin Steuern und Medien beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine. Das Kurzarbeitergeld berechnet sich dann nach der neuen Steuerklasse.

„Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt“, so Bauer. Der Steuersatz für das übrige zu versteuernde Einkommen erhöht sich also prozentual. Arbeitnehmer, die das volle Kurzarbeitergeld (bei Kurzarbeit null) für einen kurzen Zeitraum bis zu einem Vierteljahr bezogen haben, können regelmäßig mit einer Steuererstattung rechnen. Denn – verteilt auf das gesamte Jahr – wurden bereits höhere Lohnsteuern einbehalten Bezieht ein Arbeitnehmer hingegen 50 Prozent und arbeitet das ganze Jahr über monatlich nur zur Hälfte, muss er mit Steuernachzahlungen rechnen, erläutert Bauer. Die Höhe der Steuernachzahlung oder -erstattung ist somit von den bereits im Laufe des Jahres entrichteten Steuern und Vorauszahlungen abhängig.


Hoher Zuschuss bei Umrüstung

Neue Regeln beim CO2-Preis

Vom CO2-Preis bis zur Beratungspflicht: Für Eigenheim-Besitzer gelten 2021 eine Reihe wichtiger gesetzlicher Neuregelungen, wie die Potsdamer Verbraucherzentrale mitteilt. So können demnach Verbraucher im laufenden Jahr von weiterhin hohen Zuschüssen für die Investition in klimafreundliche Heiztechniken profitieren. „Besonders der Umstieg von Öl auf erneuerbare Energien wird durch die Bundesregierung mit einer Förderung von bis 50 Prozent der Kosten unterstützt“, erläutert Joshua Jahn von der Verbraucherzentrale. Auch wer keine Ölheizung hat, bekommt bei voller Umstellung auf erneuerbare Energie immerhin bis zu 35 Prozent.

Eigenheimbesitzer sollten zudem beachten, dass sie Heizkessel, die 30 Jahre oder älter sind, in der Regel außer Betrieb nehmen müssen.

Bei der Sanierung oder dem Kauf eines Ein- oder Zweifamilienhauses besteht die Pflicht, eine kostenlose Energieberatung in Anspruch zu nehmen. Das schreibt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor. „Wer ein Haus kauft, muss das Gespräch nach dem Erhalt des Energieausweises vereinbaren“, so der Verbraucherschützer. „Nimmt man eine Sanierung vor, steht das Beratungsgespräch an, wenn Berechnungen zur Energiebilanzierung angestellt werden.“

Die Verbraucherzentrale Brandenburg bietet im Rahmen ihres Energieprojektes die kostenlose und unabhängige Beratung an. Im Anschluss an das Gespräch wird bei Bedarf eine schriftliche Bestätigung ausgestellt, die als Nachweis dient.

Info www.vzb.de


Steuern: Checkliste im Corona-Jahr

Corona-Bonus, Masken, Kurzarbeitergeld – das Corona-Jahr muss auch bei der Steuer richtig abgerechnet werden. Aufgrund der Pandemie ist für die Einkommensteuererklärung 2020 also besondere Aufmerksamkeit erforderlich.

In einer neuen Checkliste führt der Bund der Steuerzahler auf, was neu ist und erklärt, wer Ausgaben für das Arbeiten im Homeoffice absetzen kann. Verdeutlicht wird, warum der Corona-Bonus in der Steuererklärung nichts zu suchen hat, der Kinderbonus aber schon. Auch die Frage, ob Masken beim Finanzamt abgerechnet werden können, wird beantwortet.

Wichtig ist die Steuererklärung 2020 vor allem für diejenigen, die Kurzarbeitergeld erhalten haben und nun verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung einzureichen. Zudem müssen Selbstständige, die Corona-Hilfen erhalten haben, auf ein neues Formular gefasst sein: die Anlage Corona-Hilfen.

Info Interessierte können das Material kostenfrei unter info@steuerzahler.de anfordern
 

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