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Home Sonderthemen Fläming Das Land, wo die Zitronen blühen
07:20 09.07.2019
Mediterrane Kübelpflanzen verschönern die Terrasse. FOTOS: GMH/VOLKER MICHAEL; FOTOLIA

Von Ulrich Nettelstroth

Die Orangerie im Potsdamer Schlosspark Sanssouci ist ein Zeugnis der Sehnsucht nach der Pflanzenwelt des Südens, die im 18. Jahrhundert an den europäischen Adelshöfen einsetzte. „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen?“, sang eine Figur in Goethes 1795/96 erschienenem Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

Vor gut 200 Jahren galt es als elegant, die frostempfindlichen Zitronen- und Orangenbäume zu sammeln und auch hierzulande zu kultivieren. Das mobile Gärtnern entstand. In den Schloss- und Gartenanlagen des Barocks wurden prachtvolle Orangerien für die Überwinterung der Kübelpflanzen gebaut. Glücklicherweise bedarf es heute keines eigenen Gewächshauses mehr, um sich das Urlaubsgefühl nach Hause zu holen. Viele Einzelhandelsgärtnereien verkaufen nicht nur Pflanzen und Gefäße, sondern bieten ihren Kunden auch einen Überwinterungsservice an.

Nach wie vor liegen Zitruspflanzen bei vielen hoch in der Gunst. Unter dem Begriff werden tropische Obstgehölze gesammelt, die dickschalige Früchte mit saftigem Fleisch bilden wie Orange, Mandarine, Zitrone, Pomeranze, Grapefruit, Pomelo und Limette. Sie halten sich lange an den Pflanzen und bilden einen attraktiven Kontrast zu den glänzenden, dunkelgrünen Blättern. Orangen und Mandarinen blühen und reifen meist mehrmals im Jahr, Zitronen entwickeln ständig Blüten und Früchte. Egal ob als MiniPflanze für den Tisch oder als stattlicher Baum für den großen Kübel – Zitruspflanzen bevorzugen einen sonnigen Platz und sollten mit speziellem Dünger versorgt werden.
   

Stilvoll kombinieren lassen sie sich mit mediterranen Blühpflanzen. Der Farbrausch der Drillingsblume (Bougainvillea), der Duft von Echtem Jasmin und die zarten Blüten des oft als Hochstämmchen gezogenen Kartoffelstrauchs machen die Auswahl schwer. Zu den beliebten Kübelpflanzen für die Sonne zählt ebenso Oleander, der wegen seiner ledrigen Blätter auch Rosenlorbeer genannt wird. Mit einem verlockenden Duft überzeugt Sternjasmin über eine lange Blütezeit. Als Rankpflanze benötigt sie eine Kletterhilfe. Die interessanteste Blüte hat mit Abstand das Wandelröschen – sie wechselt beständig ihre Farbe. Ein umfangreiches Angebot an wunderschönen Kübelpflanzen findet sich in der Einzelhandelsgärtnerei vor Ort.

Stehen Kübelpflanzen in der prallen Mittagssonne, verdunsten die Blätter viel Wasser, und die Erde trocknet schnell aus. Gegossen werden sollte deshalb in den Morgenoder Abendstunden, rät der Verband der Einzelhandelsgärtner. Wichtig ist, kein kaltes Gießwasser zu verwenden. Ansonsten können die Wurzeln, die tagsüber in den Töpfen stark aufheizen, einen Kälteschock bekommen.

Das Thema Insektensterben ist auch bei Gartenmärkten angekommen. Im Mittelpunkt stehen Insektenhotels verschiedener Art. Hummeln etwa stellen andere Ansprüche als Wildbienen oder Marienkäfer.

Manche Schmetterlingsarten benötigen eine Behausung für den Winter, die anders gestaltet sein muss.

Aber auch für größere Wildtiere gibt es Hilfen. Einige Märkte unterstützen ihre Kunden mit Hinweisen, Gärten insektenfreundlich zu gestalten.

