Menü
Anmelden
Wetter Gewitter
23°/18°Gewitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg

Home Sonderthemen Neuruppin Checkliste im Vorfeld
07:14 19.06.2020
Einige Sorgen bezüglich der Pflege lassen sich bereits im Vorfeld klären. FOTO: DJD/IKK CLASSIC/GETTY IMAGES/DEAN MITCHELL

Das Thema Pflege ist ein Bereich, der sich gut vorbereiten lässt – eigentlich. Doch die meisten beschäftigen sich erst damit, wenn es ernst wird und jemand aus der Familie pflegebedürftig ist. Es gibt eine ganze Liste von Dingen, die im Vorfeld zu klären sind. „Viele wissen gar nicht, dass eine kostenlose Beratung jederzeit möglich ist“, sagt Maren Soehring von der Krankenkasse IKK classic. Auf diese Punkte kommt es an:

- Überblick verschaffen: Wäre die Pflege zu Hause denkbar? Dafür spricht, dass Betroffene in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Infrage kommt die Pflege durch Angehörige, durch einen Pflegedienst oder auch ein Arrangement mit Einzelkräften. Alle drei Formen werden von der Pflegekasse durch Pflegegeld oder monatliche Pflegesachleistungen unterstützt. „Ist die Pflege zu Hause nicht möglich, kann eine Wohngruppe eine Alternative zur vollstationären Pflege sein“, weiß Soehring. Der Vorteil ist, dass Bewohner dort Leistungen zusammen in Anspruch nehmen können und dadurch Geld sparen.
 

- Infos zum Pflegegrad: Wird akut Pflege benötigt, übernimmt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Einstufung des Pflegegrades und ermittelt, wie hoch der Pflegebedarf ist. Bis Ende September geschieht diese Einschätzung in der Regel allerdings nicht während eines persönlichen Besuchs, sondern – bedingt durch Corona – mit Telefoninterviews oder auch nach Aktenlage.

- Finanzieller Spielraum: Über die Pflegekasse wird das monatliche Pflegegeld ausgezahlt. Es liegt zwischen 316 (Grad 2) und 901 Euro (Grad 5). Meist geben es die Pflegebedürftigen an die nicht erwerbsmäßigen Pflegenden weiter. Es wird auch dann ausgezahlt, wenn man in Eigenregie eine Pflegekraft beschäftigt. Trifft die Wahl auf einen Pflegedienst, beteiligt sich die Pflegekasse über sogenannte Pflegesachleistungen (bis zu 689 Euro beziehungsweise bis 1995 Euro).

- Pflege-Dschungel: Hier hilft die Krankenkasse beim Durchblick weiter. „Etwa durch Listen über Leistungen und Vergütungen der zugelassenen Pflegeeinrichtungen in der Region“, erklärt Soehring. Die Plattform pflegelotse.de nennt darüber hinaus Anbieter von Pflegeleistungen in der Nähe und gibt in Form von Schulnoten Auskunft über deren Qualität.

- Hilfe für Angehörige: Ob ein kostenloser Kurs zu häuslicher Pflege, Infos zur Freistellung vom Beruf oder Kontakt zu anderen pflegenden Angehörigen – hierzu kann man sich ebenfalls im Vorfeld schlaumachen.

2
/
2
Anzeige
Datenschutz