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Home Sonderthemen Oberhavel Oberhavel: Bedarf an Fachkräften
22:16 24.11.2020

Der mit der Pandemie verbundene konjunkturelle Einbruch macht sich auch in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen bemerkbar. Gleichwohl fehlen in den Jobs des sogenannten Mint-Bereichs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) nach wie vor mehr als 100 000 Fachkräfte. Das geht aus dem aktuellen Mint-Report hervor, der vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) erstellt wird. Die Lücke an qualifizierten Mitarbeitern sank demnach im laufenden Herbst gegenüber dem langjährigen Mittel um 54 Prozent auf 108 700 fehlende Kräfte.

Das IW geht in den kommenden Jahren von einer auch strukturell weiter stark wachsenden Nachfrage nach ausgebildeten Mitarbeitern aus. „Langfristig wird der Bedarf aufgrund der Demografie, der Digitalisierung und der Dekarbonisierung steigen“, sagte Axel Plünnecke, Leiter des Kompetenzfelds Bildung und Zuwanderung am IW. Berufsausbildung und die Sicherung des Nachwuchses seien „für die Industrie besonders wichtig, um über Innovationen die Weichen für die Digitalisierung und die Dekarbonisierung und damit für nachhaltiges Wachstum zu stellen“, so Michael Stahl, Geschäftsführer Bildung und Volkswirtschaft des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall zum Report.

Der derzeitige Rückgang des Bedarfs im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt zeigte sich am stärksten in den Maschinen- und Fahrzeugbauberufen, während es in den Energie-, Bau- und IT-Jobs kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gab. Hier bleibt die Nachfrage trotz Corona-Krise fast ungebremst, so der Mint-Report. „In den produktionsnahen Facharbeiterberufen ist die Lücke um 70 Prozent gesunken, in den forschungsnahen Mint-Expertenberufen um 30 Prozent“, so Plünnecke.

Neben der langfristigen Nachfrage dürfte auch die Pandemie den Bedarf nach ausgebildeten Fachkräften noch einmal steigern. Die Corona-Krise hat das Tempo der Veränderung in der Ökonomie laut IW deutlich gesteigert. gd
  

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