Gezielt vorgehen: Rasen sprengen.                    FOTO: BG/EPR/REWATEC
Gezielt vorgehen: Rasen sprengen.                    FOTO: BG/EPR/REWATEC

Am Himmel kein Wölkchen, die Sonne brennt schon in der Früh und richtigen Regen hat es seit Wochen nicht gegeben. Das gab es im vergangenen Jahr reichlich – und auch in diesem Jahr präsentiert sich der Sommer ähnlich. Regen scheint aufgrund von Klimaveränderungen selten zu werden, Temperaturrekorde zum Normalfall. Schön ist das für alle, die ihre freie Zeit im Garten verbringen. Für die Pflanzenwelt aber bedeutet lange Trockenheit eine Belastung. Das gilt auch für den Rasen. Nicht umsonst ist England mit seinen gemäßigten Temperaturen und regelmäßigem Regen Mutterland des Rasens.

Wer gepflegtes Grün erhalten will, muss in einer Trockenperiode gezielt vorgehen. Der Rasenmäher hat hitzefrei, denn etwas längere Grashalme überstehen die Durstphase besser, weil sie sich gegenseitig beschatten. Bis zu acht Zentimeter darf das Grün jetzt werden. Muss doch irgendwann gemäht werden, sollte es abends passieren, damit die Schnittstellen nicht austrocknen. Bei langer Trockenheit lässt das Wachstum ohnehin nach.

Richtige Bewässerung ist nicht ganz einfach. Selbst bei großer Hitze sollte der Rasen nicht täglich gesprengt werden. Besser als regelmäßiges oberflächliches Wässern ist es, ein oder zwei Mal pro Woche intensiv zu beregnen. Faustregel: 10 bis 25 Liter pro Quadratmeter. Der Boden muss bis in Spatentiefe durchnässt sein, damit die Wurzeln die Feuchtigkeit aufnehmen können. Das kräftigt die Pflanzen. Das Wässern sollte nicht in der Tageshitze erfolgen, sondern früh morgens. Wer dann nicht aufstehen will, kann eine Bewässerungsautomatik benutzen. Alternativ ist es möglich, spät abends zu beregnen.

Gedüngt werden sollte bei großer Hitze nicht. Rasen benötigt regelmäßig Dünger, um sich zu entwickeln. Empfohlen wird aber, zu Beginn der Wachstumssaison im April, auf dem Höhepunkt im Juni und gegen Ende des Sommers zu düngen. Gedüngt werden sollte aber an bedeckten, trockenen Tagen. Sonst könnte Dünger die Halme verbrennen. Wer vor allem beim Bewässern konsequent ist, muss auch bei langer Trockenheit keinen Totalschaden des Rasens befürchten.

Bestimmte Rasenarten sind gegen Trockenheit empfindlicher. Experten empfehlen, wegen zunehmender Hitzeperioden die Grasarten Rohrschwingel und Schafschwingel zu nutzen, die tief gehende Wurzeln ausbilden und besser an Feuchtigkeit im tieferen Boden kommen. Auch das Deutsche Weidelgras ist belastbar und eignet sich als Beimischung der Rasensaat. net
   

Beim Kauf eines Sonnenschirms kommt es auch auf Sicherheit an. „Verbraucher sollten die Arretierung des Schirms und eventuell vorhandene Verstell- und Kippmöglichkeiten testen und überprüfen, ob sie gut zu bedienen sind“, rät Tüv-Süd-Produktexperte Michael Rann. Wenn die Verbindungen haken oder sich nur schwer verstellen lassen, ist die Verletzungsgefahr größer.

Neben der Funktion als Schattenspender sollte der Sonnenschirm auch vor UVStrahlen schützen. Ob der Stoff des Schirms einen UVSchutzfaktor aufweist, erfahren Käufer durch die Hinweise auf der Verpackung oder am Produktschild. Empfehlenswert sind Bespannungen aus Kunstfasern wie Polyester, da diese einen hohen Anteil der gefährlichen UV-Strahlen abhalten. Auch die Lichtbeständigkeit des Stoffes ist ein Kriterium bei der Auswahl. Für den sicheren Stand gilt: Je größer die Schirmfläche, desto höher muss das Gewicht des Schirmständers sein.

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