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10:52 24.05.2021
Pflege findet oft zu Hause statt. fotos: Adobe STock/js-Pflege; dpa

Frauen übernehmen während der Corona-Krise offenbar den Hauptanteil der Kinderbetreuung. Das lässt sich aus einer Analyse der Barmer-Krankenkasse zum Kinderkrankengeld schlussfolgern. Zwei Drittel der 3400 Anträge auf pandemiebedingtes Kinderkrankengeld in Brandenburg, die hier im ersten Quartal 2021 eingingen, wurden von Müttern gestellt. „Die Zahl dieser Anträge ist enorm gestiegen und es sind meist Frauen, die die Betreuung übernehmen, wenn die Kinder wegen der Corona-Beschränkungen nicht in die Kita oder Schule können“, so Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer.

Seit vergangenen Herbst werden im Rahmen des Kinderkrankengelds auch Ausfallzahlungen gewährt, wenn Kinder pandemiebedingt Kitas oder Schulen fernbleiben müssen. Zu den Fällen pandemiebedingten Kinderkrankengelds bei der Barmer kamen im ersten Quartal 2021 rund 6500 Anträge für die Betreuung eines in der Tat erkrankten Kindes hinzu.

Die insgesamt 9900 Anträge bei der Barmer in Brandenburg im ersten Quartal machten mehr als 31 100 Tage aus, an denen die Ausfallleistung gezahlt wurde. Das entspricht zwar den Zahlen in 2019 – also vor coronabedingten Betreuungstagen – wo Zahlungen für 38 300 Kinderkrankengeldtage bewilligt wurden. Allerdings waren hier die Erkrankungsrisiken für ansteckende Krankheiten (etwa Erkältungen) bei Kindern mit kontinuierlichen Kita- und Schulbetrieb noch ungleich höher.

Der Bundesrat hat kürzlich den Anspruch auf Kinderkrankengeld erneut erweitert. Jeder Elternteil erhält 2021 nun pro Kind jeweils 30 Anspruchstage (maximal 65 Tage), Alleinerziehende 60 Tage (maximal 130). gd
     

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