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Bauen und Wohnen - Wohlige Wärme

Formschöne Wärmequelle

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Gemütlichkeit versprechen Kachelöfen. FOTOS: FPR/INDERWIES, JAN WOITAS/DPA

Kachelöfen können ganz individuell gestaltet werden

Wenn die Temperaturen können sinken, Ofenbesitzer auch in Zeiten gestiegener Gas- und Heizölpreise ein wenig gelassener bleiben. Das gilt zumindest dann, wenn sie ihren Brennstoffvorrat zeitig aufgefüllt haben, denn die Holzpreise steigen ebenfalls weiter.

Öfen halten die Wohnung warm. Und mehr noch: Sie sorgen für Gemütlichkeit. Mehr als elf Millionen sogenannte Einzelraumfeuerungsanlagen gibt es in Deutschland, betrieben meist mit Holz. Für moderne Öfen spielt das Design eine ähnlich große Rolle wie die Funktion. Kaminöfen und Kachelöfen sind in unseren modernen Wohnwelten archaisch wirkende Elemente. Bei ihren äußeren Formen nehmen die Öfen eher auf traditionelle Gestaltungsweisen Bezug.

Besonders viele Möglichkeiten, mit einer besonderen Optik einen Akzent zu setzen, bieten Kachelöfen. Die Öfen mit ihrer keramischen Oberfläche werden stets handwerklich gesetzt. Über die häufig kunstvoll verzierten Kacheln geben sie gesunde Strahlungswärme an ihre Umgebung ab. Diese geht ähnlich wie die Energie der Sonne unter die Haut und sorgt so für ein wohliges Gefühl. Der Ofen gibt seine Wärme langsam an die Umgebung ab, speichert sie aber auch noch lange in den Kacheln.

Kachelöfen sind Handwerksarbeit, die vom Ofenbauer gefertigt wird. Die Technik, die Bauart und das Keramik-Design, von den Kachelformen bis zu den Glasurfarben, können auf die individuellen Wünsche der Nutzer abgestimmt werden. In der Ofenwerkstatt von Keramikmeister Harald Inderwies in der Nähe von Aschaffenburg (Bayern) beispielsweise entstehen Kachelöfen, die sich als organische Gestaltungen ohne Ecken und Kanten präsentieren.

Der Ofenbauermeister bevorzugt einen Mix aus fröhlich-bunten und erdfarbenen keramischen Fliesen. Bei der Gestaltung der Öfen lässt er sich unter anderem vom Künstler Friedensreich Hundertwasser inspirieren. Hundertwassers Bilder und Häuser sind dominiert von bunten Flächen, schiefen Ebenen, bauchigen Säulen und vergoldeten Zwiebeltürmen. Sein Stil ist auch heute noch prägend für viele Künstler und Kunsthandwerker. Ulrich Nettelstroth

Debatte um Luftschadstoffe

Das Umweltbundesamt rät auf seiner Webseite inzwischen vom Heizen mit Holz aufgrund der Feinstaubbelastung ab. Allerdings muss differenziert werden. Ältere Modelle stoßen aufgrund schlechter Verbrennung oft wesentlich mehr Schadstoffe aus als neue Geräte. Zudem darf nur vollständig trockenes Holz verwendet werden.

Pelletöfen schneiden bei den Werten oft besser ab als solche, die mit Scheitholz befeuert werden, so die Zeitschrift Ökotest in ihrer aktuellen Ausgabe. Mit den in ihrer Zusammensetzung und Feuchtigkeit genormten Pellets kann der Abbrand besser gesteuert werden.

Das Austauschprogramm für alte Öfen läuft weiter. Vor 1994 gebaute Geräte mussten bis 2020 nachgerüstet oder stillgelegt werden. Bis Ende 2024 sind alle Öfen an der Reihe, die bis 2010 eingerichtet wurden.

Kein Schimmel durch Dämmung

Verbraucherzentrale Brandenburg: Nach Fenstertausch vermehrt Lüften

Viele Mythen ranken sich um das Thema Dämmung. Insbesondere, dass eine bessere Dämmung Schimmel befördere. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. 

,,Dämmung ist eine der um Heizbesten Methoden, kosten zu sparen und Schimmel zu vermeiden," so Joshua Jahn von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Der Befall von Schimmel wird bisweilen mit der Dämmung eines Hauses in Verbindung gebracht. Allerdings verringert eine gute Wärmedämmung sogar das Schimmelrisiko, denn er entsteht vorrangig dort, wo feuchtwarme Luft auf kalte Bauteile trifft. An gedämmten Außenwänden eines Hauses hat Schimmel schlechte Chancen.

Ein weit verbreiteter Mythos in diesem Zusammenhang ist, dass Wände atmen müssen. Aber: „Wände atmen nicht, weder gedämmte noch ungedämmte", so Jahn. Anders ist es bei Fenstern. Durch neue Fenster gelangt oft weniger Luft von außen in das Haus. Das heißt: Das Haus lüftet durch die vormals undichten Fenster nicht mehr "von selbst" und es verbleibt mehr feuchte Luft im Haus. Daher ist es wichtig, nach einem Fenstertausch das Lüftungsverhalten anzupassen. „Als Faustregel gilt: Mindestens zweimal täglich für etwa fünf Minuten bei komplett geöffneten Fenstern stoßlüften", sagt Jahn.

Ursache für Schimmel ist zu hohe Luftfeuchtigkeit. Je höher sie ist, desto größer ist das Schimmelrisiko. Ein Wert von 60 Prozent Luftfeuchtigkeit sollte nicht dauerhaft überschritten werden. Zudem sollte die Temperatur in den Räumen mindestens 16 Grad betragen, damit Schimmel keine Chance hat. net


Tödliche Insektenfalle

Wer im Herbst aufräumen will, greift oft zu Laubsaugern. Umweltverbände warnen allerdings davor. Laut Naturschutzbund Nabu werden millionenfach Kleinstlebewesen mit dem Laub aufgesaugt und zerstückelt. Der Verband empfiehlt, lieber zu Besen und Rechen zu greifen. Oft könne das Laub auch liegenbleiben, denn es schütze den Boden. Unter Laub- und Reisighaufen könnten Igel Winterschlaf halten. net