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08:19 17.12.2021
Beim Besuch im Pflegeheim gilt eine Testpflicht. Foto: Büttner/dpa

Die neue Corona-Testpflicht für Besucher von Pflegeeinrichtungen vor dem Zutritt, um Bewohner vor Infektionen zu schützen, wird vom Pflegeschutzbund (Biva) prinzipiell begrüßt. Allerdings werden teils zeitlich problematisch eingerichtete oder gänzlich fehlende Testangebote vor Ort kritisiert.

Bereits seit Ende November bestehen aufgrund von Bundesgesetzen und Bund-Ländervereinbarungen erneute Besuchseinschränkungen für Alten-und Pflegeheime. Demnach dürfen auch Geimpfte und Genesene nur noch mit negativen Testergebnis Angehörige besuchen. Dabei werde die Bereitstellung von ausreichenden Testangeboten den Einrichtungen über den Corona-Rettungsschirm finanziell erstattet, so die Biva. Zudem müsse nicht das Pflegepersonal für diese Arbeit eingesetzt werden. Geschulte Aushilfen können laut Biva die Tests durchführen und auch offizielle Zertifikate ausstellen.

Dennoch werden unzureichende Testangebote in Pflegeeinrichtungen kritisiert, die vielfach zu Besuchseinschränkungen führen würden. So gebe es eingeschränkte Testzeiten unter der Woche, die Berufstätige an einem Besuch hindern würden, heißt es in einer Mitteilung der Biva. Beklagt würden durch Angehörige auch fehlende Testangebote am Wochenende. „Damit werden die Bewohner erneut de facto teilweise isoliert“, beklagt der Vorsitzende der Biva, Manfred Stegger. Der mit den Tests verbundene Aufwand sei jeder Einrichtung zuzumuten und gehöre zu einem verantwortungsvollen Betreuungsangebot. „Da die Testungen uns die nächsten Monate begleiten werden, müssen sich bereits jetzt alle Heime darauf einstellen, auch im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage“, so Stegger.

Der Biva-Pflegeschutzbund vertritt nach eigenen Angaben seit 1974 bundesweit die Interessen von Menschen, die im Alter Wohn- und Pflegeangebote in Anspruch nehmen. Biva ist die Abkürzung für Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen. gd

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