Menü
Anmelden
Wetter Regenschauer
10°/7°Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland

Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg

Home Sonderthemen Oberhavel Biotonne 30 000-mal ausgeliefert
11:07 05.11.2020
Abgeholt wird die Biotonne in den dichter besiedelten Orten nach einem Tourenplan, ansonsten nach Anmeldung. FOTO: ROBERT ROESKE

Oberhavel. Die Biotonne ist in den Oberhavel-Haushalten ganz augenscheinlich akzeptiert wie die Papiertonne, die Gelbe Tonne und die Tonne für den Hausmüll. „Etwa 30 000 Biotonnen sind in diesem Jahr ausgeliefert worden“, sagt AWU-Vertriebsleiterin Katharina Pappalardo; circa 23 000 Tonnen mit 120 Litern Fassungsvermögen und 7000 Tonnen mit 240 Litern. Seit dem 1. Juli 2020 gilt das Angebot, Bioabfälle in extra Tonnen zu entsorgen. Kreisweit.  

AWU Abfallwirtschafts-Union Oberhavel GmbH

Die Leistungsdaten seien laut der Vertriebsleiterin noch nicht ausgewertet worden. Sprich: Zahlen, wie oft die Nutzer die Tonne abholen ließen, existieren noch nicht. „Das ist eine ganz individuelle Entscheidung jedes Einzelnen“, so Pappalardo. Wer nur seine kompostierbaren Küchenabfälle in die Tonne wirft, bei dem wird sie nicht so schnell voll. Anders verhält es sich, wenn – gerade jetzt im Herbst – Gartenabfälle dazukommen. Noch gibt es zwar die Laubsäcke, die separat abgeholt werden, aber ab 2021 wird dieser Service eingestellt.

GRUNSKE Metall-Recycling GmbH & Co. KG

Es besteht das Angebot, die Biotonne alle zwei Wochen von der AWU entleeren zu lassen. In den einwohnerstärkeren Orten existiert ein Tourenplan, der sowohl im Internet einsehbar als auch in der Abfallfibel nachzulesen ist. Die Einwohner der kleineren Orte können die Leerung der Biotonnen auf mehreren Wegen beantragen – je nach Bedarf. Das funktioniert per Telefon (03304/3760), E-Mail (callcenter_ awu_ohv@alba.info), Fax (03304/37 62 78) oder der AWU-App.

Winzler GmbH Spedition und Baustoffhandel

Der Einführung der Biotonne in Oberhavel ging eine mehrjährige Pilotphase voraus. In Hennigsdorf, Hohen Neuendorf und Birkenwerder hatten Haushalte seit 2017 die Tonne getestet. Seit dem 1. Juli dieses Jahres kann der Bioabfall in einer (braunen) Extra- Tonne flächendeckend entsorgt werden. Alles auf freiwilliger Basis und gegen eine Entleerungsgebühr von 3,25 Euro beziehungsweise 6,50 Euro (kleine/große Tonne).

Die Biotonne gibt es in zwei Größen: 120 und 240 Liter Fassungsvermögen. FOTO: AWU, RÜDIGER BÖHME
Die Biotonne gibt es in zwei Größen: 120 und 240 Liter Fassungsvermögen. FOTO: AWU, RÜDIGER BÖHME

Zusätzlich ausgestattet werden kann die Tonne mit einem Bio-Filterdeckel, der Deckel und Rumpf per Doppeldichtung abschließt und Madenbildung verhindert. AWU-Mitarbeiter bauen diese Deckel – wenn gewünscht – ein. Auch Vorsortierbehälter und passende Bio-Papierbeutel sind zu haben.

Mit der Einführung der Biotonne möchte der Landkreis Oberhavel die Mülltrennung fördern und die Menge an Abfall reduzieren, da der Inhalt der Biotonne nach der Kompostierung wiederverwertbar ist. Katharina Pappalardo sagt, dass vom Gesamtinhalt der der normalen Hausmülltonne 39 Prozent kompostierbare Abfälle sind. Dieser Wert lässt sich zweifellos verbessern. Da geht noch was! Mit der Einführung der Biotonne möchte der Landkreis Oberhavel die Mülltrennung fördern und die Menge an Abfall reduzieren, da der Inhalt der Biotonne nach der Kompostierung wiederverwertbar ist. Katharina Pappalardo sagt, dass vom Gesamtinhalt der der normalen Hausmülltonne 39 Prozent kompostierbare Abfälle sind. Dieser Wert lässt sich zweifellos verbessern. Da geht noch was! Von Stefan Blumberg

Das gehört in die Biotonne

Auch bei der Biotonne ist eine korrekte Mülltrennung notwendig, um die Abfälle wiederverwerten zu können.

Folgende Stoffe können – in haushaltsüblichen Mengen – in der Biotonne entsorgt werden:

Gartenabfälle wie Baumschnitt, Baumrinde, Blumen, Blumenerde, Hecken- und Strauchschnitt, Laub, Nadeln, Pflanzen, Zweige und Reisig, Moos, Rasen- und Grasschnitt, Unkraut, Heu und Stroh in kleinen Mengen, Brot- und Backwarenreste, Eierschalen, Fischreste und Gräten, Fleisch und Wurstreste, Käsereste einschließlich Naturrinde, Gemüse- und Obstabfälle, Milchproduktreste, Knochen, Nussschalen, Speisereste – roh, gekocht, verdorben, Kaffee-Filtertüten und Kaffeesatz, Teebeutel und Teereste, Bioabfalltüten aus Papier, Federn, Haare, Kleintierstreu aus biologisch abbaubarem Material und einschließlich der Exkremente von Kleintieren, Holzwolle, Holzspäne und Sägespäne von unbehandeltem Holz.


Das gehört nicht in die Biotonne

Nicht in die Biotonne gehören folgende Abfälle:

Asche, Blumentöpfe, Draht wie z.B. Blumenbindedraht), Einweggeschirr und -besteck aus Kunststoff (auch biologisch abbaubar), Tierexkremente wie Hundekot, Geschenkband, Gummiartikel, behandelte Holzreste, Hygieneartikel, Kehricht, Glas, Keramik, Porzellan, Kerzenreste, nicht biologisch abbaubares Kleintierstreu, Kohlepapier, Lederreste, Medikamente, Möbelholz, Papier, Pappe, Papierhandtücher, Papiertaschentücher, Servietten, Plastiktüten, Trage- und Einkaufstaschen aus Kunststoff.

Außerdem nicht für die Biotonne vorgesehen: Putzlappen und -tücher, rußschadstoffhaltige Abfälle, Problemabfälle, Spanplattenholz, Staubsaugerbeutel, Tapeten, Teppichböden, Textilien, Verbandmaterial, Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Glas, Metall, Verbundverpackungen, Watte und Wattestäbchen, Windeln.