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Home Sonderthemen Fläming Geräuschlos im Straßenverkehr mitfließen
07:17 28.06.2019
Unter dem Namen „eRockit“ wird jetzt ein neuartiges Elektro-Motorrad angeboten. Die Besonderheit: Der Motor wird durch Treten der Pedalen gesteuert. FOTOS: FIRMENFOTO; DPA
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Angetrieben wird das „eRockit“ mit einem sogenannten Human-Hybrid-Pedalantrieb. Das intuitive System misst bei jedem Tritt die Muskelkraft des Fahrers und verstärkt sie durch den Motor um den Faktor 50. Eine direkte Verbindung zwischen Pedalen und Hinterrad gibt es anders als beim Pedelec nicht. Die Batterie mit einer Kapazität von 6,6 Kilowattstunden ermöglicht eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern. Das ermöglicht sowohl für Berufspendler als auch für Freizeitnutzer ausgiebige Touren.

Zunächst geht eine limitierte Edition des Elektromotorrads aus märkischer Produktion mit 100 fortlaufend nummerierten Fahrzeugen in den Verkauf, die bis Jahresende ausgeliefert sein sollen. Schon im dritten Jahr könnte der Betrieb mit derzeit 14 Beschäftigten vierstellige Verkaufszahlen erreichen, meint Geschäftsführer Zurwehme.

Mit Hennigsdorf als Produktionsstandort ist er sehr zufrieden, zumal es dort auch noch genügend Erweiterungsmöglichkeiten gibt. Und auch für den internationalen Markt, den er von vorneherein im Auge hat, ist der Standort, der sich mit einem „bei Berlin“ schmücken kann, bestens geeignet.
             

Die Auswahl reiner Elektro-Motorräder ist noch nicht groß. Problem ist teils noch die geringe Reichweite der Batterie.

Auf dem Markt sind Maschinen der Typen Energica (Italien), Zero (USA), Johammer (Österreich) sowie BMW (Deutschland) mit einem Scooter.

2019 oder 2020 wollen Harley Davidson (USA), Tarform (USA/ Schweden), Emflux (Indien) und Nito (Italien) ihre Modelle auf den Markt bringen.

Der Motor verstärkt die Muskelkraft. FOTO: PD-F/FLORIAN SCHUH
Der Motor verstärkt die Muskelkraft. FOTO: PD-F/FLORIAN SCHUH

Den typischen E-Bike-Nutzer gibt es längst nicht mehr, vielmehr sind damit wie beim Fahrrad ganz unterschiedliche Nutzergruppen unterwegs. Hier der Versuch einer vorläufigen Typisierung.

■ Der Freizeitradler: Diese E-Bike-Nutzer sind meist mit eher mäßiger Geschwindigkeit auf ländlichen Strecken unterwegs. Sie haben festgestellt, dass sie mit dem E-Bike gut vorankommen, ohne sich dafür groß anstrengen zu müssen. Als Genussradler planen sie Pausen an landschaftlich schönen Stellen oder bei bekannten gastronomischen Betrieben ein. Unterwegs sind sie meist mit E-City- oder E-Trekking-Rad.

■ Der Büro-Radler: Pünktlich und nicht verschwitzt am Schreibtisch und unterwegs noch Sauerstoff tanken – darum geht es dem Büro-Radler. In Innenstädten ist das Fahrrad anderen Verkehrsmitteln meist überlegen, überfüllten Bussen und Bahnen genauso wie im Stau feststeckenden Autos. Der Büro-Radler nutzt meist ein E-City-Bike, zuweilen – vor allem bei weiten Strecken – auch ein S-Pedelec, das mit bis zu 45 Stundenkilometern gefahren werden darf.

■ Der Fahrrad-Neuling: Motorunterstützung macht die Bewegung auf zwei Rädern auch für Menschen möglich, die sich das bisher etwa aufgrund von Alter, Krankheit oder körperlicher Einschränkungen nicht zugetraut hätten. Gesundheitlich sind damit positive Auswirkungen für die sonst in ihrer Bewegung eingeschränkten Personen verbunden. Der Fahrrad-Neuling nutzt meist ein E-City-Rad.

■ Der Sportliche: Sport und E-Bike, das schließt sich eigentlich aus. Schließlich endet die Motorunterstützung bei 25 Stundenkilometern. Sobald allerdings starke Steigungen ins Spiel kommen, kann der Motor interessant werden – gerne auch auf unebenen Wegen, dann per E-Mountainbike.

■ Der Rad-Enthusiast: Wer aus ökologischen Gründen schon immer alle Wege mit dem Fahrrad zurücklegt, hat über Gefährte mit Elektromotor früher eher die Nase gerümpft. Das hat sich geändert, denn E-Bikes erschließen dieser Gruppe neue Möglichkeiten – etwa ultralange Touren oder bequemen Lastentransport. Interessante Typen sind daher das E-Trekking- und das E-Lastenrad.

Meistverkauft ist aktuell das E-Trekkingrad (36,5 Prozent), vor dem E-City- Rad (33 Prozent) und dem E-Mountainbike (25 Prozent).

Lastenräder folgen mit vier Prozent der Verkäufe, S-Pedelecs mit 0,5 Prozent.

Was passiert, wenn in ein paar Jahren Millionen von E-Autos gleichzeitig geladen werden – halten das die bestehenden Stromnetze aus? Die Energiewirtschaft bereitet sich auf ein solches Szenario vor und sieht noch große Herausforderungen. Die größten: eine bessere Steuerung der Netze sowie ein wirksames Last- und Lademanagement. Die Auswirkungen auf die Strommenge seien nicht das Hauptproblem, sagte Stefan Kapferer, Chef des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Ende Mai in Berlin. Bei zehn Millionen E-Autos 2030 werde der Bruttostromverbrauch um vier bis fünf Prozent zulegen. Dies sei machbar, weil das Stromsystem immer effizienter werde. Problematischer könnte es sein, wenn die Menschen ihre E-Autos zur gleichen Zeit laden wollen – zur klassischen Feierabendzeit. Abhilfe schaffen könnte ein intelligentes Lademanagement, bei dem das Aufladen automatisch in die Abend- und Nachtstunden verschoben wird.

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