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Home Sonderthemen Kyritz Schule – und was kommt danach?
08:30 21.02.2019
Bei der Bildungsmesse präsentieren zahlreiche regionale Unternehmen ihre Ausbildungsangebote.                    FOTOS (2): KATHLEEN SCHULZE

Neuruppin. Routiniert, gewachsen und erfahren – so blicken die Organisatoren der Bildungsmesse „Deine Zukunft beginnt“ auf die vergangenen Jahre zurück. Gemeinsam veranstalten die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, das Neuruppiner Regional-Center der IHK, die Agentur für Arbeit, das Neuruppiner Oberstufenzentrum (OSZ) und die Kreishandwerkerschaft am kommenden Sonnabend, dem 23. Februar, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr die nunmehr elfte Bildungsmesse im Neuruppiner OSZ an der Alt-Ruppiner Allee.

„In den vergangenen Jahren sind wir stetig gewachsen“, resümierte Uta Jolk, Schulleiterin des OSZ. Mit rund 80 ausstellenden Unternehmen aus vielen Branchen seien nun auch die räumlichen Kapazitäten derart erschöpft, dass es mittlerweile eine Warteliste für Betriebe gibt, die nicht berücksichtigt werden konnten. „Für Standplätze auf der Messe haben wir in erster Linie die ortsansässigen Unternehmen bevorzugt, die eine duale Ausbildung anbieten“, informiert Liane Lungfiel vom Neuruppiner Regional-Center der IHK Potsdam. Die Unternehmen, die keinen Platz mehr erhalten haben, sind in der Ausbildungsbroschüre als Ausbilder geführt. Die Broschüre wird wieder an die Messebesucher verteilt.

Von D wie Dachdecker bis T wie Tischler

Zu den Ausstellern gehören auch wieder die Bundeswehr, die Polizei und die Ruppiner Kliniken. In den vergangenen Jahren ist es auch gelungen, das Handwerk stärker einzubeziehen, berichtet Axel Leben, Geschäftsführer der Neuruppiner Inkom. Somit sind die Handwerksbetriebe von D wie Dachdecker bis T wie Tischler vertreten.

Wer sich noch nicht für einen Beruf entscheiden kann, hat Gelegenheit, sich über Ferienarbeits- und Praktikumsplätze zu informieren. Aus Sicht von Cornelie Schlegel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Neuruppin, ist es wichtig, dass auch die Eltern mit zur Messe kommen. Im Rahmen des Projekts „Türöffner“ wird zeitgleich zur Messe auch wieder der Tag der offenen Tür vom Oberstufenzentrum ausgerichtet. Dieser erstreckt sich über alle vier Häuser und wartet mit allerhand Aktionen zum „Sehen und Anfassen“ auf, betont Uta Jolk.

Im Rahmen der Bildungsmesse bieten die Wirtschaftsjunioren OPR einen Bewerbungsmappencheck an. Angehende Auszubildende haben somit die Gelegenheit, ihre Bewerbungsmappen noch einmal fachmännisch prüfen zu lassen. Dazu erhalten sie ein Feedback aus Unternehmersicht und Hinweise, wie noch etwas verbessert werden kann. Das Mitbringen der Bewerbungsmappen lohnt sich in jedem Fall, da die ausstellenden Unternehmen diese auf der Messe entgegennehmen.

Der Bewerbungsmappencheck kann ohne Voranmeldung in Anspruch genommen werden. Die Junioren sind am Kaffeestand von Roman Falkenberg anzutreffen. Wer noch kein passendes Foto für seine Bewerbungsunterlagen hat, kann sich bei der IHK eines anfertigen lassen. Diese ist wieder mit einem professionellen Fotografen vor Ort, der kostenlose Bewerbungsfotos anfertigt. Kathleen Schulze


Tom Symossek erkundigt sich bei Mechaniker Raphael Klemm (l.), wie weit die Montage des Ölers an dem Kettenantrieb vorangekommen ist. FOTO: ROSENGRUEN.DE
Tom Symossek erkundigt sich bei Mechaniker Raphael Klemm (l.), wie weit die Montage des Ölers an dem Kettenantrieb vorangekommen ist. FOTO: ROSENGRUEN.DE

Heiligengrabe. 24 Stunden am Tag, rund 350 Tage im Jahr läuft die Anlage zur Produktion von Grobspanplatten- Platten (OSB) im Werk von Swiss Krono in Heiligengrabe. Der Boom, den die Baubranche seit Jahren erlebt, hat auch die Nachfrage nach OSB mehr und mehr steigen lassen. Umso wichtiger ist es, dass die Maschinen störungsfrei und zuverlässig laufen. Dafür verantwortlich ist das Team von Tom Symossek, der die mechanische Instandhaltung der OSB-Anlage leitet.

Vor zwei Jahren ist der Maschinenbauingenieur aus Hannover in seine Heimatregion zurückgekehrt und hat nach einem Jahr Einarbeitungszeit die Aufgabe von einem Kollegen übernommen. „Meine Arbeit bei Swiss Krono ist genau das, weshalb ich Produktionstechnik studiert habe“, bekräftigt der 26-Jährige. „Die Aufgaben sind sehr vielfältig und jeden Tag wartet eine neue Herausforderung auf uns, die es zusammen zu lösen gilt.“

Das Mechaniker-Team von Tom Symossek besteht aus 13 Mitarbeitern, die zumeist zu dritt im Einsatz sind. Jüngster Neuzugang im Team: Raphael Klemm, der Ende Januar erfolgreich seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Swiss Krono abgeschlossen hat und sofort übernommen wurde. Für die Zukunft hat der frischgebackene Industriemechaniker bereits neue Pläne. Er will bei Swiss Krono ein berufsbegleitendes Fernstudium zum staatlich geprüften Techniker absolvieren. Die Unterstützung seines Arbeitgebers Swiss Krono hat Raphael Klemm auf jeden Fall. „Am Beispiel von Raphael Klemm sieht man, wie sich unsere Ausbildungsinitiativen langfristig für unser Unternehmen in der Fachkräftesicherung auszahlen“, freut sich Personalleiter Christian Baumann. „So entsteht eine langfristige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern.“

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