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Home Sonderthemen Fläming Verschroben, aber liebenswert
14:15 21.12.2018
Verrückt oder nicht? „Pension Schöller“ beherbergt sie alle. FOTO: THOMAS M. JAUK/STAGE PICTURE

Ob etwas „normal“ oder „verrückt“ ist, entscheidet oft die Perspektive. Dies stellt auch Philipp Klapproth fest, als er dem Wahnsinn nahe ist.

Rückblick: Klapproth flüchtet aus der brandenburgischen Provinz in die Weltstadt Berlin und jagt dort Sensationen nach, die er zurück in Kyritz an der Knatter seinen Kumpels präsentieren möchte. Außerdem sucht er fernab der Heimat nach Inspiration für seine Idee, eine Kureinrichtung für Nervenkranke zu eröffnen.

Ein Meeting mit Verrückten

Doch zunächst will er sie treffen: die wirklich Verrückten. Helfen soll ihm dabei sein Neffe Alfred, dem er im Café der Pension Schöller einen Kredit für dessen eigenes Zukunftsprojekt offeriert, wenn er ihm diese Möglichkeit eröffnet.


Gemeinsam mit Schöllers Tochter Franziska heckt er einen Plan aus und lässt seinen Onkel glauben, dass am Abend die Verrückten im Café auftauchen würden. Doch der Plan verselbstständigt sich, sodass im Schwank von Wilhelm Jacoby und Carl Lauffs die fast schon übermotivierten engagierten „Verrückten“ bald bedrohlich wirken.

Klapproth flüchtet ins heimatliche Kyritz, die Verrückten folgen ihm ...

Liebenswerte Figuren

Die Aufführung des Hans Otto Theaters Potsdam zeigt pointierten Theaterspaß voller Slapstick. Auch mehr als 120 Jahre nach seiner Uraufführung zeichnet die Komödie unter der Regie von Jan Jochymski die verschrobenen Figuren mit liebenswertem Beiwerk. Zu sehen ist „Pension Schöller“ am Samstag, 12. Januar, 19.30 Uhr und Sonntag, 13. Januar, 16 Uhr im Großen Haus.


„Folies baroques – between Heaven and Earth“ vereint ein virtuoses und überraschendes Kammermusikkonzert mit theatralischer Performance.

In einer ungewöhnlichen Besetzung für Gesang, Flöte, Cello und Harfe musiziert das VEGA-Ensemble am Sonntag, 13. Januar, 17 Uhr gemeinsam mit den Brandenburger Symphonikern im Foyer der Studiobühne.

Es erklingen Meisterwerke von Monteverdi, Scarlatti, Händel, Bach und Vivaldi.

Dabei vermischen sich die Klänge von Harfe und Flöte mit jenen des Violoncellos. In Verbindung mit Worten der Liebe und des Hasses, des Glücks und der Traurigkeit, zwischen Resignation und neuer Hoffnung wird das Kammerkonzert ein einzigartiges Hörerlebnis.


Anke Siefken alias Renate Bergmann kommt nach Brandenburg. FOTO: STEVEN SIEBERT
Anke Siefken alias Renate Bergmann kommt nach Brandenburg. FOTO: STEVEN SIEBERT

Anke Siefken alias Twitter-Oma Renate Bergmann erzählt am Montag und Dienstag, 21. und 22. Januar, um 18 bzw. 19.30 Uhr, im Brandenburger Theater von ihren neuesten Abenteuern.

Bekannt wurde die Figur der rüstigen Rentnerin aus der Feder vom Genthiner Autor Torsten Rohde als Twitter-Oma, die für ihr Alter kecke Kommentare im Internet von sich gab.

Hobby-Polizistin im Einsatz

Einige Bestseller später lauschen die Zuschauer im Großen Haus den Ereignissen aus „Ich habe gar keine Enkel!“ und erleben, wie sich Bergmann als investigative Freizeit- Polizistin auf macht, Enkeltrickbetrügern das Handwerk zu legen.

Zusammen mit Ilse und Kurt warnt sie die Rentner in der Spandauer Nachbarschaft vor der Gefahr und sichert Spuren.

„Neulich klingelte jemand bei Gertrud an. Wir dachten erst, es wäre so ein junges Ding, das den Enkeltrick probiert, aber die Vanessa war nur erkältet und wollte plaudern. Die Woche drauf schellte dann mein Apparat und so ein Lauser… Nee! Ich sage Ihnen. Bei der alten Frau Bömelburg war es genauso. Nur die hat den Quatsch geglaubt und an der Tür ihr Sparbuch rausgegeben.“ Mehr dazu gibt es im Stück von Bergmann persönlich.


Dirigent Dominic Limburg leitet die Aufführung. FOTO: PRIVAT
Dirigent Dominic Limburg leitet die Aufführung. FOTO: PRIVAT

Pauki, Violinus und Harfonika machen sich auf, um den 1 000. Stadtgeburtstag von Klanghausen am Liedbach im Land der Töne zu retten. Kurz vor dem Start der Feierlichkeiten hatten sich die Hexen Takta Bum, Melodia Tralala und Terzia Quintana erdreistet, Rhythmus, Melodie und Harmonie zu stehlen.

Alle sind traurig, doch die drei mutigen Freunde wollen sich nicht geschlagen geben und versuchen das Unmögliche ...

Wie es ausgeht, erfahren die jungen Zuschauer ab sechs Jahren in „Die verhexte Musik“ am 23., 24., 29. und 30. Januar jeweils 10 Uhr auf der Studiobühne des Theaters.


Das Streichquartett „Amarone“ der Brandenburger Symphoniker lädt am Donnerstag, 31. Januar, zum Kammerkonzert „Moll!“ ins Foyer des Großen Hauses ein. Zu hören sind zum Beispiel Giuano Braccis Streichquartett als Collage alter Musik. Eher kirchentonartlich verortet passt es als Timbre- Variation gut zum Kammerkonzert. Außerdem werden das 2. Streichquartett op.64 des Polen Henryk Górecki und das einzige Moll-Streichquartett von Wolfgang Amadeus Mozart erklingen. Letzteres ist entstanden, als Mozarts Gattin Constanze gerade mit ihrem ersten gemeinsamen Kind in den Geburtswehen lag. Das Kammerkonzert beginnt um 19 Uhr.

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